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19 Gruppen zogen durch Reit im Winkl

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Foto: Hanns Ostermaier
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Foto: Hanns Ostermaier

Reit im Winkl. Ein verlässlicher Garant für höchste Resonanz beim Publikum und für allerbeste Stimmung ist in jedem Jahr der traditionsreiche Faschingsumzug im Ortszentrum von Reit im Winkl, so auch am Faschingsdienstag: Weit über 1000 Gäste, Einheimische und viele Besucher von Nachbarorten drängten sich schon am frühen Nachmittag in den Straßen und Gassen, um zu feiern, um sich aber auch einen günstigen Standort zu sichern, wenn im Schritttempo endlich der Faschingszug, also die fantasievoll geschmückten Fußgruppen und Wagen vorbeiziehen.


Heuer war die Anzahl mit insgesamt 19 Gruppen – neun Wagen und zehn Fußgruppen – ungewöhnlich hoch. Unter ihnen waren Gruppen aus Nachbarorten (Theatergruppe Übersee als »Chiemseepiraten« oder Grassauer Boschei als »Der Schuh des Manitu«), aber auch Abordnungen aus dem Norden, die Faschingsweiber von Niederahr als ein chinesischer Drachen beispielsweise oder schwarz-rote Husaren, die vom Rheinland angereist waren.

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Die Beteiligung am Faschingszug obliegt in jedem Jahr aber insbesondere verschiedenen Gruppen oder Vereinen am Ort, die nur allzu gerne kommunale oder überregionale Themen aufgreifen: Heuer zum Beispiel »de wuidn Berggoaßn« (Frauengruppe), die »Araberscheichs von Reit im Winkl«, die aus dem Ortsteil Blindau kamen, oder die Gymnastik-Girls (die Fußballerinnen des örtlichen FC), die mit ihrem Auftritt wiederum die örtlichen Gymnastikdamen karikierten. Diese Gymnastikdamen beschäftigten sich ihrerseits mit dem »Verschwender Tebartz van Elst«, während der Trachtenverein sich mit dunklen Machenschaften befasste: der NSA-Abhör-Affäre.

Den Stimmungshöhepunkt erreichte der Zug vor dem Rathaus, nicht nur, weil hier die Menschenansammlung am größten war, sondern auch, weil der Faschingsbeauftragte der Gemeinde, Walter Petersen, das Treiben humorvoll zu moderieren verstand.

Der zweite, nicht minder beliebte Teil der Reit im Winkler Faschingsgaudi, das Skispringen, musste heuer aufgrund von Schneemangel entfallen, was aber nicht bedeutete, dass das fröhliche, ausgelassene Treiben dieses Mal früher ein Ende gefunden hätte: Am Rathausplatz fand die Party an verschiedenen Ständen mit Stargästen wie »Elvis« und »Tina Turner« und DJ-Musik bis in die Nacht ihre Fortsetzung. ost