weather-image
21°

1,7 Millionen Euro Gewerbesteuereinnahmen

0.0
0.0

Seeon-Seebruck – Kämmerer Albert Lahner informierte in der Jahresabschlusssitzung des Gemeinderats über die Haushaltslage 2014 in Seeon-Seebruck. Wie Lahner mitteilte, musste aufgrund von veränderten Haushaltsansätzen, bedingt durch den Kauf der »Gruber Alm« in Roitham sowie einem Grunderwerb in Truchtlaching, ein Nachtragshaushalt erlassen werden. Damit verbunden war auch eine Neufestsetzung von Verpflichtungsermächtigungen im Vermögenshaushalt. Der Nachtragshaushalt wurde vom Gremium bereits Anfang Dezember abgesegnet. Das Gesamthaushaltsvolumen wird sich bei 13 Millionen Euro bewegen.


»Gruber Alm« erworben

Anzeige

Wie berichtet, hat die Gemeinde heuer die »Gruber Alm« erworben und im Gegenzug das Anwesen Scheitzenberg in Seeon veräußert. Über die Kauf- und Verkaufspreise wurden in der Sitzung keine Aussagen getroffen. Der Kaufvertrag mit dem neuen »Scheitzenberg«-Besitzer sei unterschrieben, das Geld werde noch Ende des Jahres erwartet, hieß es. Die erste von zwei Raten für die »Gruber Alm« sei bereits überwiesen worden, die zweite Rate müsse im nächsten Jahr bezahlt werden.

In die ehemalige Gastwirtschaft in Roitham soll aller Voraussicht nach während des Rathausneubaus in Seebruck die Verwaltung ausgelagert werden. Unterm Strich kann das Jahr 2014 mit einem positiven Ergebnis abgeschlossen werden. Das Ziel, mit einem ausgeglichenen Haushalt abzuschließen und dabei ein großes Investitionsvolumen zu bewältigen, sei laut Angaben des Kämmerers erreicht worden.

Erfreulich sei das im Vergleich zum Haushaltsansatz bessere Ergebnis der Gewerbesteuer- und der Einkommensteuereinnahmen. Bei der Gewerbesteuer hätte man zu Beginn des Haushaltsjahres ein solch hohes Ergebnis nicht für möglich gehalten, betonte Lahner. Die Gemeinde erwartet rund 600 000 Euro mehr – und insgesamt rund 1,7 Millionen Euro Gewerbesteuereinnahmen. Diese Mehreinnahmen verursachen aber wiederum eine höhere Gewerbesteuerumlage. Die Einkommensteuerbeteiligung wird sich um 75 000 Euro auf 2,1 Millionen Euro erhöhen. Bei der Zweitwohnungssteuer konnte der Ansatz mit 120 000 Euro bereits vollständig erreicht werden, die Schlüsselzuweisungen werden sich bei 888 000 Euro bewegen und die Grunderwerbsteuer bei 90 000 Euro. Rückläufig sind die Einnahmen der Parkgebühren. Die Kämmerei führt dies auf die unbeständigen Wetterverhältnisse zurück. Mit 42 000 Euro sei dies seit 2010 das geringste Ergebnis, obwohl ab 2014 eine geringe Erhöhung der Gebührensätze vorgenommen worden sei.

Bei den Verwarnungsgeldern der Parküberwachung konnte das Vorjahresergebnis (5700 Euro) nicht erreicht werden. Die Verwarnungsgelder liegen unter 4000 Euro. Positiv entwickelt hat sich der gewerbliche Fremdenverkehrsbeitrag mit rund 110 000 Euro, während der Kurbeitrag mit 74 000 Euro rückläufig ist. Die Ansätze bei den Personalausgaben konnten ebenso eingehalten werden wie die Kosten des Verwaltungs- und Betriebsaufwands. Nach der vorliegenden Hochrechnung gilt der Ausgleich des Verwaltungshaushalts als sicher. Die Zuführung an den Vermögenshaushalt wird voraussichtlich höher ausfallen als geplant. Angesetzt wurden knapp 796 000 Euro. Aus den Rücklagen wurden heuer 100 000 Euro für den Kauf eines Feuerwehrfahrzeugs für die Freiwillige Feuerwehr Seeon entnommen.

Rücklage für den Rathausneubau

Die Rücklage für den Rathausneubau mit einer Million Euro bleibt weiterhin bestehen. Zum Schuldenstand teilte der Kämmerer mit, dass die planmäßigen Tilgungen laufend erfolgen. Weitere Kredite seien bisher nicht beansprucht worden. Einer der beiden noch vorhandenen Darlehensverträge soll noch zum Jahresende vollständig getilgt werden. Bei dem noch verbleibenden Darlehen (64 600 Euro) handelt es sich um ein Förderverfahren, das nicht vorzeitig zurückbezahlt werden kann. Unter der Berücksichtigung der gebildeten Rücklagen ist die Gemeinde rechnerisch schuldenfrei. ga