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19 junge Gesellen verstärken das Metzgerhandwerk

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Ehrung der Prüfungsbesten: Als beste haben Metzger Merlin Mayer (2. von links) und Fachverkäuferin Stefanie Hamann (Mitte) abgeschlossen. Sie machten ihre Ausbildung bei Katrin Rührgartner in Traunstein. Zu den guten Ergebnissen gratulierten auch Kreishandwerksmeister Peter Eicher (links) und Innungsobermeister Rudolf Riedler (rechts). (Foto: Wittenzellner)

Traunstein. Für elf junge Metzger und acht Fachverkäuferinnen im Lebensmittelhandwerk Metzgerei war es ein besonderer Tag: Im Rahmen der Freisprechungsfeier der Metzgerinnung Traunstein-Berchtesgadener Land wurden die jungen Handwerker gemäß der Jahrhunderte alten Tradition durch Kreishandwerksmeister Peter Eicher freigesprochen. Die ehemaligen Lehrlinge wurden damit in den Gesellenstand erhoben, die Lehrzeit damit offiziell beendet.


Prüfungsvorsitzender Peter Eicher jun. ging in seinen Ausführungen auf die Prüfungsinhalte und -ergebnisse ein. Bei den Metzgern waren elf Teilnehmer angetreten, der Notendurchschnitt aus Theorie und Praxis lag hier bei 3,1. Bei den Fachverkäuferinnen im Lebensmittelhandwerk Metzgerei waren es neun Prüflinge, von denen acht die Gesellenprüfung erfolgreich abschlossen. Der Notendurchschnitt lag hier bei 2,9.

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Prüfungsbester bei den Metzgern war Merlin Mayer vom Ausbildungsbetrieb Metzgerei Katrin Rührgartner e.K. in Traunstein mit einem Gesamtdurchschnitt von 1,9. Bei den Fachverkäuferinnen war dies vom gleichen Ausbildungsbetrieb Stefanie Hamann mit einem Notendurchschnitt aus Theorie und Praxis von 2,3.

Innungsobermeister Rudolf Riedler stellte zuvor in seiner Begrüßungsrede nochmals die Bedeutung der Freisprechung heraus: »Das ist der Höhepunkt ihrer Ausbildungszeit«, rief er den jungen »Noch-Auszubildenden«, Metzgern und Fachverkäuferinnen, zu. »Gerade in einer Zeit, in der die Sensibilität und das Bewusstsein für gesunde und nachhaltige Ernährung aus der Region wieder steigen, ist der Beruf mit Tradition auch ein Beruf mit Zukunft«, war sich der Innungsobermeister sicher.

Studiendirektor Anton Reichthalhammer von der privaten Berufsschule Traunreut betonte, dass die Junggesellen nun zu den qualifizierten und umworbenen Fachkräften gehören würden. Dem schloss sich Oberstudienrat Friedrich Adler von der Staatlichen Berufsschule I Traunstein an, der in Vertretung von Schulleiter Willi Barke zu der Freisprechung gekommen war.

Adler lobte zudem die gute Zusammenarbeit mit der Innung, die sich zuletzt auch ganz praktisch in einem Firmenkonkurs gezeigt habe. Man habe die Auszubildenden kurzfristig in anderen Ausbildungsbetrieben untergebracht. Adler betonte, dass der dramatische Rückgang der Lehrlingszahlen im Metzgerhandwerk mittlerweile »existenzgefährdende Züge« angenommen habe. »Macht Werbung für euren Beruf!«, ermutigte er die Junggesellen.

Zum Schluss gab´s die Gesellenbriefe

Höhepunkt der Feier war die Freisprechung durch Kreishandwerksmeister Peter Eicher. Guten Ratschlägen folgte die kurze, aber feierliche Freisprechung der jungen Gesellen, die von den Anwesenden mit einem lang anhaltenden Applaus quittiert wurden.

Im Nachgang bekamen die Jugendlichen noch ihre Gesellenbriefe überreicht. Die musikalische Gestaltung der würdigen Freisprechungsfeier übernahm die Gruppe »De Glätzenköpf«. awi