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16-Millionen-Euro-Haushalt einhellig verabschiedet

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Die Wohnung im ersten Stock des alten Schulhauses in Tettenhausen wird der Mutter-Kind-Gruppe, dem Ski-Club, der KSK und dem Frauenbund zur Verfügung gestellt. (Foto: H. Eder)

Waging am See – Einstimmig hat der Waginger Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung den Haushalt 2017 abgesegnet, der im Verwaltungshaushalt 11,5 Millionen Euro aufweist, im Vermögenshaushalt etwas über fünf Millionen Euro. In diesem Haushalt enthalten ist auch ein Betrag für das Projekt E-Bürgerauto, dessen Betrieb vom Gemeinderat um ein Jahr verlängert wurde.


Das alte Schulhaus in Tettenhausen, in dem bis vor kurzem Asylbewerber untergebracht waren, wird den dortigen Vereinen zur Nutzung überlassen. Für Otting wird die Aufnahme in das Bayerische Dorfentwicklungsprogramm beantragt: Dazu soll vorab eine Versammlung der Bürger stattfinden; eine weitere solche Versammlung soll in Otting wegen eines möglichen Mobilfunkturms abgehalten werden, wie ebenfalls festgelegt wurde. Und schließlich wurden noch aktualisierte Fassungen der Entwässerungssatzung sowie der Beitrags- und Gebührensatzung zur Entwässerungs- und zur Fäkalschlammsatzung vorgelegt und abgesegnet.

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Die drei Haushalts- beziehungsweise Wirtschaftspläne der Marktgemeinde Waging – Gemeinde, Gemeindewerke und Seniorenheim – haben einen Gesamtumfang von über 31 Millionen Euro. Diskutiert wurde in der Sitzung aber die meiste Zeit über einen beantragten 8000-Euro-Zuschuss für eine Bodenmatte für die Turnabteilung des TSV Waging. Letztlich wurde festgelegt, dass der Gemeinderat in seiner nächsten Sitzung darüber entscheiden soll.

Das E-Bürgerauto kostet die Gemeinde im Jahr unter dem Strich rund 4500 Euro. 102 Dienstfahrten von Gemeindemitarbeitern und 95 Fahrten von Bürgern wurden vergangenes Jahr registriert. »Keine überragende Ausleihe«, meinte Bürgermeister Herbert Häusl, empfahl aber dennoch die Weiterführung. Nach einiger Diskussion stimmte die Gemeinderatsmehrheit dann – gegen die Stimmen der CSU-Fraktion – auch dem Betrieb des Elektroautos für ein weiteres Jahr zu.

Auch zur Wohnung im ersten Stock des alten Schulhauses in Tettenhausen gab es eine längere Diskussion. Raumbedarf hatten die Mutter-Kind-Gruppe, der Ski-Club, die KSK und der Frauenbund angemeldet. Letztlich sprach sich der Gemeinderat bei zwei Gegenstimmen dafür aus, das Gebäude den Vereinen zur Verfügung zu stellen und nicht mehr zu vermieten.

Eine klare Sache war die Aufnahme von Otting in das Bayerische Dorfentwicklungsprogramm, wie von den Freien Wählern beantragt. Dieser Beschluss bringt zunächst noch keinerlei Kosten mit sich, wie betont wurde. In einer Anliegerversammlung sollen die Ottinger in nächster Zeit dann einmal Wünsche und Vorstellungen äußern können. Erst dann soll gegebenenfalls ein Konzept entwickelt werden, hieß es. he