weather-image
32°

20 Jahre »Obermooser Quintett«

0.0
0.0
Bildtext einblenden
Beim Jubiläumsfrühschoppen im Landgasthaus Alpenblick spielte das »Obermooser Quintett« zünftig auf. (Foto: Buthke)

Wonneberg. Mit einem zünftigen Frühschoppen im Landgasthaus Alpenblick in Weibhausen feierte das »Obermooser Quintett« sein 20. Jubiläum. Mit ihren mitreißenden Melodien im Oberkrainer-Sound unterhielten die Musikantin Caro Kern (Klarinette und Schlagzeug) sowie die Musikanten Hans Greisberger junior (Trompete, Keyboard und Gesang), Robert Kriegenhofer (Ziach und Tenorhorn), Gerhard Schwangler (Gitarre, E-Gitarre und Gesang) und Bernhard Kriegerhofer (Bariton, E-Bass und Gesang) das Publikum vortrefflich.


Für Heiterkeit sorgte Caro Kern zwischendurch mit einigen lustigen und gepfefferten Witzen, die sehr gut ankamen. Ein rund dreiviertelstündliches Geburtstagsständchen spielte die »Ruperti Blosn« aus dem Nachbarort Waging. Da Musikanten es »feucht« mögen, hatten die Waginger zudem ein Fassl Bier mitgebracht.

Anzeige

Der Hans gab einen kurzen Rückblick auf die Gründung der Musikgruppe 1994, als Rudi Fenninger und die Brüder Kriegenhofer die ersten Musikstücke erlernten und begannen, als »Obermooser Buam« bei Gartenfesten und Geburtstagsfeiern aufzutreten. Verstärkt wurde die Kapelle 2000 durch Hans Greisberger. Durch die zusätzlichen Instrumente waren »D’Obermooser«, wie sie sich jetzt nannten, in der Lage, im Stil der »4 Tiroler Buam« auch moderne Stücke zu spielen. Es folgten immer mehr Auftritte bei Hochzeiten und in Bierzelten. 2006 stieß die Caro zur Kapelle und es entstand die heutige Oberkrainer-Besetzung. Seit 2007 nennen sie die fünf Musikanten »Obermooser Quintett«. Der langjährige Gitarrist Rudi Fenninger hörte 2011 auf. Er wurde durch den Gerhard ersetzt. Heute sind mit den Greisberger-Brüdern noch zwei Gründungsmitglieder dabei. »Alles können wir eh nicht erzählen«, meinten die Obermooser. Lustig war aber die Anekdote aus Dresden, wo sie in einem Bierzelt auftraten. Die Zuhörer verlangten vehement den »Holzmichel«, aber der war seinerzeit in Bayern noch nicht bekannt, sodass sie das Lied nicht spielen konnten. Für die Dresdner war dies ungefähr so unverständlich, als wenn in Bayern eine volksmusikalische Formation den »Paul und sein Gaul« nicht kennt.

Zum Jubiläum gratulierten Bürgermeister Josef Mayr und sein Nachfolger Martin Fenninger, wobei Fenninger vorerst nur als »Weinheber«, will heißen, als Träger der Weinflaschen fungieren durfte, die der Bürgermeister den Obermoosern als Jubiläumsgeschenk mitgebracht hatte. »Ohne Musikanten wäre es ziemlich lau, weil sich nichts rühren täte«, sagte Mayr und sprach daher die Hoffnung aus, dass das »Obermooser Quintett« so weitermachen werde wie bisher. Wenn sie demnächst die Reise nach Japan unternehmen würden, sollten sie die Leute dort wissen lassen, wo St. Leonhard liegt. Fenninger erinnerte daran, dass die »Obermooser Buam« seinerzeit aus den Leonharder Goaßlschnalzern entstanden seien. »Ich bin stolz darauf, was aus der Musi entstanden ist und darauf, dass ich deren Entstehung mit angestoßen habe«, erklärte Fenninger. Auch die Goaßlschnalzer ließen sich nicht »schwoam« und stifteten den Musik-Jubilaren ein Fassl Bier. Bjr