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20 Jahre Selbsthilfegruppe Multiple Sklerose

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Karin Brummer (rechts) von der DMSG-Beratungsstelle Rosenheim ehrte Elisabeth Egle und Paul Auer für ihren Einsatz in der Selbsthilfegruppe MS Traunstein/Trostberg. (Foto: Mix)

Trostberg – Im Oktober 1995 traf sich erstmals eine Handvoll Menschen, die von der Krankheit MS (Multiple Sklerose) betroffen war, im Pfaubräu in Trostberg zum Austausch. Aus diesem ersten Treffen entstand die Selbsthilfegruppe MS Traunstein/Trostberg, die nun ihr 20-jähriges Bestehen feierte. Im Rahmen der Feier wurden die langjährige Leiterin Elisabeth Egle und ihr Stellvertreter Paul Auer für ihren unermüdlichen Einsatz geehrt.


Damals vor 20 Jahren hatte Eva Tischler von der DMSG (Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft) das erste Zusammentreffen initiiert und die daraus entstandene Gruppe mit dem Namen »Jugendstammtisch« unterstützt. Im Laufe der Jahre entwuchsen die Teilnehmer dem Jugendstammtisch und wählten den neuen Namen »Selbsthilfegruppe MS«.

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Die Leitung übernahm bei der Gründung zunächst das Ehepaar Stangl, das jedoch schon bald die Gruppe verließ und die Führung abgab. Seit 1996 ist Elisabeth Egle Leiterin, zunächst mit der Unterstützung von Jens Neuber. Die Traunsteinerin engagiert sich seitdem mit großem Einsatz für die Gruppe. Als Stellvertreter steht ihr seit sieben Jahren Paul Auer zur Seite. Karin Brummer von der DMSG-Beratungsstelle Rosenheim überreichte den beiden anlässlich des 20-jährigen Bestehens der Gruppe kleine Geschenke und hatte für Paul Auer die silberne Ehrennadel des Landesverbandes Bayern der DMSG dabei. In ihrem Rückblick auf die vergangenen zwei Jahrzehnte meinte Karin Brummer: »Diese Gruppe ist eine bunte Mischung aus Fußgängern und Rollifahrern, aus Männern und Frauen, Betroffenen und Angehörigen. Und ich hab' immer den Eindruck, dass jeder gerne her kommt.« Bei den monatlichen Treffen könne man Erfahrungen austauschen, sich gegenseitig unterstützen. Dabei müsse nicht immer nur die Krankheit im Mittelpunkt stehen. Gesellige Unternehmungen und Ausflüge sorgten dafür, dass auch der Spaß nicht zu kurz kommt.

Für Karin Brummer ist eine Selbsthilfegruppe wie diese wichtig, damit Betroffene aus der durch ihre Krankheit bedingten Isolation herausfinden und sich austauschen können mit Menschen, die das gleiche erlebt und durchlitten haben. Die Teilnehmer erlebten hier immer wieder aufs Neue, dass sie mit ihren Sorgen und Zukunftsängsten nicht alleine sind.

Die Selbsthilfegruppe MS Traunstein/Trostberg trifft sich immer am letzten Mittwoch im Monat ab 20 Uhr im Gasthaus Michlwirt in Palling. Aus den Anfängen 1995 mit acht bis zehn Teilnehmern wuchs langsam aber sicher eine homogene Gruppe. Zu den Treffen kommen teilweise bis zu 20 Leute aus verschiedenen Orten im Landkreis Traunstein zusammen, darunter auch Partner oder Familienmitglieder der Erkrankten, die in der Gruppe ebenfalls herzlich willkommen sind. mix