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1505 Erstklässler werden im September eingeschult

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Traunstein. Mit den Schülerzahlen an Schulen in Trägerschaft des Landkreises beschäftigte sich der Kreisausschuss in seiner gestrigen Sitzung. Die Schulen sind derzeit eher übervoll, war der Tenor, dennoch verfügen sie aber über die erforderlichen Räume.


Ein wichtiger Trend: Die Schülerzahlen an Gymnasien stagnieren oder sind mit einer Ausnahme leicht rückläufig. Die Schülerzahlen an den Realschulen hingegen sind mehr oder weniger steigend. Kreiskämmerer Karlheinz Thiel legte die Detailzahlen vor. Für die Gymnasien haben sich demnach für die fünfte Klasse 371 Kinder angemeldet, das sind drei mehr als im Vorjahr. Daraus werden 98 Klassen, eine weniger als bisher, gebildet. Die Gesamtzahl der Gymnasiasten reduziert sich um 25 Kinder auf 3246 Schüler. Einen leichten Rückgang erwartet der Landkreis am Hertzhaimer-Gymnasium Trostberg und am Chiemgau-Gymnasium Traunstein. Am Johannes-Heidenhain-Gymnasium Traunreut bleibt die Schülerzahl konstant. Leicht nach oben geht sie hingegen am Annette-Kolb-Gymnasium Traunstein. »Die Situation an den Gymnasien bleibt weiter angespannt«, folgerte Landrat Hermann Steinmaßl aus den Zahlen.

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445 Kinder wollen auf Realschule wechseln

In die fünften Klassen an den Realschulen wollen 445 Kinder wechseln, 30 weniger als 2012/2013. Realschulen besuchen im kommenden Schuljahr 2940 junge Menschen, 58 weniger als im laufenden Jahr. Der leichte Rückgang bei den Gesamtzahlen verteilt sich auf die Realschulen in Trostberg und Marquartstein. Konstant blieben sie in Traunreut und Traunstein. Im Vergleich mit dem Schulbedarfsplan aus dem Jahr 2010 bewegen sich alle Realschulen im Bereich der obersten Prognose beziehungsweise haben sie bereits überschritten.

Im September werden 1505 Erstklässler eingeschult, rund 170 mehr als im Vorjahr. Das Staatliche Schulamt rechnet jedoch mit einem leichten, aber kontinuierlichen Rückgang bei der Zahl an Schulanfängern. »In drei Jahren wird die Zahl bei unter 1400 Kindern liegen«, sagte Steinmaßl. Die Übertrittsquote nach der 4. Klasse an Realschulen und Gymnasien hat sich mittlerweile auf circa 60 Prozent stabilisiert. Für die Berufsschulen, FOS und BOS sowie das Förderzentrum Traunstein lagen noch keine Werte vor. Sie werden im Oktober nachgereicht.

Karl Kaditzky (CSU) bezeichnete die Schulplanung des Landkreises als »sehr weitsichtig«. Die Entwicklung bei den Gymnasien und den Realschulen zeuge davon, dass Eltern und Schüler das mehrgliedrige Schulsystem nutzen, »um einen sicheren Abschluss zu haben«. Insbesondere die Planung der Schulbauten sei »weit, weit vorausschauend« gewesen, lobte er. »Da können wir uns auf die Brust klopfen.«

Ganztagsklassen: »Wir sind an der Oberkante«

Eine längere Aussprache löste eine Frage von Waltraud Wiesholer-Niederlöhner (SPD) aus zur Situation, »falls Ganztagsklassen kommen«. Die Lage fasste Landrat Hermann Steinmaßl zusammen: »Wir hätten keine Puffer, wir sind an der Oberkante.«

Der Kreisausschuss befasste sich auch mit einem neuen Feuerwehrfahrzeug der Stadt Trostberg. Die Stadt hat seit März ein neues, 385 000 Euro teures Tanklöschfahrzeug TLF 4000 mit einem Löschwassertank für mehr als 5000 Liter Wasser als Nachfolger für das fast 30 Jahre alte TLF 24/50. Wegen der überörtlichen Bedeutung fördert der Landkreis auch die Ersatzbeschaffung. Der staatliche Zuschuss beträgt 97 000 Euro. Der Kreisausschuss gab nun einstimmig grünes Licht für einen Kreiszuschuss von 48 500 Euro. Somit schießt der Landkreis die Hälfte der staatlichen Kostenpauschale zu.

Das TLF 4000 verfügt außerdem über 750 Liter verschiedene Schaummittel für alle Art von Bränden, eine Pulverlöschanlage und ausreichende Mengen an CO2-Löschmittel. Das Fahrzeug kommt bei Großbränden zum Einsatz und ist für den Brandschutz bei Gefahrguteinsätzen in Betrieben und auf der Straße speziell ausgerüstet. Im Vorfeld hatte Kreisbrandrat Hans Gnadl den Kauf befürwortet – auch wenn »in den letzten Jahren Gott sei Dank wenig Einsätze zu verzeichnen waren«. kd

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