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150 000 Euro für Außenanlagen der Turnhalle

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Die Gemeinderäte an der Baugrube für den Erweiterungsteil der Turnhalle. (Foto: Mergenthal)

Teisendorf – Rund 150 000 Euro brutto möchte die Marktgemeinde Teisendorf für die Gestaltung des direkten Umgriffs um die neue Schulturnhalle ausgeben. Der Bau- und Umweltausschuss entschied sich nun für eine von zwei Varianten, die der beauftragte Landschaftsarchitekt Hannes Krauss vom Laufener Büro »Die Grille« vorgestellt hatte.


Wie Krauss erläuterte, gilt es die Problematik zu lösen, dass der Gehweg an der Lindenallee östlich der Turnhalle um 50 bis 80 Zentimeter höher liegt als der Haupteingang der Halle. Sein Ziel war, auf dem beschränkten Areal vor dem Haupteingang – zwischen Gehweg und Halle liegt auch noch der asphaltierte Busparkplatz – einen schönen Vorplatz zu gestalten.

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Streetball-Platz an der Südseite

Bei der beschlossenen, ersten Variante ist eine breitere Zugangstreppe und ein, an der Ostseite organisch geschwungener, Platz mit einem acht mal zehn Meter großen, asphaltierten Streetball-Platz als Anhängsel an der Südseite vorgesehen. Ein Weg für die Rollstuhlfahrer führt seitlich der Treppe auf den Vorplatz. In der Nähe des Halleneingangs hat Krauss Sitzmöglichkeiten ähnlich wie vor dem Rathaus vorgesehen.

Auf dem Vorplatz, der vor allem als zusätzliche Pausenfläche dienen soll, wünscht die Schule laut Krauss auch einen Kletterwald ähnlich wie bei der Schule Oberteisendorf. Dieser würde 12 000 bis 15 000 Euro kosten und ist im Budget nicht mitberücksichtigt. Auf jeden Fall könnte, wie der Landschaftsarchitekt erläuterte, das bereits existierende Klettergerüst wieder aufgestellt werden.

Die Mehrheit der Ausschussmitglieder plädierte und stimmte für diese erste Variante, die Krauss mit 126 484 Euro netto veranschlagte. Allein Peter Schuhbeck (FWG) gefiel eine zweite Variante besser. Diese zeichnet sich bei einem schmäleren Zugang durch drei getrennte kleine Plätze aus und würde netto rund 128 925 Euro kosten. Der südlichste Platz wäre wieder ein Streetball-Areal, allerdings hier mit zwölf mal zehn Meter etwas größer.

Allein etwa 23 000 Euro des Gesamtbudgets entfallen laut Krauss auf die Baumaßnahmen, die ein, vom Landratsamt geforderter, zweiter Fluchtweg an der Ostseite erforderlich macht. Von einer Idee für den Abgang zum Raum der DAV-Sektion Teisendorf an der Westseite nahm Krauss aus Kostengründen Abstand.

Angedacht hatte er, für etwa 20 000 bis 25 000 Euro das Gelände zu terrassieren, eine Natursteinmauer mit alpinen Steingartenpflanzen zu errichten und transparente, filigrane Vordächer über den Treppenabgang und den Zugang zum benachbarten Mehrzweckraum im Keller zu legen. Doch der DAV wolle sich daran nicht beteiligen, da er schon 100 000 Euro in den Boulderraum investiere und ihm diese Maßnahmen nicht wichtig seien, zumal die Sitzungen meist abends stattfänden. So habe der Verein vom zusätzlichen Licht im Raum nichts.

Alpenverein möchte einen Carport

Einziges Anliegen des Alpenvereins sei ein Carport für den vereinseigenen Fiat Ducato, der vor allem für die Jugendarbeit genutzt werde. Doch laut Krauss fand sich dafür kein geeigneter Platz rund um die Halle. Die einzigen Plätze, die in Frage gekommen wären, schieden entweder aufgrund von Einwänden der Nachbarn oder aus Gründen des architektonischen Gesamtbildes aus.

Rund um die Halle soll aus Kostengründen das bisherige Pflaster wieder eingebaut werden. Alois Stadler (CSU) regte an, an der Südseite das Pflaster wegzulassen und so etwas Geld einzusparen. »Erschreckt« zeigte sich dritter Bürgermeister Gernot Daxer (CSU) von den 150 000 Euro Bruttokosten für ein bisschen Pflastern und Aufkiesen. Krauss gab zu bedenken, dass diese Summe angesichts der fünf Millionen Euro teueren Gesamtmaßnahme nicht hoch sei.

Peter Schuhbeck wandte sich dagegen, bei den Außenanlagen zu sehr zu sparen; diese seien der »erste Eindruck« der Halle. Er plädierte dafür, im Gespräch mit Architekt Bernhard Putzhammer zu überlegen, ob die transparenten Vordächer an der Westseite nicht doch möglich wären. »Was wir jetzt machen, hat die nächsten 15 Jahre Bestand. Wir bauen eine topmoderne Halle, und hinten haben wir ein Almhäusl«, betonte er. Auch Markus Putzhammer (CSU) würde diese neuen Vordächer begrüßen. Die Anregungen sollen weitergegeben werden und falls möglich in den Vorentwurf einfließen.

Vor der Sitzung hatten der Ausschuss und weitere Gemeinderäte mit Architekt Bernhard Putzhammer und Hannes Krauss die Baustelle besichtigt. Sie konnten sich davon überzeugen, dass die Betondecke im Mehrzweckraum bereits gereinigt ist. Lose Betonteile werden nun noch mit Hochdruckreinigern entfernt, sodass die Eisenstäbe frei liegen. Danach wird die Decke mit Spritzbeton saniert. vm