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150 Schüler bekamen in Traunstein ihre Abschlusszeugnisse

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Schüler der Staatlichen Berufsschule III in Traunstein, die einen Notendurchschnitt von unter 1,5 erreicht haben, wurden bei der Abschlussfeier mit einem Staatspreis ausgezeichnet. Unser Foto zeigt vordere Reihe von links: Helmut Götzinger (ständiger Vertreter des Schulleiters), Sara Kronbichler (Traunstein), Veronika Amann (Halfing), Monika Hartl (Seeon), Franziska Kurz (Berchtesgaden), Angela Fellner (Ruhpolding), Anna Bichler (Inzell) und MdL Klaus Steiner; hintere Reihe von links Georg Maier (Truchtlaching), Robert Söll (Schnaitsee), Rebecca Wolf (Piding), Janine Neuhauser (Traunstein), Marie Hunklinger (Inzell) und Martin Brunnhuber (stellvertretender Schulleiter).

Traunstein. In der Abschlussfeier der Staatlichen Berufsschule III Traunstein erhielten 58 Schüler der Berufsfachschule Kinderpflege, 20 der Berufsfachschule Sozialpflege, 23 der Berufsfachschule Ernährung und Versorgung, zwölf Gärtner, 15 Revierjäger und 22 Landwirte ihre Abschlusszeugnisse.


Einen Notendurchschnitt von unter 1,5 erreichten Veronika Amann (Halfing), Anna Bichler (Inzell), Angela Fellner (Ruhpolding), Monika Hartl (Seeon), Marie Hunklinger (Inzell), Sara Kronbichler (Traunstein), Franziska Kurz (Berchtesgaden), Georg Maier (Truchtlaching), Janine Neuhauser (Traunstein), Robert Söll (Schnaitsee) und Rebecca Wolf (Piding). Sie wurden vom Stimmkreisabgeordneten Klaus Steiner und dem ständigen Vertreter des Schulleiters Helmut Götzinger sowie dem stellvertretenden Schulleiter Martin Brunnhuber mit dem Staatspreis der Regierung von Oberbayern ausgezeichnet.

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»Am heutigen Tag dürfen Sie die Früchte Ihrer Arbeit ernten und das Ende einer wichtigen Etappe auf Ihrem nicht nur beruflichen Lebensweg feiern«, gratulierte Götzinger den Abschlussschülern. Dieser Erfolg sei ganz wesentlich ein Ergebnis ihrer eigenen Begabung und Anstrengung, aber sie hätten ihn auch Menschen zu verdanken, die sie in dieser Zeit begleitet und betreut haben: Eltern und Freunde, Ausbildern in den Betrieben und Lehrer der Berufsschule. Diese seien ihnen mit Rat und Tat zur Seite gestanden, haben sie nicht selten gefordert, aber auch gefördert und zur Entwicklung ihrer Persönlichkeit beigetragen.

»Viele der Grundlagen zur beruflichen Lebensbewältigung sind Ihnen durch Schule und Betrieb vermittelt worden«, sagte Götzinger. Gar mancher werde sich in der globalisierten Welt entscheidend fort- und weiterbilden müssen. Ein Ausruhen auf dem jetzigen Stand wäre ein gewaltiger Rückschritt. »Wir müssen uns dem Wettbewerb stellen, um in dieser Welt bestehen zu können«, sagte er.

Schulen stellten keine Inseln mehr dar, in denen unabhängig von gesellschaftlichen Gruppierungen und von den an Ausbildung Beteiligten und Betroffenen versucht werde, berufliches Wissen zu vermitteln. Qualität an Schulen sei für viele hochentwickelte Länder wie Deutschland ein wichtiger volkswirtschaftlicher Produktionsfaktor geworden. Das Arbeitspotenzial einer Volkswirtschaft sei längst nicht mehr in erster Linie von der Zahl der Arbeitskräfte und dem Altersaufbau, sondern in immer größerem Umfang von der Qualität des Faktors Arbeit, sprich Bildung, abhängig. »Die Vertreter der Schule und der Betriebe stellen sich dieser Herausforderung und wollen Sie dahingehend entlassen, den richtigen Weg zu finden«, betonte Götzinger.

Als Mitglied des Bildungsausschusses im Bayerischen Landtag sei es ihm ein Anliegen, hier zu sein, sagte der Stimmkreisabgeordnete Klaus Steiner. Es sei der richtige Weg, den sie bei der Berufsausbildung gewählt hätten. Im Bildungsausschuss habe er sich stets für die bessere Anerkennung des dualen Ausbildungssystems und die berufliche Bildung eingesetzt. Steiner befürchtet fatale Folgen für die Wirtschaft durch den Fachkräftemangel.

Die Glückwünsche der Stadt Traunstein überbrachte Stadträtin Burgi Mörtl-Körner. Sie hätten mit mehr oder weniger Mühen einen Höhepunkt in ihrem Leben erreicht, sagte sie zu den Absolventen. Damit ihnen das Leben in einer Familie, am Arbeitsplatz und im Freundeskreis gelingen könne, wünschte sie ihnen drei Fähigkeiten. Soziale Kompetenz, um stets offen dafür zu sein, was um sie herum passiere und um zu erkennen, wenn jemand Hilfe brauche; Mitgefühl, ein paar gute Worte oder ein Lächeln für Menschen, denen es nicht so gut gehe. Und schließlich Zivilcourage, denn die Demokratie lebe davon, dass sie sich als Staatsbürger einmischten und am gesellschaftlichen Leben teilnähmen. Bjr

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