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199 Corona-Infektionen im Kreis Traunstein – erstes Covid-19-Testzentrum errichtet

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Coronavirus: fast 200 Infektionen im Landkreis – dritter Todesfall – Covid-19-Testzentrum errichtet
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Auch in der Gemeinde Nußdorf hat das Landratsamt Traunstein mittlerweile ein Covid-19-Testzentrum eingerichtet. (Foto: Symbolbild; Peter Kneffel/dpa)

Traunstein – Knapp 200 Coronavirus-Infizierte gibt es mittlerweile im Landkreis Traunstein. Seit Freitag sind damit binnen 24 Stunden 41 neue Fälle hinzugekommen – der höchste Anstieg der vergangenen Tage. Am Freitag war zudem der dritte Todesfall im Landkreis gemeldet worden. Ein Überblick über die aktuelle Lage:


Update, Samstag, 15.20 Uhr:

Die Zahl der Corona-Infektionen ist an einem Tag um 41 Fälle auf insgesamt 199 Infizierte gestiegen. Diese Zahlen wurden dem Staatlichen Gesundheitsamt Traunstein bis zum Samstagnachmittag (Stand: 15 Uhr) bestätigt.

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Damit kamen 17 Männer und 24 Frauen seit gestern hinzu. Sie wurden medizinisch versorgt. Derzeit werden die Kontaktpersonen aller Betroffenen ermittelt. Von den 199 Erkrankten sind mittlerweile elf Personen wieder genesen; eine mehr als am Vortag.

Nach wie vor befinden sich 19 Patienten im Landkreis in stationärer Behandlung, davon müssen fünf Personen intensivmedizinisch betreut werden. Im Berchtesgadener Land lagen bis Samstagmittag 68 bestätigte Corona-Fälle vor.

Ausbreitung im Landkreis im Überblick:

Datum Männlich Weiblich Gesamt
Sa, 28.03.2020: 108 91 199
Fr, 27.03.2020: 91 67 158
Do, 26.03.2020: 84 61 145
Mi, 25.03.2020: 72 48 120
Di, 24.03.2020: 52 34 86
Mo, 23.03.2020: 48 32 80
So, 22.03.2020: 38 25 63
Sa, 21.03.2020: 33 21 54

Warnung vor betrügerischen Hausbesuchen

In den Sozialen Netzwerken wird derzeit vor Personen gewarnt, die sich als Angehörige des Gesundheitsamtes ausgeben, um sich widerrechtlich Zutritt zu Wohnungen zu verschaffen. Bei der Polizei gibt es derzeit noch keine Hinweise auf solche Hausbesuche in der Region. Ein Abstrich für einen Test auf Corona muss unter hygienischen Bedingungen stattfinden, damit keine Ansteckungsgefahr herrscht und die Probe nicht verunreinigt wird. Ein entsprechenden Test wird daher nicht ohne vorherige Absprache von einem Arzt durchgeführt.

Grenzübertritt in Reit im Winkl morgens und abends möglich

Ab sofort wird der Grenzübergang in Reit im Winkl zu Berufsverkehrszeiten geöffnet: Zwischen 5 und 7 Uhr morgens sowie am Abend zwischen 18 und 20 Uhr wird die Bundespolizei Freilassing am Übergang entsprechende Kontrollen durchführen.Wer die Voraussetzungen zum Grenzübertritt erfüllt, darf die Grenze inerhalb der beiden Zeitfenster passieren. Außerhalb dieser bleibt der Grenzübergang ansonsten komplett gesperrt.

Voraussetzungen zum Grenzübertritt:

Covid-19-Testzentrum in Nußdorf

Ein erstes Covid-19-Testzentrum hat das Landratsamt zur Entlastung der lokalen Hausärzte im Kreisbauhof Litzlwalchen bei Nußdorf errichtet. Das geschah auf Anordnung von Landrat Siegfried Walch und in enger Abstimmung mit dem Ärztlichen Kreisverband Traunstein und der Kassenärztlichen Vereinigung.

In dem Testzentrum werden ausschließlich Personen getestet, die von ihrem Hausarzt und einer Terminbestätigung des Gesundheitsamtes dorthin verwiesen werden. Dr. Wolfgang Krämer, Leiter des Gesundheitsamtes, weist darauf hin, dass die Kapazitäten der Labore begrenzt sind.

Errichtet wurde das Testzentrum vom Technischen Hilfswerk und dem Bayerischen Roten Kreuz. Das Konzept für den Aufbau und die organisatorische Durchführung wurde unter Federführung des Örtlichen Einsatzleiters Christof Grundner, dem Gesundheitsamt und dem ärztlichen Kreisverband entwickelt und umgesetzt. Alle niedergelassenen Ärzte im Landkreis Traunstein wurden hierüber informiert. Landrat Siegfried Walch dankte allen, die das Testzentrum auf die Beine gestellt haben. »Halten wir zusammen, dann werden wir auch diese Krise bewältigen«, so Walch beim Ortstermin in Litzlwalchen.

Dr. Krämer erläutert das Vorgehen, das beim Aufsuchen des Zentrums zwingend zu beachten ist:

  1. Bei klinischen Symptomen einer möglichen Covid-19-Infektion nimmt der Patient telefonisch Kontakt zum Hausarzt auf und schildert seine Symptome.
  2. Der Hausarzt stellt mit seiner Diagnose fest, ob eine Testung des Patienten im Sinne eines begründeten Verdachts erfolgen soll.
  3. Falls ja, meldet der Arzt den Patienten beim Gesundheitsamt für die Testung mit einem eigens dafür entwickelten Anmeldeschein an.
  4. Das Gesundheitsamt sendet dem Hausarzt eine Anmeldebestätigung inklusive Termin und einer Codenummer.
  5. Der Hausarzt teilt dem Patienten dann den Termin und die Codenummer mit. Nur mit dieser Nummer erhält der Patient Zutritt zum Testzentrum. Andere Personen erhalten keinen Zutritt.
  6. Im Testzentrum wird ein Abstrich von einem Arzt entnommen und ins Labor geschickt.
  7. Das Gesundheitsamt informiert den Hausarzt und den Patienten über das Testergebnis.  Zwischen der Testung und der Ergebnismitteilung hat der Patient in häuslicher Quarantäne zu verbleiben. Das Ergebnis der Testung wird voraussichtlich nach 2 bis 4 Tagen vorliegen.

Es ist unbedingt zu beachten, dass ohne Rücksprache mit dem Hausarzt und ohne Ausstellung eines Anmeldescheins und der vorherigen Bestätigung durch das Gesundheitsamt kein Abstrich erfolgt. Die Bevölkerung wird gebeten, das Testzentrum nicht zu behindern und nur anzufahren, wenn dem Patienten eine entsprechende Codenummer vorliegt. Im Testzentrum erfolgt ausschließlich ein Abstrich, keine weitergehende ärztliche Untersuchung oder Versorgung.

Familienstützpunkte im Landkreis Traunstein

Die Familienstützpunkte im Landkreis Traunstein haben die Aufgabe, die große Vielfalt an Angeboten in der Familienbildung zu strukturieren und zu vernetzen. Dabei geht es unter anderem um Themenschwerpunkte wie Erziehungsstile, Kommunikation, Mediennutzung, gesunde Ernährung oder Freizeitgestaltung. Derzeit dürfen wegen der Ausgangsbeschränkung allerdings keine Veranstaltungen mit einem größeren Personenkreis stattfinden.

Auf der Internetseite der Familienstützpunkte www.familienstuetzpunkte-traunstein.com findet sich unter der Überschrift »Familienleben und Ausgangsbeschränkung« eine Linkliste mit Tipps für Familien. »Uns ist natürlich bewusst, dass die Lage in jeder Familie anders ist – etwa hinsichtlich des Wohnraums, der Kindergarten-, Schul- und Arbeitssituation, der Familienkonstellation oder auch der finanziellen und der gesundheitlichen Situation«, so Dr. Norbert Wolff, der Familienstützpunkt-Koordinator in Traunreut. »Aber wir möchten den Familien signalisieren, dass wir ihnen auch jetzt mit Rat und Tat zur Seite stehen.«

Die einzelnen Familienstützpunkte in Traunstein, Traunreut, Trostberg, Tittmoning, Ruhpolding und Übersee sind über die Internetseite zu finden. Außerdem ist die Koordinationsstelle von Montag bis Freitag unter der Nummer 0861/58-257 telefonisch oder unter der E-Mail familienstuetzpunkt(at)traunstein.bayern zu erreichen.

Meldungen vom Freitag:

Update, Freitag, 16.05 Uhr:

Einen dritten Todesfall infolge einer Covid-19-Infektion und weitere 13 Coronavirus-Infizierte bestätigte das Gesundheitsamt Traunstein am Freitagnachmittag. Nachdem bis zum Anfang der Woche noch vergleichsweise wenig Neuinfizierte bestätigt wurden, kamen allein seit Dienstag über 60 Corona-Fälle hinzu.

Wie das Landratsamt mitteilt, liegen damit im Zuständigkeitsbereich des Staatlichen Gesundheitsamtes insgesamt 158 bestätigte Corona-Fälle vor. Die Betroffenen werden medizinisch versorgt. Außerdem wurde für sie häusliche Isolation angeordnet.

Derzeit werden noch die direkten Kontaktpersonen der Neuinfizierten ermittelt, damit diese ebenfalls in Quarantäne geschickt werden können. Damit wurden seit Donnerstag 13 weitere Infektionen bestätigt. Von Mittwoch auf Donnerstag waren 25 Fälle hinzugekommen, tags zuvor waren sogar 34 Fälle bekannt geworden.

In den Standorten der Kliniken Südostbayern im Landkreis werden derzeit insgesamt 19 Corona-Patienten behandelt; davon werden fünf Personen intensivmedizinisch betreut.

Außerdem gibt es einen dritten Coronavirus-Todesfall im Landkreis zu beklagen. Ein infizierter 68-jähriger Mann verstarb aufgrund einer Infektion und verschiedenster Vorerkrankungen.

Die Zahl der mittlerweile wieder gesunden Infizierten hat sich bislang noch nicht erhöht; es bleibt bei den zehn am Donnerstag gemeldeten Personen. (Meldestand für alle Zahlen: Freitag, 15 Uhr)

Ausbreitung im Landkreis im Überblick:

Datum Männlich Weiblich Gesamt
Fr, 27.03.2020: 91 67 158
Do, 26.03.2020: 84 61 145
Mi, 25.03.2020: 72 48 120
Di, 24.03.2020: 52 34 86
Mo, 23.03.2020: 48 32 80
So, 22.03.2020: 38 25 63
Sa, 21.03.2020: 33 21 54

Kriterien zur Entlassung aus der häuslichen Isolierung

Die Maßstäbe, nach denen man von einer Heilung sprechen kann, wurden in Deutschland vom Robert-Koch-Institut in Abstimmung mit der Arbeitsgruppe Infektionsschutz der AOLG (Arbeitsgemeinschaft der Obersten Landesgesundheitsbehörden) festgelegt.

Als geheilt gelten demnach Personen in häuslicher Quarantäne, bei denen der Symptombeginn 14 Tage zurückliegt. Zudem müssen mindestens die letzten 48 Stunden symptomfrei (Fieber, Husten, etc.) sein. Dies wird in Absprache mit dem zuständigen Arzt abgeklärt. Der Covid-19-Krankheitsverlauf ist jedoch von Person zu Person stark verschieden und kann daher vor allem bei schweren Fällen auch länger als 14 Tage dauern.

Einstellung der Nachtexpresslinien

Aufgrund der aktuellen Situation ergeben sich nun auch Änderungen im Linienverkehr der Hövels GmbH & Co KG. Ab Freitag (27. März) werden die Nachtexpresslinien N1, N2, N3, N4 und N5 vorerst für die Zeit der Ausgangsbeschränkung eingestellt. Das Landratsamt wird eine Meldung herausgeben, sobald der Betrieb wieder aufgenommen wird.

Nachrichten vom Donnerstag:

Update, 16.10 Uhr:

Seit Mittwoch hat sich die Zahl der Infizierten im Landkreis Traunstein noch einmal um weitere 25 Fälle erhöht. Am Mittwoch hatte das Gesundheitsamt Traunstein 34 Neuinfektionen bestätigt, auch ein weiterer Todesfall einer 86-jährigen Frau wurde gemeldet.

Damit liegen im Landkreis nun mittlerweile insgesamt 145 bestätigte Corona-Fälle vor. Die Infizierten werden medizinisch versorgt. Auch die Kontaktpersonen der Betroffenen werden ermittelt und in Quarantäne geschickt.

Allerdings gibt es auch gute Nachrichten: Insgesamt zehn der 145 seit Ausbruch der Krankheit im Landkreis bestätigten Infektionsfälle sind vollständig geheilt und aus der Quarantäne entlassen worden. Das teilte das Landratsamt Traunstein am Donnerstagnachmittag mit. In dieser Zahl sind bereits die zwei Erwachsenen und zwei Kinder der Siegsdorfer Familie, die sich bereits im Januar mit dem Virus angesteckt haben, einberechnet (zum letzten Bericht).

Da sich die zweite Infektionswelle im Landkreis seit Mitte März ausbreitet und seither noch keine zwei Wochen – der Mindest-Zeitraum, den Infizierte in Quarantäne verbringen müssen – vergangen sind, ist die Zahl der Geheilten noch vergleichsweise gering. Auf Anfrage unserer Zeitung teilte eine Sprecherin des Landratsamtes mit, dass eine Entlassung aus der Isolation erst möglich ist, wenn der Symptombeginn mindestens 14 Tage zurückliegt und der oder die Infizierte anschließend mindestens 48 Stunden vollkommen syptomfrei ist.

21 Corona-Fälle in stationärer Behandlung

In den Standorten der Kliniken Südostbayern im Landkreis Traunstein werden derzeit insgesamt 21 Coronavirus-Patienten stationär behandelt, davon befinden sich vier Personen in intensivmedizinischer Betreuung.

RVO-Buslinienverkehr an Sonn- und Feiertagen

Aufgrund der aktuellen Situation ergeben sich Änderungen im Linienverkehr der Regionalverkehr Oberbayern GmbH. Auch die Busse der RVO im Landkreis Traunstein, die an Sonn- und Feiertagen verkehren, werden ab dem 29. März bis auf Weiteres eingestellt. Die Linien 9142 und 9242 sind von dieser Änderung ausgenommen. Die Fahrpläne und weitere Informationen rund um die RVO gibt es unter www.rvo-bus.de.

Briefwahl: Traunsteiner Rathaus am Samstag geöffnet 

Die Bürger der Stadt Traunstein wählen am Sonntag, 29. März, in einer Stichwahl ihren neuen Oberbürgermeister. Wer glaubhaft versichern kann, bisher keine Wahlunterlagen erhalten zu haben, kann am Samstag, 28. März, zwischen 10 und 12 Uhr persönlich das Rathaus aufsuchen, um die Unterlagen zu erhalten. 

Stadtratssitzung und damit Entscheidung über Millionenspende vertagt – Sonder-Leerung aller Briefkästen am Samstag

Update, 14.30 Uhr: 

Die Stadt Traunstein hat die für den heutigen Donnerstag angesetzte Stadtratssitzung abgesagt. Damit wird auch die anstehende Entscheidung über die Millionenspende vertagt.

Ein schwer kranker Bürger will der Stadt mehrere Millionen Euro schenken – doch der Stadtrat hat das Geld bislang nicht angenommen. Bekannt wurde dies nach einer nicht öffentlichen Sitzung des Gremiums Mitte Februar. Die Übergabe des Geldes ist an Bedingungen geknüpft, um deren Einhaltung sich die Stadt bemühen solle. So soll unter anderem in das Heimathaus und eine Tiefgarage am Karl-Theodor-Platz investiert werden.

Entschieden wird über die Annahme der Spende nun erst in der nächsten Sitzung, die für den 30. April geplant ist. Brisant wäre die Sitzung insbesondere hinsichtlich der bevorstehenden Stichwahl am Sonntag zwischen dem amtierenden Oberbürgermeister Christian Kegel und seinem Herausforderer Christian Hümmer geworden, da die bisherigen Diskussionen über die Spende bislang nur in nicht öffentlicher Sitzung geführt wurden.

Bisherige Berichterstattung:

Sonder-Leerung am Samstag wegen Briefwahlen in Bayern

Weil die Stichwahlen am Sonntag wegen der Corona-Pandemie nur als Briefwahlen durchgeführt werden, wird die Deutsche Post am Samstag eine Sonder-Leerung hauseigener Briefkästen vornehmen. Alle Briefwahlunterlagen, die bis 18 Uhr in den Briefkästen liegen, werden bis Sonntag an die Rathäuser zugestellt.

Die Regelung gilt bayernweit und wurde vom Bayerischen Innenministerium initiiert. Unabhängig davon können Wähler ihre Unterlagen auch noch bis Sonntag um 18 Uhr in den Verwaltungen abgeben.

Zur Briefwahl teilte die Stadt Traunstein mit: Wer wahlberechtigt ist, bisher aber keine Unterlagen erhalten hat, kann sich im Rathaus unter der Telefonnummer 0861/65-225 melden. Ein persönliches Informationsgespräch ist aufgrund der aktuellen Lage und der damit einhergehenden Schließung des Rathauses für den Parteiverkehr vorerst nicht möglich.

Überblick für die Wahl am Sonntag:

Nachrichten vom Mittwoch:

Update, 15.40 Uhr: Bereits 120 Corona-Infektionen im Landkreis – zweiter Todesfall

Einen großen Anstieg bei den Corona-Infizierten verzeichnete das Gesundheitsamt seit Dienstag im Landkreis Traunstein. Mittlerweile gibt es seit Ausbruch der Krankheit 120 bestätigte Infektionen – das ist ein Anstieg um 34 Fälle binnen der letzten 24 Stunden.

Zudem meldet das Landratsamt einen weiteren Todesfall. Eine 86-jährige Frau ist aufgrund der Infektion und mehrerer Vorerkrankungen verstorben. Die Frau war palliativ betreut worden. Damit liegen im Landkreis Traunstein nun insgesamt zwei Coronavirus-Todesfälle vor.

Von den rund 30 seit Dienstag Neuinfizierten ermittelt das Gesundheitsamt derzeit die Kontaktpersonen.

In den sechs Standorten der Kliniken Südostbayern werden aktuell insgesamt 15 Coronavirus-Patienten behandelt. Fünf von ihnen müssen intensivmedizinisch versorgt werden.

Im Landkreis Berchtesgadener Land gab es bis Mittwoch (Meldestand: 15 Uhr) insgesamt 48 bestätigte Coronafälle. Damit sind im Vergleich zum Vortag sieben neue Fälle hinzugekommen. Weitere 287 direkte Kontaktpersonen sind in häuslicher Quarantäne.

Auch im Zuständigkeitsbereich des Staatlichen Gesundheitsamtes Rosenheim ist die Anzahl der mit dem Coronavirus infizierten Personen deutlich angestiegen. Mit Stand Dienstag, 24. März, 24 Uhr, waren 437 Fälle bekannt. Das teilte das Landratsamt Rosenheim mit. Am Tag davor waren es noch 306. Damit kamen binnen eines Tages 131 Neu-Infizierte dazu, der höchste bisher beobachtete Anstieg.

Entwicklung der Infektionszahlen – Landkreis Traunstein:

Datum Männlich Weiblich Gesamt
Mi, 25.03.2020: 72 48 120
Di, 24.03.2020: 52 34 86
Mo, 23.03.2020: 48 32 80
So, 22.03.2020: 38 25 63
Sa, 21.03.2020: 33 21 54

Nachrichten-Überblick:

Meldungen der letzten Tage:

Nachrichten vom Dienstag:

Zum Artikel: Führungsgruppe Katastrophenschutz »faktisch 24 Stunden verfügbar« – Sechs weitere Infektionen im Landkreis

Update, Montag, 15.45 Uhr:

Die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Personen im Landkreis Traunstein steigt weiter an. In den vergangenen rund 24 Stunden kamen 17 bestätigte Infektionen hinzu. Das gab das Landratsamt Traunstein am Montagnachmittag bekannt.

Bei den Neuinfizierten hndelt es sich um sieben Frauen und zehn Männer. Damit gibt es im Landkreis nun insgesamt 80 Fälle. Die Zahl der derzeit Erkrankten ist jedoch geringer, da es sich dabei um die Gesamtzahl aller jemals Infizierten seit Ausbruch des Virus' handelt (Stand: Montag, 15 Uhr).

Datum Männlich Weiblich Gesamt
Mo, 23.03.2020 48 32 80
So, 22.03.2020 38 25 63
Sa, 21.03.2020 33 21 54

 

Update, Montagnachmittag:

Das Polizeipräsidium Oberbayern Süd bittet die Bevölkerung erneut darum, die Notrufnummer 110 ausschließlich in Notfällen anzurufen. Nach wie vor melden sich zahllose Bürger unter der »110« in der Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums und belegen in dieser Zeit die Leitungen für echte Notfälle.

Noch immer werden allgemeine Fragen zum Thema Coronavirus oder aber zur Auslegung der verfügten Ausgangsbeschränkung gestellt. Diese Fragen begründen keine Notfälle, um die 110 zu wählen!

Die Polizei bittet deshalb dringend, die Notrufnummer 110 für echte Notfälle freizuhalten, in denen ein schnelles Handeln der Polizei erforderlich ist.

Aber auch die Telefone der örtlichen Polizeiinspektionen im kompletten Bereich des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd stehen seit der Veröffentlichung der vorläufigen Ausgangsbeschränkung anlässlich der Corona-Pandemie nicht mehr still.

Die Polizei bittet, bei allgemeinen Fragen zum Thema Coronavirus die Hotline des Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit unter der Telefonnummer 09131/6808-5101 anzurufen.

Weitere Informationen zum Thema Corona-Virus finden Sie unter anderem auch auf den Social Media-Kanälen des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd:

Meldungen vom Sonntag

Update, 18.30 Uhr: Bayern setzt Ansammlungsverbot für mehr als zwei Personen nicht um

Bayern will das von Bund und Ländern zur Eindämmung der Corona-Krise vereinbarte Ansammlungsverbot für mehr als zwei Personen nicht übernehmen. Im Freistaat würden weiterhin die bereits am Freitag von der Staatsregierung beschlossenen Regelungen gelten. Mehr dazu lesen Sie hier.

Update, 16.00 Uhr: Drei weitere Fälle im Landkreis Traunstein

Auch im Zuständigkeitsbereich des Staatlichen Gesundheitsamtes Traunstein liegen zum heutigen Stand (22.03.2020, 15:00 Uhr) insgesamt 63 Fälle vor. 

Stand: 22.03.2020 15:00 Uhr
Datum Männlich Weiblich Gesamt
Sa, 21.03.2020 33 21 54
So, 22.03.2020 38 25 63

 

Das Gesundheitsamt Traunstein ermittelt derzeit die Kontaktpersonen aller betroffenen Patienten und leitet die notwendigen Maßnahmen ein. Alle Personen werden medizinisch versorgt.

Bitte beachten Sie hierzu:

Die Zahl gibt die Summe aller jemals gemeldeten Infektionen wieder. Dazu zählen auch Personen, die längst wieder gesund und virenfrei sind. Die Zahl kann also nur steigen, von ihr wird nichts mehr abgezogen.

Um die Verbreitung des Virus zu verlangsamen ist eine allgemeine Kontaktminimierung eines der effektivsten Mittel. Generell sollte besonders zu älteren oder vorerkrankten Menschen, die eine besondere Risikogruppe darstellen, jeder unnötige direkte Kontakt vermieden werden. Zudem empfehlen wir, dass die allgemeinen Hygieneregeln für richtiges Husten und Niesen sowie eine gute Händehygiene und der Verzicht auf Händeschütteln beachtet werden. Auf diese Weise kann jeder Einzelne seinen Beitrag zur Verlangsamung der Ausbreitung leisten - etwa indem er überlegt, ob und wann er wirklich nach draußen gehen muss.

Update, 14.00 Uhr: Drei neue Fälle im Berchtesgadener Land

Das Gesundheitsamt im Landratsamt Berchtesgadener Land hat am Sonntag darüber informiert, dass es mittlerweile insgesamt 31 bestätigte Coronafälle im Landkreis Berchtesgadener Land gibt (Meldestand: 22.03.2020, 12:00 Uhr).

Damit sind im Vergleich zum Vortag drei neue Fälle hinzugekommen. Alle infizierten Personen werden medizinisch behandelt und befinden sich in häuslicher Quarantäne. Für weitere 313 direkte Kontaktpersonen wurde ebenfalls häusliche Isolation angeordnet; alle Betroffenen stehen im täglichen Kontakt mit dem Gesundheitsamt.

Das Team der Intensivstation Bad Reichenhall möchte mit diesem Foto ein Zeichen der Hoffnung setzten.

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Landrat Siegfried Walch besichtigt gemeinsam mit dem Örtlichen Einsatzleiter Christof Grundner und Gesundheitsamtsleiter Dr. Wolfgang Krämer sowie dem Technischen Hilfswerk die neue Teststation am Kreisbauhof in Litzlwalchen. (Foto: Landratsamt Traunstein)

Meldungen vom Samstag

Zwischenfazit am ersten Tag nach Inkrafttreten der vorläufigen Ausgangsbeschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie

Joachim Herrmann zieht Zwischenfazit am ersten Tag: Allgemeinverfügung wird weitgehend problemlos befolgt - Polizei kontrolliert Einhaltung weiter konsequent

"Die meisten Menschen in Bayern verhalten sich kooperativ und befolgen die vorläufigen Ausgangsbeschränkungen, die in der gestern bekannt gemachten Allgemeinverfügung zur Eindämmung der Corona-Pandemie angeordnet wurden." Dieses Zwischenfazit für den ersten Tag hat Bayerns Innenminister Joachim Herrmann heute Nachmittag gezogen.

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Auch das Team der Intensivstation Bad Reichenhall wirbt mit der Botschaft "Wir bleiben für euch hier, bleibt ihr für uns zu Hause!" Foto: R. Stelzer

In einigen Fällen habe die Bayerische Polizei kleinere Personengruppen festgestellt. Zu besonderen Problemen sei es bislang nicht gekommen. Auch das aktuell nasskalte Wetter sei hilfreich gewesen. Herrmann: "Es geht jetzt darum, das öffentliche Leben so weit wie möglich zu beschränken. Die Einhaltung der Ausgangsbeschränkungen ist unerlässlich, um die Corona-Pandemie einzudämmen." Der Innenminister kündigte daher an, dass die Bayerische Polizei die Einhaltung der Allgemeinverfügung weiterhin konsequent und mit starken Kräften kontrollieren werde. "Dafür habe ich angeordnet, heute jedes Polizeipräsidium mit zwei Einsatzzügen der Bereitschaftspolizei zu verstärken. Das werden wir je nach Lage weiter fortsetzen", so Herrmann. 

Auch die in der Allgemeinverfügung ausgesprochene Untersagung von Gastronomiebetrieben jeder Art (ausgenommen Lieferdienste und Speisen 'to go') werde, so Herrmann, weitgehend problemlos befolgt. "Ich glaube, für jeden vernünftigen Menschen ist klar, dass wir in einer Situation, wie wir sie derzeit haben, keine vollen Biergärten oder Wirtsstuben akzeptieren können", machte Herrmann deutlich. Die Bayerische Polizei werde daher auch die Einhaltung des Gastronomieverbots weiterhin konsequent kontrollieren.

Update, 16.00 Uhr: Weitere bestätigte Fälle im Traunsteiner Landkreis

Insgesamt 16 weitere bestätigte Corona-Fälle gibt das Staatliche Gesundheitsamt Traunstein (Stand 21.03.2020, 15:00 Uhr) bekannt. Dabei handelt es sich um sechs erwachsene Frauen und zehn erwachsene Männer. Alle 16 Personen werden bereits medizinisch behandelt und sind klinisch stabil. Das Gesundheitsamt Traunstein ermittelt derzeit die Kontaktpersonen aller betroffenen Patienten und leitet die notwendigen Maßnahmen ein. 

Insgesamt liegen damit im Landkreis Traunstein aktuell 50 bestätigte Fälle vor.

Bitte beachten Sie hierzu: Die Zahl gibt die Summe aller jemals gemeldeten Infektionen wieder. Dazu zählen auch Personen, die längst wieder gesund und virenfrei sind. Die Zahl kann also nur steigen, von ihr wird nichts mehr abgezogen.

Um die Verbreitung des Virus zu verlangsamen ist eine allgemeine Kontaktminimierung eines der effektivsten Mittel. Generell sollte besonders zu älteren oder vorerkrankten Menschen, die eine besondere Risikogruppe darstellen, jeder unnötige direkte Kontakt vermieden werden. Zudem empfehlen wir, dass die allgemeinen Hygieneregeln für richtiges Husten und Niesen sowie eine gute Händehygiene und der Verzicht auf Händeschütteln beachtet werden. Auf diese Weise kann jeder Einzelne seinen Beitrag zur Verlangsamung der Ausbreitung leisten - etwa indem er überlegt, ob und wann er wirklich nach draußen gehen muss.

Auch im Landkreis Berchtesgadener Land wurden drei weitere Corona-Fälle gemeldet. Mehr dazu lesen Sie hier.

Update, 13.00 Uhr: Wertstoffhöfe im Landkreis Traunstein bis einschließlich 3. April 2020 geschlossen

Der Freistaat Bayern hat anlässlich der Corona-Pandemie bis Freitag, 3. April 2020, eine Ausgangsbeschränkung erlassen. Deshalb sind ab sofort auch alle Wertstoffhöfe im Landkreis Traunstein bis zum Ende der Ausgangsbeschränkungen geschlossen. Auch der heutige Samstag hat gezeigt, dass ungewöhnlich viele Menschen ungewöhnlich große Mengen Abfall entsorgen. Das hat auch heute zu einer übermäßigen Frequentierung der Wertstoffhöfe geführt. Die in den vergangenen Tagen veröffentlichten Hinweise und Appelle (Mindestabstand zu anderen Menschen einhalten, Entsorgungsmengen auf üblichen Bedarf beschränken, nicht in größeren Gruppen zum Wertstoff kommen, Entsorgung zügig erledigen etc.) wurden vielfach nicht beachtet. Deshalb ist die Schließung der Wertstoffhöfe unausweichlich, um die Gesundheit der Menschen in unserem Landkreis konsequent zu schützen und den Zielen der Ausgangsbeschränkungen gerecht zu werden.

Update, 12.30 Uhr: Kfz-Zulassungsbehörde bis 3. April 2020 geschlossen

Die Kfz-Zulassungsbehörde Traunstein ist aufgrund der aktuellen Situation ab sofort bis zum Ende der Ausgangsbeschränkungen geschlossen. Mehr dazu im Artikel "Kfz-Zulassungsbehörde Traunstein bis einschließlich 03.04.2020 geschlossen"

Update, 9.30 Uhr: Aktuelle Zahlen zum Coronavirus COVID-19

Derzeit dreht sich das Weltgeschen fast ausschließlich um das neuartige Coronavirus COVID-19. Wer den Überblick behalten möchte, wie viele Menschen erkrankt und welche Länder betroffen sind, für denjenigen werden derzeit von verschiedenen Anbietern sogenannte Corona-Karten im Netz zur Verfügung gestellt.

Für gesamt Deutschland bietet der Systemanbieter "Esri" mit Daten des Robert-Koch-Instituts (RKI) einen genaueren Überblick über die derzeitige Situation in allen deutschen Bundesländern. Per Klick auf die Karte lassen sich die verschiedenen Bundesländer auswählen und eine Anzeige erscheint, welche die aktuellen Erkrankungen und Todesfälle angibt. Auf www.experience.arcgis.com kann man diese Karte einsehen. 

Einen Überblick der Lage weltweit zeigt zum einen die Karte der Johns-Hopkins-Universität (www.gisanddata.maps.arcgis.com), welche angibt Daten verschiedener Institutionen, wie z.B. der Weltgesundheitsorganisation (WHO), der US-Zentren für Seuchenkontrolle und -prävention (CDC), deren EU-Pendant (ECDC), Chinas nationale Gesundheitskommission (NHC) sowie Medienberichte in den verschiedenen Ländern, für die Erstellung der Karte zu verwenden. Auch die Firma Microsoft bietet unter www.bing.com/covid einen sogenannten Covid-19-Tracker an. Dieser ist auch auf Mobilgeräten gut einzusehen. Hierbei können auch einzelne Länder in den Fokus gerückt werden.

Die Zahlen der einzelnen Karten können aufgrund der verschiedenen Quellen varieren.

Update, 6.30 Uhr: Zahl der Infizierten steigt

Die Zahl der Infizierten in den Landkreisen Traunstein und Berchtesgadener Land ist am Freitag weiter gestiegen. Laut der Gesundheitsämter sind es in Traunstein nun 34 bestätigte Fälle, wovon sich acht neu infiziert haben. Im Berchtesgadener Land sind es 25, tags zuvor waren es noch 19 bestätigte Fälle. Eine Frau aus dem Landkreis Traunstein ist an dem Coronavirus gestorben. Die 86-Jährige starb in Rosenheim im Krankenhaus. 

Planbare Operationen wurden abgesagt 

Wie es dem schwer erkrankten 60-jährigen Mann in der Kreisklinik Trostberg geht, dazu wollte Ralf Reuter, der Pressesprecher der Kliniken AG, nichts sagen. Bislang gab es nur dort eine Isolierstation. Die Kliniken AG hat sich nun aber auf deutlich mehr Coronapatienten vorbereitet. »An allen Standorten, vor allem den größeren, sind Pflegebereiche isoliert, ausgewiesen und eingerichtet«, sagte Ralf Reuter auf Nachfrage des Traunsteiner Tagblatts. »Kurzfristig stehen an allen Standorten rund 100 Betten für die Covid-Versorgung zur Verfügung, die ständig erweitert werden.« 

Außerdem hätten die Kliniken verschiebbare und planbare Operationen, sowie nicht akut notwendige konservative Behandlungen und Untersuchungen an allen Standorten eingestellt, »um personell freiwerdende Ressourcen für die Versorgung von Covid-Erkrankten zu sichern«, sagte Ralf Reuter. In den Krankenhäusern gelte ein Besuchsverbot, »das zum Schutz der Patienten, der Beschäftigten und zur Schonung der benötigten Ressourcen sinnvoll ist«, wie er betonte. 

Bei den Neuinfizierten im Landkreis Traunstein handelt es sich um sechs erwachsene Frauen und zwei erwachsene Männer, wie das Gesundheitsamt mitteilte. Drei Personen hätten sich im Familienkreis angesteckt, die anderen Personen unabhängig voneinander. Alle acht Infizierten würden medizinisch behandelt, seien aber klinisch stabil und befinden sich in häuslicher Isolation. Derzeit würde das Gesundheitsamt Traunstein die Kontaktpersonen der betroffenen Personen ermitteln. 

Das Gesundheitsamt aus dem Nachbarlandkreis Berchtesgadener Land meldete am Freitagnachmittag 25 bestätigte Coronafälle. »Die infizierten Personen sowie 223 direkte Kontaktpersonen befinden sich in häuslicher Quarantäne«, wie es in einer Pressemitteilung hieß. KR 

Klinikpersonal wirbt um Verständnis

In Kliniken und Seniorenheimen gilt ab sofort ein allgemeines Besuchsverbot – mit ganz wenigen Ausnahmen in besonderen Fällen. Das hat Ministerpräsident Markus Söder am Freitag bekanntgegeben. Das Personal am Klinikum Traunstein unterstützt diese Maßnahme moralisch mit dem Aufruf »Wir bleiben für Euch hier, bleibt Ihr bitte für uns zu Hause«. Grund für die Maßnahme: Man will verhindern, dass die kranken Menschen und die Belegschaft mit dem Coronavirus infiziert werden.

Joachim Herrmann
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Joachim Herrmann (CSU) spricht während einer Pressekonferen. Foto: Matthias Balk/dpa/Archivbild Foto: dpa

Meldungen vom Freitag:

Update, Freitag, 16.24 Uhr:

Im Zuständigkeitsbereich des Staatlichen Gesundheitsamtes Traunstein gibt es seit Donnerstag weitere acht bestätigte Coronavirus-Fälle. Das gab die Behörde am Nachmittag bekannt. 

Bei den Infizierten handelt es sich um sechs erwachsene Frauen und zwei erwachsene Männer. Neu ist diesmal, dass sich drei Personen im Familienkreis angesteckt haben. Die anderen Personen haben sich unabhängig voneinander infiziert.

Die acht Neuinfizierten – allesamt klinisch stabil – werden medizinisch behandelt und sind in häuslicher Isolation. 

Insgesamt liegen damit im Landkreis Traunstein bislang 34 bestätigte Fälle vor. Die Zahl gibt die Summe aller jemals gemeldeten Infektionen wieder. Dazu zählen auch Personen, die längst wieder gesund und virenfrei sind.

Auch das Gesundheitsamt des Berchtesgadener Landes meldete am Freitagnachmittag sechs weitere Coronafälle. Damit gibt es im Landkreis nun insgesamt 25 bestätigte Infektionen. Die Infizierten und weitere 223 direkte Kontaktpersonen befinden sich in häuslicher Quarantäne und stehen im täglichen Kontakt mit dem Gesundheitsamt.

Update, Freitag, 14.50 Uhr:

Zur Eindämmung des Coronavirus gelten in ganz Bayern ab Samstag weitreichende Ausgangsbeschränkungen. Das Verlassen der eigenen Wohnung ist dann nur noch bei Vorliegen triftiger Gründe erlaubt. Dazu zählen unter anderem der Weg zur Arbeit, notwendige Einkäufe, Arzt- und Apothekenbesuche, Hilfe für andere, Besuche von Lebenspartnern, aber auch Sport und Bewegung an der frischen Luft - dies aber nur alleine oder mit den Personen, mit denen man zusammenlebt. Das kündigte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Freitag in einer kurzfristig anberaumten Pressekonferenz in München an. Die Ausgangsbeschränkungen gelten zunächst bis zum 3. April.

«Wir sperren Bayern nicht zu, wir sperren Bayern nicht ein», sagte Söder. Aber man fahre das öffentliche Leben in Bayern nahezu vollständig herunter. Dies sei nach Meinung aller Experten die einzige Möglichkeit, um die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen.

Auch Restaurants und Biergärten müssen ab Samstag komplett schließen. Ausgenommen bleiben lediglich reine Mitnahmeangebote. In Bayern sind zudem ab Samstag auch Friseure, Bau- und Gartenmärkte dicht.

Zudem schränkt Bayern die Besuchsregeln für Krankenhäuser, Alten- und Pflegeheime weiter ein. Die Besuche würden nun weitgehend untersagt, sagte Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU). Es solle aber möglich bleiben, dass sich etwa die Familie von einem Sterbenden verabschiede oder dass ein Vater bei der Geburt seines Kindes dabei sein könne.

Für die Vernünftigen ändere sich nun gar nicht so viel, sagte Söder. Aber für die Unvernünftigen gebe es nun ein genaues Regelwerk. Der Regierungschef rief auch alle Arbeitgeber und Unternehmen auf, intern Mindestabstände einzuhalten und wo möglich Homeoffice zu erlauben.

Mit den weitreichenden Ausgangsbeschränkungen greift Bayern im Kampf gegen die Corona-Krise zum bisher einschneidendsten Mittel. Am Donnerstag hatte Söder bereits mit einer - noch weitergehenden - «Ausgangssperre» für den ganzen Freistaat gedroht, wenn sich die Menschen in Bayern nicht an bereits geltende Beschränkungen und Auflagen halten. Nun erläuterte er: «Eine totale Ausgangssperre würde bedeuten, dass man nicht mehr aus dem Haus darf.» Man wolle aber «nicht ein Land einsperren», und man wolle auch keinen «Lagerkoller».

Huml erläuterte: «Sie können weiter zur Arbeit gehen, Sie können weiter zum Einkaufen gehen, Sie können weiter zum Arzt gehen. (...) Aber alles, was nicht dringend nötig ist, wird eingeschränkt.» Bei Spaziergängen an der frischen Luft sollten Familien zusammenbleiben können, die eh zusammenleben. Aber Menschenansammlungen seien tabu.

Innenminister Joachim Herrmann (CSU) kündigte an, die Polizei werde kontrollieren, ob die Ausgangsbeschränkungen eingehalten werden. Jeder müsse glaubhaft machen, warum er draußen unterwegs sei. Einen Einsatz von Drohnen nannte der Innenminister aber nicht sinnvoll. Er kündigte aber den Einsatz auch von Bereitschaftspolizisten an.

Söder begründete die neuen Maßnahmen auch mit der schnell steigenden Zahl von Infizierten, seit Donnerstag um mehr als 35 Prozent oder 817 Fälle. Die Zahl der Toten sei um 50 Prozent von 10 auf 15 gestiegen. Die Infektionsketten seien praktisch nicht mehr nachvollziehbar.

Eine Ausgangssperre gilt seit Mittwoch schon für eine Gemeinde in der Oberpfalz und seit Donnerstag für zwei Gemeinden in Oberfranken, und zwar jeweils wegen schnell und stark steigender Corona-Zahlen.

Bayernweit waren seit Wochenbeginn täglich neue Auflagen und Beschränkungen des öffentlichen Lebens in Kraft getreten. Seit Montag haben alle Schulen, Kindergärten und Kitas zu. Am Dienstag mussten alle Freizeiteinrichtungen schließen, auch Sport- und Spielplätze wurden gesperrt. Und seit Mittwoch müssen Ladengeschäfte geschlossen bleiben. Ausgenommen sind der Lebensmittelhandel und eine Reihe weiterer Geschäfte, die für die Grundversorgung wichtig sind.

Seit Mittwoch dürfen zudem nur noch Speiselokale und Betriebskantinen öffnen, aber nur bis 15.00 Uhr und wenn Mindestabstände zwischen den Gästen gewahrt bleiben. Nun müssen diese also – von Mitnahmeangeboten abgesehen – komplett schließen.

Weitere Berichte:

Erster Coronavirus-Todesfall im Landkreis

Update, Donnerstag, 16.10 Uhr:

Sieben weitere bestätigte Corona-Fälle – darunter auch ein Todesfall – im Landkreis meldete das Gesundheitsamt Traunstein am Donnerstagnachmittag. Wie die Behörde mitteilt, ist eine 86-jährige Einheimische »an den Folgen einer respiratorischen Insuffizienz (Lungenschwäche)« verstorben.

Bei den weiteren sechs Infizierten handelt es sich um eine erwachsene Frau und fünf erwachsene Männer, die sich allesamt unabhängig voneinander infiziert haben. Sie werden medizinisch behandelt, sind klinisch stabil und befinden sich in häuslicher Isolation. Mögliche Kontaktpersonen werden derzeit ermittelt.

Damit erhöht sich die Zahl der Infizierten im Landkreis Traunstein auf 26 bestätigte Fälle. Diese Zahl gibt die Summe aller jemals gemeldeten Infektionen wieder. Dazu zählen auch Personen, die längst wieder gesund und virenfrei sind. Die Zahl kann also nur steigen, von ihr wird nichts mehr abgezogen.

Empfehlungen des Gesundheitsamtes

Um die Verbreitung des Virus' zu verlangsamen, ist eine allgemeine Kontaktminimierung eines der effektivsten Mittel. Generell sollte besonders zu älteren oder vorerkrankten Menschen, die eine besondere Risikogruppe darstellen, jeder unnötige direkte Kontakt vermieden werden. Außerdem werden die allgemeinen Hygieneregeln für richtiges Husten und Niesen sowie eine gute Händehygiene und der Verzicht auf Händeschütteln empfohlen. Auf diese Weise kann jeder Einzelne seinen Beitrag zur Verlangsamung der Ausbreitung leisten – etwa indem er überlegt, ob und wann er wirklich nach draußen gehen muss.

Weitere Berichte:

Update, 14.40 Uhr:

Nachdem das Gesundheitsamt bereits gestern Nachmittag vier weitere Infektionsfälle im Landkreis Traunstein bestätigt hatte, wurde heute der erste Coronavirus-Todesfall im Landkreis Traunstein bekannt.

Wie das Bayerische Gesundheitsministerium am Nachmittag mitteilte, ist eine 86-jährige Patientin aus dem Landkreis Traunstein an den Folgen ihrer Infektion verstorben.

Neben der Frau starben bis zum Donnerstag zuletzt fünf weitere Menschen in Bayern an dem neuartigen Covid-19-Virus. Damit steigt die Zahl der Todesfälle im Freistaat auf nunmehr 13. Die Verstorbenen waren zwischen 69 und 99 Jahren alt. In ganz Deutschland sind bislang mehr als 13.000 Menschen an Covid-19 erkrankt, 33 von ihnen sind gestorben.

Update, Donnerstag, 10.30 Uhr:

Weil sich viele Menschen nicht an die Beschränkungen der Regierung im Kampf gegen aus Ausbreitung des Coronavirus halten, droht Markus Söder nun mit einem drastischen Mittel: einer Ausgangssperre für den ganzen Freistaat.

«Wenn sich viele Menschen nicht freiwillig beschränken, dann bleibt am Ende nur die bayernweite Ausgangssperre als einziges Instrumentarium, um darauf zu reagieren. Das muss jedem klar sein», sagte Söder am Donnerstag in einer Regierungserklärung im Landtag in München. Man werde «nicht endlos zusehen».

Zum vollständigen Bericht.

Insgesamt gab sind in Bayern bis Donnerstagmorgen laut Söder bereits 2282 Menschen mit dem Coronavirus infiziert worden und in der Folge zehn Menschen daran gestorben.

Update, Mittwoch, 16.55 Uhr:

Vier weitere bestätigte Infektionsfälle im Landkreis meldete das Gesundheitsamt Traunstein am späten Mittwochnachmittag. Nach Mitteilung der Behörde handelt es sich bei den Neuinfizierten um zwei Männer und zwei Frauen. Alle vier sind bereits im Erwachsenenalter. Auch die vier neuen Fälle haben sich unabhängig voneinander infiziert – wie die in den Tagen zuvor.

Damit steigt die Fallzahl im Landkreis Traunstein nun auf insgesamt 19 mit dem Coronavirus infizierte Personen. Alle vier sind in medizinischer Behandlung. Nach Angaben des Landratsamtes sind sie »klinisch stabil und befinden sich in häuslicher Isolation«.

Betroffene Kontaktpersonen werden derzeit ermittelt und im Anschluss ebenfalls überprüft bzw. in Quarantäne geschickt.

Bericht vom Dienstag:

Erhebliche Einschränkungen im öffentlichen Leben müssen auch die Bürger in der Region hinnehmen. Grund dafür ist, dass Bayerns Ministerpräsident Markus Söder am Montag den Katastrophenfall im Freistaat ausgerufen hat. Auch im Landkreis Traunstein wurden am Montag drei neue Infektionsfälle bestätigt. Zudem wurden am Dienstag wieder zahlreiche Veranstaltungen abgesagt. Außerdem will die Stadtverwaltung in Traunstein soweit wie möglich auf digitale Kommunikation umsteigen.

Coronavirus: Ausgangssperre in ganz Bayern – Todesfall im Kreis Traunstein, weitere Infizierte
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Mit diesem eindrucksvollen Foto werben die Ärzte des Klinikums Traunstein fürs »Zuhause-Bleiben« in den Zeiten der Coronakrise. (Foto: Kliniken Südostbayern)

Katastrophenfall ausgerufen

Auch im Landkreis Traunstein ergeben sich durch den Katastrophenfall deutliche Einschränkungen im öffentlichen Leben. Wie all die anderen Kreisverwaltungsbehörden in Bayern habe auch das Landratsamt in Traunstein damit begonnen, »sich im Rahmen des Katastrophenfalls aufzustellen«, so Michael Reithmeier, Pressesprecher des Landratsamts.

Jürgen Pieperhoff, der Geschäftsleiter des Gewerbeverbands Traunstein und Umgebung, erläuterte, dass bis zum 19. April generell keine Veranstaltungen mehr erlaubt seien.

Geschlossen seien ab heute Freizeiteinrichtungen: Bäder, Kinos, Tagungsräumlichkeiten, Clubs, Bars, Spielcasinos, Theater, Museen, Sporthallen, Fitness-Studios, Wellness-Einrichtungen, Theater und Tanzschulen, ab morgen dann Gastronomiebetriebe, also etwa Cafés und Eisdielen. Ausgenommen seien Speiselokale und Kantinen, die von 6 bis 15 Uhr öffnen dürfen – mit maximal 30 Personen gleichzeitig und 1,5 Meter Tischabstand.

Traunsteins OB Kegel mit Video-Botschaft

Mit einem Video-Statement wendete sich auch der Traunsteiner Oberbürgermeister Christian Kegel an die Bürger und geht auf die aktuellen Maßnahmen der Stadtverwaltung im Kapf gegen die Ausbreitung des Virus ein. 

Zuerst dankt der OB den Bürgern für ihr Verständnis und ihre Solidarität, die den Behörden sehr bei ihrer Arbeit helfen. Es sei wichtig, dass die Menschen ihr Leben nach der besonderen Situation möglichst gut ausrichten.

Traunstein: Coronavirus und seine Folgen: Die aktuelle Lage im Landkreis
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Deutsche Polizisten kontrollieren am deutsch-österreichischen Grenzübergang Freilassing zu Österreich. (Foto: Barbara Gindl/APA/dpa)

Ab Mittwoch werde dann auch der Einzelhandel eingeschränkt – Geschäfte schließen. Die Ausnahme bildet laut Pieperhoff die alltägliche Versorgung: Offen bleiben Lebensmittel- und Getränkemärkte, Apotheken, Banken, Drogerien, Sanitätshäuser, Optiker, Hörgeräteakustiker, Post- und Tankstellen sowie Baumärkte.

Ferienfahrplan im Busverkehr

Ab Montag, den 23. März, gilt für den Busverkehr im Landkreis Traunstein der Ferienfahrplan. Die Anpassung des Fahrplans ist Teil der Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus. Mit Hilfe der kostenlosen App „Wohin-Du-Willst“ kann man sich Auskünfte über die ÖPNV-Verbindungen im Landkreis anzeigen lassen.

Um die weitere Verbreitung des Virus einzudämmen, ist in den Bussen bis auf Weiteres an der Vordertür kein Ein- oder Ausstieg mehr möglich. Die Sitzreihen direkt hinter dem Fahrersitz bleiben zum Schutz der Mitarbeiter frei und werden abgesperrt. Zudem werden in den Bussen keine Fahrscheine mehr verkauft.

Pressekonferenz der Regierung am Dienstag zum Coronavirus

Anzeige von Straftaten soll online erfolgen

Um Infektionsrisiken in Bezug auf das Coronavirus zu vermindern, fordert das Polizeipräsidium Oberbayern mit Sitz in Rosenheim die Bürger auf, eine Reihe von Hinweisen zu beachten. Wer zum Beispiel den Polizeinotruf »110« oder den Notruf der Integrierten Leitstellen für Rettungsdienst und Feuerwehr »112« wählt und selbst durch das Coronavirus erkrankt ist oder Kontakt zu einem bestätigten Infektionsfall hatte, solle diese wichtige Information gleich beim Anruf mitteilen. Und weiter: Wer eine Straftat melden will, solle die Möglichkeit der Online-Anzeigenerstattung nutzen.

Zugangskontrolle in den Kliniken

Vor dem Hintergrund der erhöhten Gefahr einer Weiterverbreitung des Coronavirus' durch nicht vertretbaren Publikumsverkehr, fordert die Kliniken Südostbayern AG die Bürger auf, Besuche in den Krankenhäuser der AG auf ein Minimum zu reduzieren oder ganz davon abzusehen. Die Zugänge für sämtliche Patienten und Besucher hat die Kliniken Südostbayern AG an allen Häusern gebündelt. Sie sind nur noch über die ausgeschilderte Zugangskontrolle erreichbar.

Stichwahlen am 29. März nur per Brief

Bei den Stichwahlen der Kommunalwahlen in knapp zwei Wochen wird keine Wahllokale geben. Es kann nur per Briefwahl abgestimmt werden.

Fast alle Veranstaltungen abgesagt

Nachdem bereits der Traunsteiner Georgiritt mit Schwerttanz abgesagt wurde, fällt jetzt in Traunstein auch der für den 19. April geplante Lindlsonntag mit Ostermarkt aus. Die Wochenmärkte am Mittwoch, Freitag und Samstag auf dem Traunsteiner Stadtplatz werden jedoch weiterhin stattfinden. Die von 20. bis 29. April angekündigten Bürgerversammlungen der Stadt Traunstein werden ebenfalls auf einen späteren Zeitpunkt verschoben.

Die Corona-Krise wirkt sich auch auf den Betrieb des Kulturforums Klosterkirche aus: Die aktuelle Ausstellung „Peter Riek: territory“ ist nur noch durch die Glastür am Kirchenportal einsehbar. Die für den 18. April vorgesehene „Wirtshausroas“ mit der Woiggabruch Musi wird auf den Herbst verschoben. Dies gilt auch für das für 23. April angekündigte Konzert von Quadro Nuevo, das auf 30. Juli verlegt wird. Auch für die Tanzveranstaltung der Red Button Big Band gemeinsam mit dem Tanzclub Elephant Swing, ursprünglich für 26. April geplant, wird es vermutlich im September einen Ersatztermin geben. Alle bereits gekauften Eintrittskarten für das Kulturforum Klosterkirche behalten vorerst ihre Gültigkeit.

Weiterhin entfallen die Sprechstunde des Seniorenbeirats am 1. April um 14 Uhr im Rathaus sowie der offene Seniorentreff am 2. April im Café Bistro InTreff.

Die für Samstag, 28. März, von 20.30 bis 21.30 Uhr geplante Earth Hour mit Verdunklung des Stadtplatzes findet statt – allerdings ohne Rahmenprogramm oder Aktionen.

Parteiverkehr im Traunsteiner Rathaus aufs Nötigste beschränkt

Als weitere Maßnahme wird der Parteiverkehr im Rathaus auf das Nötigste beschränkt. Die Stadtverwaltung schließt die Tourist-Information im Rathaus vorübergehend. Auch in den übrigen Bereichen der Verwaltung kann es künftig zu Einschränkungen und Verzögerungen kommen.

Die Bürger werden zudem gebeten, alle nicht zwingend notwendigen Behördengänge zu verschieben. In Ausnahmefällen stehen die Mitarbeiter im Rathaus weiterhin für persönliche Gespräche zur Verfügung, jedoch nur nach telefonischer Anmeldung. Das gilt insbesondere für das Standesamt, das Melde- und Passamt sowie das Bauamt.

Telefonisch und per E-Mail stehen alle Mitarbeiter der Stadtverwaltung selbstverständlich wie bisher gerne für Auskünfte und Erläuterungen bereit. Auslegungspflichtige Unterlagen können zudem ohne vorherige Anmeldung zu den gewohnten Öffnungszeiten im Rathaus, Zimmer 212, eingesehen werden.

Folgende Kommunikationswege können die Bürger für Terminvereinbarungen im Rathaus nutzen:

Die Stadt Traunstein hat unter der Rufnummer 0861/65-700 zudem ein Bürgertelefon eingerichtet.

red/pü

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