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17 Bauparzellen für Einheimische

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Im hinteren Bereich dieser Wiese an der Erlstätter Straße in Grabenstätt könnten in absehbarer Zeit 17 Baugrundstücke für Einheimische ausgewiesen werden. (Foto: Müller)

Grabenstätt. Da in der Gemeinde für den Einheimischenbedarf nicht mehr allzu viele Baugrundstücke zur Verfügung stehen, stellt man seit geraumer Zeit Überlegungen zu einer nördlichen Erweiterung des Wohngebiets »Traunsteiner Siedlung« an der Erlstätter Straße in Grabenstätt und des gleichnamigen Bebauungsplans an. »Immer wieder kommen Anfragen aus der Gemeinde und den Nachbargemeinden, wann es denn endlich Bauland für Einheimische gebe«, betonte Bürgermeister Georg Schützinger im Gemeinderat und appellierte an das Gremium: »Wir müssen das nun zum Laufen bringen und den nächsten Verfahrensschritt hinbekommen«.


Der Aufstellungsbeschluss zur Einleitung des Bebauungsplanverfahrens war bereits in der Sitzung vom 24. Februar gefasst worden. Auf dem Planungsgebiet wird die Ausweisung von 17 Bauparzellen angestrebt. Als Gemeinde wolle man aber selbst keine Häuser bauen und dann Wohnungen verkaufen oder vermieten, schloss Schützinger die Gemeinde als Bauträger aus. Anita Kohlbeck (SPD) hatte zuvor angemahnt, dass man auch Wohnungen für Leute brauche, »die sich kein Haus und keine teure Wohnung leisten können«. Die Zuständigkeit für den sozialen Wohnungsbau liege in erster Linie beim Landkreis, so der Rathauschef.

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Da sich noch nicht alle Gemeinderäte darüber im Klaren waren, ob man neben Einzel- und Doppelhäusern vielleicht auch die baurechtlichen Grundlagen für Dreispänner schaffen sollte, warnte Maximilian Wimmer (CSU) davor, sich »mit dem heutigen Beschluss vielleicht Optionen zu verbauen«. Diese Gefahr bestehe nicht, da es sich um offene Baugrenzen handle, so der gemeindliche Bauamtsleiter Walter Geutner. Hans Pertl (CSU) mahnte an, »nachzufragen, was die Bürger wirklich wollen«. Einig war man sich, dass man auch in Zukunft jungen Familien die Möglichkeit geben müsse, in Grabenstätt zu leben. Dies sei nicht zuletzt auch für die Auslastung der Kindergärten, der Kinderkrippen und der Grundschule und für das Vereinsleben von großer Bedeutung.

Schließlich beschlossen die Räte einstimmig, den Planentwurf des Planungsbüros Zeller und Romstätter vom 23. Juli anzuerkennen. In diesem Plan sind ausdrücklich nur die wesentlichen Sachverhalte enthalten, die für den weiteren Verfahrensschritt der frühzeitigen Öffentlichkeitsbeteiligungen benötigt werden. Im Rahmen der frühzeitigen Beteiligung der Träger öffentlicher Belange müssten dann noch weitere Punkte mit einbezogen werden, die dann in die fortzuschreibende Planung einfließen würden, hieß es.

Bekannt gegeben wurde auch, dass Landschaftsplaner Dieter Löschner mit der Erstellung des notwendigen Umweltberichts mit entsprechenden Grünordnungsmaßnahmen beauftragt worden ist. mmü