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20 Jahre Naturkunde- und Mammutmuseum in Siegsdorf

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Mit bunten Tierbildern dekoriert ist die neue Fassade des Naturkunde- und Mammutmuseums Siegsdorf, das sein 20-jähriges Bestehen feiert. (Foto: Krammer)

Siegsdorf – Sein 20-jähriges Bestehen feiert das Naturkunde- und Mammutmuseum Siegsdorf in diesem Jahr. Zum Jubiläum bewiesen die Verantwortlichen des Fördervereins Mut zur Farbe mit ihrem Geburtstagsgeschenk: Sie ließen die bisher recht neutral gehaltene Westfassade des Gebäudes neu gestalten. Der Aschauer Maler Franz Feistl, der sich schon mehrmals im Museum mit Malereien hervorgetan hat, gestaltete die Außenwand zur Traun hin mit bunten Tiermotiven, die viele Besucher und Autofahrer zum Fotografieren anregen.


Seit der Eröffnung am 13. Mai 1995 haben bereits über 1 056 000 Gäste das Museum besucht. Waren die Erbauer noch vorsichtig und sind von jährlich nur etwa 5000 Besuchern ausgegangen, kamen bis heute tatsächlich nie weniger als 40 000 Gäste pro Jahr. An verregneten Ferientagen wurden schon bis zu 1200 Besucher gezählt und dennoch gibt es immer noch viele Siegsdorfer, denen nicht bewusst zu sein scheint, dass in ihrer »Mammutgarage« das größte und besterhaltenste Mammut Europas ausgestellt ist.

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Zudem erfüllt das Museum einen Bildungsauftrag. Von den 400 Führungen jährlich sind 60 Prozent Schulklassen, die mit ihrem Besuch den Lehrplan in Ur- und Frühgeschichte lebendig gestalten. Das Museum bietet dazu den Lehrkräften mit dem Steinzeit-Schnupperkurs ein speziell ausgearbeitetes Programm. Das Siegsdorfer Mammut und mehr noch der gut erhaltene Höhlenlöwe genießen hohen Rang bei den Wissenschaftlern in Deutschland und einige Abgüsse wurden bereits mehrmals an andere Museen ausgeliehen. Das Haus hat sich, nicht zuletzt dank der Unterstützung der Fördermitglieder, in diesen 20 Jahren ständig weiterentwickelt. Die Museumsinhalte werden vertieft, Bärenhöhle und Neandertalerhöhle kamen dazu und der Anbau des Steinzeitgartens hat den Erlebniswert weiter erhöht. Die jährlich wechselnden Sonderausstellungen waren stets Anziehungspunkte nicht nur für Experten. Derzeit sind in der Sonderausstellung »Schmetterlinge« im Vivarium bereits die ersten Exemplare der Wiener Nachtpfauenaugen geschlüpft und bereits wieder Eier für den Nachwuchs gelegt.

Mit dem angrenzenden Feilhaus wurde das Angebot zudem mit der sehenswerten Dombrowski-Ausstellung und dem »Christkindlmuseum« erweitert. Der Förderverein steckte viel Geld und Energie in die Gestaltung des Umfeldes mit der Kugelmühle, dem großen Dolomit aus Pfunders, der Bärin »Bärta« und dem Mammut »Rudi« am Eingang zum Kurpark. Derzeit ist das bei Ausstellungen so beliebte »Reisemammut Örwin« wieder die große Werbeattraktion bei der »Bayern-Radrundfahrt«.

Zum Jubiläum gilt die Aufmerksamkeit der »Museumsmacher« um Dr. Robert Darga neben der Neugestaltung der Fassade vorrangig den Gästen. Deshalb wird es statt einer Jubiläumsveranstaltung ein beständig hochwertiges Angebot für die Besucher jeden Alters geben. Ganz nach der Devise »Der Gast ist König« finden den ganzen Sommer über an mehr als 30 Tagen verschiedene Aktionen statt. Das Museum ist bis November täglich von 10 bis 17 Uhr geöffnet. FK