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1,4 Millionen Euro teure Straßensanierung beendet

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Gemeindereferent Martin Riedl segnete die neue Straße von Obermoosen in Richtung Lauter und erbat Schutz für alle diejenigen, die sie in Zukunft benutzen. (Foto: H. Eder)

Wonneberg. Das ausgebaute Straßenstück von Obermoosen in Richtung Lauter wurde offiziell eingeweiht und eröffnet. Genau 3080 Meter lang ist die sanierte und verbreiterte Gemeindestraße, die im Wald nach Töfenreut, direkt an der Gemeindegrenze zu Surberg, endet. 5,50 breit ist sie geworden und gekostet hat sie rund 1,4 Millionen Euro, wie Bürgermeister Martin Fenninger bei der Eröffnung informierte.


Fenninger erinnerte daran, dass er es als seinerzeitiger Zweiter Bürgermeister gewesen war, der den Antrag im Gemeinderat gestellt hatte, die Straße zu sanieren. Der Antrag sei im Gemeinderat positiv aufgenommen worden und der damalige Bürgermeister Josef Mayr habe ihn als Antragsteller dann gebeten, doch die ersten Kontakte zu den Grundbesitzern aufzunehmen. Diese Gespräche seien positiv verlaufen, woraufhin Mayr, der bei der Einweihung natürlich auch dabei war, die Angelegenheit weitergeführt habe.

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Die Maßnahme sei für die Gemeinde schon ein sehr großer Kraftakt gewesen, deswegen auch auf zwei Haushaltsjahre verteilt worden, um keinen so großen Kredit aufnehmen zu müssen. Erfreulicherweise gebe es dafür einen Zuschuss in Höhe von 717 000 Euro. In jedem Fall sei die Sanierung sehr notwendig gewesen: Die Straße war, wie Fenninger sagte, in sehr schlechtem Zustand, vor allem auch die Bankette, weil die Autofahrer wegen der zu engen Fahrbahn immer wieder auf die Straßenränder ausweichen mussten. Es seien dadurch sogar einige Radfahrer gestürzt, kurz zu gut: »Es hat was passieren müssen.«

Die Baumaßnahme ist schon seit einiger Zeit beendet. Fahrbahnmarkierung wird es keine geben, aber Straßenpfosten werden noch aufgestellt, wie Bürgermeister Fenninger am Rande der Veranstaltung informierte. Lob sprach er den beteiligten Planern und Bauarbeitern aus, dem Büro S.A.K. und der Baufirma Stratebau aus Surberg. Die Zusammenarbeit sei gut gewesen, ein paar Punkte müssten noch ausdiskutiert werden. Fenningers Dank galt nicht zuletzt den Grundbesitzern, aber auch ganz dezidiert seinem Bruder Franz, der Bautechniker der Verwaltungsgemeinschaft ist. Dessen Wissen sei ihm als neugewähltem Bürgermeister sehr zugute gekommen, schließlich wisse man nach einem Amtswechsel vieles noch nicht so ganz genau. Beim nächsten Projekt aber, so kündigte Martin Fenninger selbstbewusst an, »schnable ich mehr mit«; schließlich ist er als ehrenamtlicher Bürgermeister ja auch weiterhin in der Tiefbaubranche tätig.

Für die gute Zusammenarbeit dankte auch Volker Bethke, Gruppenleiter der Baufirma Stratebau. Dies sei die erste Baumaßnahme der Firma im Gebiet der Verwaltungsgemeinschaft gewesen, der, so hoffe er, weitere folgen würden.

Danach spendete Gemeindereferent Martin Riedl der Straße und vor allem jenen, die darauf unterwegs sind, den kirchlichen Segen, auch wenn, wie er angesichts des leichten Niederschlags während der Zeremonie meinte, man schon »reich gesegnet von oben« sei. In seinen Segen bezog er neben denen, die die Straße benutzen, auch die mit ein, die an der Baumaßnahme mitgearbeitet haben. In den Fürbitten appellierte Riedl an mehr Verantwortung der Verkehrsteilnehmer untereinander, bat um Schutz vor allem auch für die Kinder, die die Straße auf dem Weg zur Schule benutzen, und gratulierte schließlich allen zu der verbesserten Straße. Vor allem die Anlieger würden sich freuen, so meinte Riedl, wenn sie sich im Winter nicht mehr mit über zwei Meter hohen Schneeverwehungen konfrontiert sehen. Damit nahm Riedl Bezug auf umfangreiche Erdbewegungen vor allem im Bereich von Reichwimm, durch die es die Verwehungen früherer Jahre in Zukunft nicht mehr geben solle.

Nach der Segnung wurde das Band aufgespannt, das die hauptbeteiligten Personen dann durchschneiden durften. Danach traf man sich zur Feier des Tages und des Abschlusses der insgesamt elf Monate währenden Baumaßnahme beim Wirt zu einem Umtrunk. he