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198 Einsätze im Jahr 2014 für die Feuerwehr Traunreut

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Die beiden Vorsitzenden Hermann Künzner (links) und Manfred Deisberg (rechts) ehrten Peter Litza (Zweiter von links) für 50 Jahre und Helmut Kuhn für 40 Jahre Mitgliedschaft in der Freiwilligen Feuerwehr Traunreut. ( Foto: Mix)

Traunreut – Die Feuerwehr Traunreut hat im vergangenen Jahr 198 Einsätze absolviert und dabei 3424 Stunden zum Schutz der Allgemeinheit geleistet. In der Jahreshauptversammlung waren bemerkenswerte Berichte zu hören über die Arbeit der Aktiven und der Jugend, die mit 18 Jung-Feuerwehrlern gut aufgestellt ist. Im Rahmen der Versammlung wurden auch Mitglieder für langjährigen Dienst und Mitgliedschaft im Verein geehrt. Zudem wurde der langjährige Kommandant Ingo Klepke nach 18 Jahren in diesem Amt verabschiedet (eigener Bericht folgt).


Über 13 000 ehrenamtliche Stunden geleistet

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Der neue Kommandant Karl-Heinz Erhard berichtete, die 198 Einsätze der Traunreuter Feuerwehr im Vorjahr setzen sich zusammen aus 58 Bränden – darunter waren drei Großbrände – 96 technischen Hilfeleistungen und 44 sonstigen Einsätzen. Bei den Brandeinsätzen kamen 1128 Stunden zusammen, bei den technischen Hilfeleistungen waren es 1530 und bei sonstigen 766 Stunden. Daneben wurden 438 Übungen, Lehrgänge und Leistungsabzeichen abgelegt, wobei weitere 6899 Stunden gezählt wurden. Zusammen mit der Jugendgruppe (2527 Stunden) und dem Verein (3184 Stunden) erbrachten die Mitglieder 13 525 ehrenamtliche Stunden. Die Mannschaft hat derzeit 66 Aktive, darunter sieben Frauen. Die Jugend besteht aus 15 Buben und drei Mädchen.

Ziele seien die weitere Modernisierung und der Erhalt der Personalstärke. Um weiterhin auf neuestem Stand zu sein, müssten laut Erhard zwei Fahrzeuge ersetzt werden, das TLF 16/15 und das LF 16 TS seien beide Baujahr 1988 und damit 27 Jahre alt. Für ein neues Löschfahrzeug will die Feuerwehr einen Antrag auf Einstellung der Mittel im Haushalt 2016 stellen. Das alte Fahrzeug werde bis zur Auslieferung des neuen 30 Jahre alt sein. Auch über einen Ersatz des Katastrophenschutzfahrzeugs müsse man nachdenken, denn »einen Ausfall können wir uns hier nicht erlauben«, so der Kommandant.

Um die Personalstärke zu erhalten, wurden bereits Fachgruppen für die Ausbildung eingerichtet. Auch die Mitgliederwerbung soll weiter forciert werden. Vorsitzender Hermann Künzner berichtete von 183 Mitgliedern, darunter neben der aktiven Mannschaft und der Jugend 31 Passive und 68 Förderer. Laut Kassenbericht von Herbert Kellner schloss die Vereinskasse 2014 mit einem Plus von 790 Euro.

Junge Mitglieder werden ab zwölf Jahren aufgenommen

Nachdem Jugendwart Konrad Unterstein jetzt zweiter Kommandant ist, sind Jugendwarte nun Verena Planitscher und Philipp Schenk. Unterstützt werden sie von Regina Traspel, Christian Springer und Carola Springer. Philipp Schenk berichtete, dass seit vergangenem Jahr junge Mitglieder ab zwölf Jahren aufgenommen und in der Gruppe U14 spielerisch an die Aufgaben der Feuerwehr herangeführt werden. Bei 103 Veranstaltungen der Jugend kamen 2527 Stunden zusammen. Fachkreisbrandmeister Jugend Stephan Hellmuth überraschte Konrad Unterstein mit der Ehrennadel der Jugendfeuerwehr in Silber für seinen Einsatz.

Unterstein war ab Mai 2001 stellvertretender Jugendwart in Traunreut, ab Juni 2006 erster Jugendwart und ist zudem seit März 2013 Fachberater Jugendarbeit in der Kreisbrandinspektion Traunstein. Er führte einen runden Tisch ein zur Mitgliedergewinnung mit Schulleitern, Bürgermeister, Kommandanten und Jugendwarten in Traunreut, war bei der Einführung und Organisation des Berufsfeuerwehrtages mit allen Stadtfeuerwehren maßgeblich beteiligt und erstellte das Konzept zur Einführung der Jugendfeuerwehr ab 12 in Traunreut vergangenes Jahr. 55 heute aktive Feuerwehrler wurden unter ihm als Jugendwart ausgebildet.

Kreisbrandmeister Josef Walter überbrachte die Grüße der Kreisbrandinspektion und lobte die hervorragende Arbeit und den guten Ausbildungsstand der Traunreuter Feuerwehr. Er verwies auf die Rauchmelderpflicht für alle Haushalte bis Ende 2017 und erinnerte daran, dass der Probebetrieb für den Digitalfunk im Herbst starten wird. Im Namen der Polizei Traunreut dankte Johann Bohnert für die stets gute Zusammenarbeit. Er hoffe auch auf Unterstützung der Feuerwehrler bei Einsätzen während des G7-Gipfels, wenn ein Drittel der Beamten jeder Dienststelle abgezogen wird. Bürgermeister Klaus Ritter war beeindruckt und lobte die »gigantische Leistung, die gar nicht hoch genug zu schätzen ist«.

Hermann Künzner gab noch Termine für 2015 bekannt: das Spritzenhausfest ist am 20. Juni. Am 150. Jubiläum der Feuerwehr der Stadt Salzburg beteiligen sich die Traunreuter am 13. September und eine Infofahrt nach Nürnberg ist am 10./11. Oktober geplant.

Das Dienstaltersabzeichen für 20 Jahre Feuerwehrdienst erhielten Florian Jurisch und Michael Seidl, für 30 Jahre Thomas Danzer, Gerhard Deutsch, Karl-Heinz Erhard und Robert Walter. Zur Feuerwehrfrau ernannt wurde Mirjam Scheler, zu Oberfeuerwehrmann und -frau Mathias Hoffmann, Stephan Kail, Andreas Malyssek und Verena Planitscher, Hauptfeuerwehrmänner sind ab sofort Maximilian Kroll, Christopher Lang, Christian Lexmaul und Bernhard Süß, Löschmeister und Gruppenführer wurden Josef Blank und Pedro Sengstock, Brandmeister ist Konrad Unterstein.

Anerkennung für langjährigen Feuerwehrdienst und ehrenamtliches Engagement gab es auch für Thomas Deutsch, Fritz Habenicht, Franz Hruschka, Franz Schicker, Rainer Wieden, Thomas Danzer und Ingo Klepke. Auch langjährige Mitglieder wurden geehrt: 30 Jahre dabei sind Thomas Koch und Wolfgang Dzial, 40 Jahre Helmut Kuhn und für 50 Jahre Mitgliedschaft geehrt wurde Peter Litza. Seit zehn Jahren ist Markus Schicker förderndes Mitglied, seit 20 Jahren Dr. Günther Seßlen und Rosa Pertl und seit 50 Jahren Luzie Laufke und Johann Hilger. mix