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20 Kilometer Stau: 13-Jährige bei Motorrad-Karambolage auf A8 schwer verletzt

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Nachrichten aus dem Landkreis Traunstein und BGL
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Unfallschild auf einem Polizeiauto. Foto: dpa/Symbolbild

Bergen – Einen Knochenbruch am Sprunggelenk erlitt am Donnerstagvormittag ein 13-jähriges Mädchen, das mit ihrem Vater auf der A8 bei Bergen vom Motorrad stürzte.


Sechs befreundete Kradfahrer einer französischen Motorradgruppe waren kurz vor 10.30 Uhr auf der Autobahn 8 bei Bergen unterwegs. Sie befanden sich auf dem Weg vom Zillertal nach Spielberg, um am Wochenende das Moto-GP-Rennen dort anzusehen.

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Im Bereich der Brücke Hütt fanden zu diesem Zeitpunkt Abstandsmessungen in Fahrtrichtung Salzburg statt. Aufgrund des relativ starken Verkehrsaufkommens kam es zu stärkeren Abbremsmanövern.

Die ersten zwei Kradfahrer der Gruppe erkannten die Bremslichter der vorausfahrenden Fahrzeuge auf dem linken Fahrstreifen rechtzeitig und bremsten ihre Motorräder ebenfalls stark ab. Die vier folgenden Kradfahrer versuchten auch noch zu bremsen, konnten die Karambolage aber nicht mehr vermeiden: Sie stießen zusammen, da sie zu dicht hintereinander gefahren waren. Zwei Kradfahrer konnten nach dem Aufprall unverletzt stehen bleiben.

Vater und Tochter krachen mit Wucht in Vordermann

Der letzte Kradfahrer mit seiner 13-jährigen Tochter als Sozia stieß so stark gegen das linksversetzt vorausfahrende Motorrad einer Bekannten, dass beide auf die Straße stürzten. Der Vater kam mit einer kleinen Hautabschürfung davon, aber die Tochter brach sich ein Sprunggelenk und musste mit ihrer schweren Verletzung vom BRK zur stationären Behandlung ins Klinikum Traunstein gebracht werden.

Die vorausfahrende Bekannte blieb trotz des Sturzes ebenfalls unverletzt. Da die Anzahl und der Grad der Verletzungen zuerst unklar waren, rückten neben einem Notarzt auch mehrere Rettungswägen und die Feuerwehren aus Grabenstätt und Übersee zur Unfallstelle aus. An allen Motorrädern entstand Sachschaden von rund 5000 Euro; sie waren noch fahrbereit.

Halbstündige Sperrung führt zu knapp 20 Kilometern Stau

Zur Unfallaufnahme und Fahrbahnreinigung sperrte die Autobahnmeisterei Siegsdorf die rechte Fahrspur für etwa eine halbe Stunde. Wegen des starken Reiseverkehrs kam es zu erheblichen Rückstauungen bis zur etwa 20 Kilometer entfernten Anschlussstelle Felden kurz vor Bernau.

Der Unfall wäre aus Sicht der Polizei vermeidbar gewesen, hätten die Motorradfahrer innerhalb der Gruppe den entsprechenden Abstand zum Vordermann und eine konsequent versetzte Fahrweise beachtet. Der Unfall wurde von Beamten der Autobahnpolizeistation Siegsdorf aufgenommen.

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