weather-image

16 Urnen-Stelen für Truchtlachinger Friedhof

1.0
1.0
Bildtext einblenden
Insgesamt 16 Urnen-Stelen aus Holz – so wie dieser Prototyp – sollen im Juni auf dem Gemeindefriedhof in Truchtlaching aufgestellt werden. (Foto: Rasch)

Seeon-Seebruck – Die von Schreinerhand angefertigten Urnen-Stelen sollen im Juni im Truchtlachinger Gemeindefriedhof aufgestellt werden.


Insgesamt 16 Holzstelen, die auf Betonsockeln befestigt werden, werden entlang der freien Fläche im Anschluss an die bestehende Urnenwand mit Blick auf die Alz positioniert. Die späteren Grabbesitzer können dann zwischen einem Familiengrab und einer Einzelbestattung wählen.

Anzeige

In der Gemeinderatssitzung wurden jetzt die Gebühren festgelegt. Demnach kostet eine Grabnutzung für eine Familiengrabstätte bei einer Laufzeit von 15 Jahren 2493 Euro und eine Einzelgrabstätte 688 Euro. Nach Angaben der Verwaltung habe die Gemeinde den Bayerischen Kommunalen Prüfungsverband mit der Kalkulation der Grabnutzungsgebühren für die Holz-Urnenstelen beauftragt. Grundlage für die Ermittlung der Bemessungseinheiten seien die Anschaffungskosten der Stelen in Höhe von rund 50 000 Euro gewesen. Nach- dem die übrigen Gebühren für die gemeindliche Bestattungseinrichtung im März vergangenen Jahres kostendeckend erhöht worden sind, sollen nun auch die Holz-Urnenstelen per einstimmigem Beschluss entsprechend kostendeckend in die Friedhofsgebührensatzung aufgenommen werden.

Die Schreinerei Daxenberger aus Seeon wurde mit der Erstellung der Holz-Stelen beauftragt (wir berichteten). Ein Prototyp ist seit geraumer Zeit auf dem Friedhof aufgestellt. Die aus einem Stamm ausgehöhlte Stele ist 1,40 Meter hoch und knapp 50 Zentimeter breit und hat einen Innendurchmesser von rund 27 Zentimetern. Bis zu vier Urnen sollen in den Stelen Platz finden, die von oben zu öffnen ist. Auf der Öffnung können dann auch die Namen und Daten der Verstorbenen eingraviert werden.

Nachdem die Kapazitäten in der seit 2005 bestehenden Urnenwand an der Aussegnungshalle erschöpft sind, wurde ein Konzept für weitere Urnengräber erstellt. Zunächst waren Naturstein-Stelen angedacht. Der Gemeinderat einigte sich jedoch auf Holz-Stelen. ga