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160 Jahre Kolpingfamilie Traunstein

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Das neue Leitungsteam der Kolpingfamilie Traunstein: Wast Eisenreich (links), Christa Sammer, Isidor Rosenegger mit dem Generalsekretär des Internationalen Kolpingwerks, Markus Demele (2. von links).

Traunstein. Die Kolpingfamilie Traunstein feierte ihr 160-jähriges Bestehen. Eingeleitet wurde die Feier mit einem Gottesdienst in der Pfarrkirche St. Oswald, an dem auch Delegationen der Kolpingfamilien Inzell, Traunreut und Rosenheim teilnahmen.


Im Anschluss fand der gemütliche Teil in der Kolpingstube im Pfarrheim St. Oswald statt. Die Sprecherin des neuen Leitungsteams der Kolpingfamilie, Christa Sammer, freute sich, dass unter den etwa 50 Gästen auch der Generalsekretär des Internationalen Kolpingwerkes, Markus Demele war. Frau Sammer erinnerte an die Gründung der Kolpingfamilie in Traunstein im Jahr 1853. Derzeit hat der Verein 135 Mitglieder. Wie lebendig er ist, zeigt sich in einigen Beispielen aus dem abgelaufenen Jahr: zwei Straßensammlungen von Altkleidern und Papier, eine Bergmesse und die Auftritte der Schäfflertanzgruppe im Fasching. Jetzt steht wieder das Binden von Adventskränzen an, die beim Adventsbasar der Pfarrei St. Oswald verkauft werden. Die Einnahmen der genannten Aktionen werden für soziale und karitative Zwecke gespendet.

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Markus Demele hielt einen Vortrag über das Thema »200 Jahre Adolph Kolping – wo stehen wir heute international?«. Er berichtete, dass Kolping derzeit in mehr als 60 Ländern weltweit, in 7300 Kolpingfamilien rund 400 000 Mitglieder in 45 Nationalverbänden vereint. Der Schwerpunkt international liegt darin, vor allem wirtschaftlich schwache Länder zu unterstützen. Dies geschieht nicht rein durch finanzielle Hilfen, sondern durch Hilfe zur Selbsthilfe, um nachhaltig eine Verbesserung der Lebenssituation der Betroffenen zu erreichen.

Für den Kolpingverband steht dabei eine dreifache Zielsetzung im Vordergrund, in der soziale, ökonomische und politische Gesichtspunkte beachtet werden. International wolle man sich auch weiter für die Armen und Ausgestoßenen einsetzen, aktiv sein, sich wieder auf die Fortführung der katholischen Sozialtradition »Arbeit vor Kapital« besinnen und auch den Wandel in der Kirche leben.

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