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15 Zentner Fische aus dem Steiner Mühlbach geholt

Traunreut. Im Hinblick auf die Menge gab es keine großen Überraschungen für die Fischer bei der Steiner Bachauskehr. Sie holten wie in den vergangenen Jahren etwa 15 Zentner Fische – Bach- und Regenbogenforellen – aus dem Bach. Aber es landeten auch einige »Exoten« in ihren Keschern: ein paar Goldfische. Überrascht waren die Fischer von diesen »Fremdlingen« nicht, hatten sie sie doch bereits seit mehreren Wochen immer wieder gesehen. Die Goldfische waren vermutlich beim Hochwasser Anfang Juni aus überfluteten Gartenteichen in den Bach gespült worden.

Etwa 15 Zentner Bach- und Regenbogenforellen holten die Fischer bei der traditionellen Bachauskehr des Steiner Mühlbaches heraus. Wegen des Baus eines neuen Triebwerkbaus wird ein Großteil der Fische nun vorübergehend in Weihern gehältert. (Foto: Rasch)

Der Steiner Mühlbach wird alljährlich im Herbst abgelassen, um das Bachbett zu säubern. In der Regel findet die Bachauskehr am zweiten Montag im September statt, doch heuer wurde der Termin wegen des Baus eines neuen Wasserkraftwerks vorverlegt. Wie wiederholt berichtet, wird das Kraftwerk kurz vor dem Ortsbeginn von Stein errichtet. Deshalb bleibt der Bach auch die nächsten Wochen leer, erst wenn die Bauarbeiten an dem Wasserkraftwerk beendet sind, wird wieder Wasser fließen. Am gestrigen Mittwoch wurde bereits damit begonnen, die Baugrube für das Kraftwerk auszuheben. Am kommenden Montag soll nach Angaben des Bauherrn mit den Betonarbeiten begonnen werden.

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Mit dem Fang im Großen und Ganzen zufrieden

Mit ihrem Fang waren die Fischer im Großen und Ganzen zufrieden. Angesichts des großen Fraßdrucks durch Kormorane und Gänsesäger sei nicht mehr zu erwarten gewesen. Noch in den 1980er Jahren waren bei der Bachauskehr regelmäßig um die 25 Zentner Fische gefangen worden, darunter auch viele Äschen. Letztere kommen im Steiner Mühlbach inzwischen so gut wie gar nicht mehr vor und auch der Forellenbestand wird durch Besatzmaßnahmen gestützt. Am Wasser bzw. an der Beschaffenheit des Baches kann es nicht liegen, sind sich die Fischer einig. Wasserbauliche Maßnahmen mit Veränderungen des Bachbetts hat es nicht gegeben, so dass man den dramatischen Rückgang an Fischen nicht darauf zurückführen kann.

Die gestern gefangenen Fische wurden zum Teil in die Traun umgesetzt, ein Großteil wird nun in Weihern gehältert. Sobald wieder Wasser fließt, werden diese Fische wieder in den Steiner Mühlbach eingesetzt. Wegen des Triebwerkbaus bleibt den Besitzern der insgesamt fünf E-Werke zwischen der Poschmühle und Stein an der Traun heuer mehr Zeit, das Bachbett zu säubern und wenn notwendig, die betonierten Flussläufe zu sanieren.

Jede Menge Unrat an den Rechen der E-Werke

Diese Maßnahmen sind notwendig, um einen besseren Abfluss zu gewährleisten. An den Rechen der E-Werke bleibt dabei auch jede Menge Unrat hängen. Diese von den Menschen achtlos im Bach »entsorgten« Gegenstände müssen von den Triebwerksbesitzern auf eigene Kosten ordnungsgemäß entsorgt werden. Die achtlose Müllentsorgung hält sich in den letzten Jahren aber erfreulicherweise in Grenzen. Heuer waren es hauptsächlich Äste, Wurzeln und Stauden, die durch das Hochwasser ausgeschwemmt wurden und dann an den Rechen hängen geblieben sind. ga