weather-image
22°

17 000 Mitglieder und Mitarbeiter engagieren sich für das BRK

0.0
0.0
Bildtext einblenden
Schwer zugängliche Einsatzorte erreichen die BRK-Mitarbeiter und -Helfer mit dem Rettungshubschrauber.
Bildtext einblenden
Im Notfall sind die Helfer des BRK schnell zur Stelle und leisten am Unfallort qualifizierte Hilfe.
Bildtext einblenden

Als »Menschen, die helfen« verstehen sich die Mitglieder und Mitarbeiter des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) im Kreisverband Traunstein. Mitbürgern in Not wollen sie schnell und wirksam Hilfe zukommen lassen. Dieser Dienst am Nächsten wird von den überwiegend ehrenamtlichen BRK-Mitarbeitern im Landkreis Traunstein auf vielfältige Art und Weise geleistet.


Die historischen Wurzeln des Kreisverbandes reichen bis in die 1880er Jahre zurück. Ein von Rotkreuz-Gründer Henri Dunant inspirierter, wohltätiger Frauenzweigverein bildete damals den Vorläufer für die 1906 gegründete »Freiwillige Sanitätskolonne Traunstein«, die stetig wuchs, sich aber während der NS-Zeit auflösen musste.

Anzeige

1949 erfolgte die Wiedererrichtung als Kreisverband des Bayerischen Roten Kreuzes, der fortan prosperierte und heute rund 17 000 Mitglieder und Mitarbeiter zählt. Im Jahr 2007 bezog der BRK-Kreisverband die neu erbaute Geschäftsstelle im Traunsteiner Gewerbepark Kaserne.

Der aktuelle Schwerpunkt des BRK ist der Rettungsdienst. Im Landkreisgebiet betreibt das Rote Kreuz sieben Rettungswachen, an denen 85 hauptamtliche und über 100 ehrenamtliche Mitarbeiter im Einsatz sind. Zehn Rettungswagen, sieben Krankenwagen und sechs Notarzteinsatzfahrzeuge stehen den BRK-Helfern zur Verfügung. Dadurch kann gewährleistet werden, dass im Notfall landkreisweit in der Regel spätestens nach zwölf Minuten Fahrzeit ein Rettungsfahrzeug vor Ort ist. In etwas entlegenen Bereichen versucht der BRK-Kreisverband den Zeitraum mit Hilfe von Helfern vor Ort (»First Responder«), teilweise in Zusammenarbeit mit der örtlichen Feuerwehr, zu überbrücken.

Pro Jahr absolvieren die Mitarbeiter des Rettungsdienstes über 25 000 Einsätze und legen dabei eine Gesamtfahrtstrecke von rund 955 000 Kilometer zurück. Ist der Notfallort für Rettungsfahrzeuge schwer oder gar nicht zu erreichen, steht »Christoph 14« bereit. Der Rettungshubschrauber ist am Kreiskrankenhaus Traunstein stationiert und wird personell vom BRK-Kreisverband Traunstein mitbesetzt. Mehr als 130 Mal pro Monat hebt Christoph 14 derzeit zu Einsätzen ab.

Ein Anliegen von Rettungsdienstleiter Hermann Schramm ist es, dass im Ernstfall sofort Erste Hilfe geleistet wird. »Für den Rettungsdienst ist es wichtig, dass der Ersthelfer was tut. Jede Minute zählt«, verdeutlicht Schramm. Eine ehrenamtliche Kriseninterventionsdienstgruppe steht zur Betreuung jener Menschen bereit, die nach einem traumatischen Ereignis unter starken seelischen Belastungen leiden oder unter akutem psychischen Schock stehen.

Auch für den Katastrophenfall ist der BRK-Kreisverband Traunstein gerüstet. An zehn verschiedenen Standorten im Landkreis sind alarmierbare Schnelleinsatzgruppen (SEG) in Bereitschaft. Diese Einsatzkräfte sind so ausgebildet und ausgerüstet, dass sie bei einem Großschadensfall oder außergewöhnlichen Ereignissen wie Überschwemmungen oder Großbränden eine große Anzahl an Verletzten und Erkrankten versorgen und transportieren können.

Großes Engagement zeigen zudem die 15 BRK-Bereitschaften, 19 Wasserwachten und 29 Jugendrotkreuzgruppen im Landkreis Traunstein. Mehr als 1800 Mitglieder betätigen sich in diesen Gruppen ehrenamtlich, um Mitbürgern im Schadensfall qualifiziert helfen und der Gesellschaft wichtige Dienste leisten zu können. Das Tätigkeitsspektrum der Bereitschaften reicht vom Sanitätsdienst bei Veranstaltungen über die Unterstützung von Feuerwehren und Rettungsdiensten bei Unfällen oder Katastrophen bis zur Organisation des Blutspendendienstes und dem Auffinden von vermissten Personen. Bei Letzterem kommt auch die Rettungshundestaffel des Kreisverbands immer wieder zum Einsatz.

Im Bereich »Soziale Arbeit« bietet der BRK-Kreisverband Traunstein vor allem älteren Menschen und Behinderten Unterstützung an. Angebote wie Essen auf Rädern, »Betreutes Wohnen zu Hause«, der Hausnotruf oder der kürzlich gestartete »Service Häusliche Unterstützung« entlasten Senioren im Alltag und helfen ihnen dabei, so lange wie möglich in den eigenen vier Wänden bleiben zu können.

»Wir sind sehr stolz auf unsere vielen haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter, die seit Jahren mit großem Engagement hervorragende Dienste für die Gesellschaft leisten«, betont Kurt Stemmer. Über 80 000 Einsatzstunden im Jahr 2013 der ehrenamtlichen BRK-Gemeinschaften im Landkreisgebiet unterstreichen die Worte des Kreisgeschäftsführers.

Im Rahmen des Blaulicht-Tags präsentieren sich die verschiedenen Rettungs- und Hilfsdienste im Landkreis am Samstag, 19. Juli, auf dem Traunreuter Festplatz. Wir stellen die Organisationen im Vorfeld in einer Serie vor. Im nächsten Teil: die Polizei.