weather-image
25°

15 Kilo Marihuana im Autogastank

5.0
5.0
Bildtext einblenden
15 Kilogramm Marihuana, abgepackt in 15 einzelne Päckchen, versteckten professionelle Rauschgiftschmuggler in einem aufwändig präparierten Autogastank im Kofferraum. Foto: Polizei
Bildtext einblenden
Foto: Polizei

Rosenheim (ttb) – Da staunten die Schleierfahnder bei einer Kontrolle an der Inntalautobahn nicht schlecht. In einem Autogastank im Kofferraum eines VW Sharan mit Hamburger Kennzeichen fanden sie 15 Kilogramm Marihuana, abgepackt in Päckchen.


Dabei schien zu Beginn der Kontrolle am Dienstagnachmittag in Fahrtrichtung München alles in Ordnung zu sein. Der Fahrer, ein in Hamburg lebender Frührentner, befand sich auf der Rückfahrt aus Italien, wo er seinen Begleiter, einen 19-jährigen, weitschichtig verwandten Albaner, abgeholt haben will. Beide verfügten über die nötigen Personalpapiere und führten kaum Gepäck mit sich. Trotzdem blieben die Schleierfahnder misstrauisch – und sollten Recht behalten.

Anzeige


Die Polizisten überprüften unter anderem den Kofferraum und fanden dort einen kleinen Marihuana-Krümel. Dann ging die Suche nach Verstecken erst so richtig los. Besonders ins Auge fiel den Beamten der eingebaute Autogastank. Obwohl er laut Tankanzeige nur noch zum Teil hätte gefüllt sein dürfen, deutete einiges darauf hin, dass der Behälter tatsächlich prall gefüllt war.
Zusammen mit Fachleuten wurde der Tank geöffnet und brachte einen erstaunlichen Fund zu Tage. Der Behälter war tatsächlich bis zum Rand gefüllt, allerdings befand sich kein Gas darin, sondern 15 Kilogramm Marihuana, sorgfältig abgepackt in 15 einzelne Päckchen.

Beim Präparieren des Verstecks wurde ein kleiner, aber entscheidender Fehler begangen. Beim Verstauen der Ware passten die Rauschgiftschmuggler nicht auf und beschädigten eine der Tüten. Dabei verfing sich der von den Fahndungsspezialisten gefundene Marihuanakrümel im Kofferraumteppich.


Der Fahrer und sein Begleiter zeigten sich völlig erstaunt über den wahren Inhalt des Gastankes und erklärten ihre Unschuld. Das glaubten aber weder die Polizisten, die Staatsanwaltschaft Traunstein noch der Richter beim Amtsgericht in Rosenheim. Die beiden Männer sitzen nun in Untersuchungshaft.