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136 zusätzliche Betreuungsplätze für Kinder

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Die Verantwortlichen für die neuen Kinderbetreuungsstätten in Traunreut sind (von links): Georg Mehler, Vorsitzender der Jugendsiedlung, Daniela Kunchintzki, Leiterin des »Hauses für Kinder« der Jugendsiedlung, Annett Parthum, Leiterin der städtischen Kinderkrippe »Zwergenland«, und Bürgermeister Franz Parzinger. (Foto: Mix)

Traunreut. In Traunreut entstehen in diesem Jahr eine zweite städtische Kinderkrippe und ein »Haus für Kinder«, das der Verein Jugendsiedlung baut. Beide Einrichtungen sollen bis zum Beginn des neuen Kindergartenjahres bezugsfertig sein. Mit diesen zusätzlichen Einrichtungen erhöht die Stadt das Angebot an Betreuungsplätzen für Kinder unter sechs Jahren um 136  Plätze.


Bei einer Informationsveranstaltung stellten die Jugendsiedlung ihr »Haus für Kinder« und die Stadt die neue Kinderkrippe sowie die beiden Leiterinnen vor. Die zweite städtische Kinderkrippe mit dem Namen »Zwergenland«, die an der Brandenburger Straße gegenüber der TuS-Tennishalle entsteht, wird in vier Gruppen Platz für 50 Kinder im Alter von circa zwei Monaten bis maximal drei Jahren haben.

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Projekte sollen Kreativität fördern

Die künftige Leiterin der Krippe, Annett Parthum, stellte die neue Einrichtung vor. In Holzbauweise wird die eingeschossige Krippe errichtet. Die vier Gruppenräume mit Nebenräumen wie Küchen, Bäder und Schlafräume sind in einem Viereck angeordnet und mit einem breiten Spielflur verbunden. Ein geschützter Innenbereich bietet die Möglichkeit zum Spielen im Freien und ist von außerhalb nicht einsehbar. Das ganze Gebäude wird sehr hell und lichtdurchlässig und erhält im Außenbereich einen Erlebnisgarten mit großer Spielwiese, einem Kugelberg, Rutsche, Wasserspiel und vielem mehr. Das Konzept der neuen Krippe sieht vor, schon im Kleinkindalter die Interessen und den Forschergeist zu wecken und dabei jedem Kind sein eigenes Lern- und Bewegungstempo zuzugestehen.

Nicht nur eine Krippe, sondern ein integratives »Haus für Kinder« mit zwei Kindergartengruppen und drei Krippengruppen errichtet die Jugendsiedlung an der Adalbert-Stifter-Straße. Insgesamt können in dem neuen Haus 50 Kindergarten- und 36 Krippenkinder betreut werden. Daniela Kunchintzki ist die Leiterin des Hauses und stellte das Konzept für die integrative Betreuung vor: »Psychomotorische Ansätze haben für uns vor allem in diesen Altersgruppen eine besonders prägende Bedeutung. Im Spiel erfahren die Kinder ihre eigenen, personalen Kompetenzen. Gleichzeitig erleben sie ihr Agieren im sozialen Umfeld, lernen Toleranz, Hilfsbereitschaft und erwerben die Fähigkeit, auch Verantwortung zu übernehmen.«

Für Kinder mit besonderem Förderbedarf in den integrativen Gruppen werden entsprechende Fachdienste von außerhalb hinzugezogen. In verschiedenen Projekten sollen die Kreativität, die Sprachförderung sowie auch musikalische Erziehung besonders gestärkt werden. Das »Haus für Kinder« wird zweigeschossig und barrierefrei gebaut mit einem großen Lichtflur im Zentrum des Gebäudes und einem weitläufigen Garten.

Beide Einrichtungen sehen sich nach Aussagen der Betreiber und der Leiterinnen nicht als Konkurrenz, sondern als gemeinsame Ergänzung des Gesamtangebotes. Die Krippen bieten eine Eingewöhnungszeit an, in der die Eltern ihre Kleinkinder zunächst begleiten und diese sich langsam an das neue Umfeld gewöhnen können. Beide haben auch flexible Öffnungszeiten, die sich nach den Ansprüchen der Eltern richten. Ebenfalls für beide Einrichtungen gilt der Termin für Informationsgespräche und Anmeldungen am 28. und 29. Januar. Interessenten für das »Haus für Kinder« kommen dazu ins Büro der Jugendsiedlung an der Adalbert-Stifter-Straße. Interessenten für die städtische Krippe finden die neue Leiterin in der zweiten Krippe an der Wichernstraße.

Gesetzliche Vorgaben sind erfüllt

Georg Mehler, Vorsitzender der Jugendsiedlung, betonte, es sei für größere Betriebe heutzutage eine wichtige Standortfrage, ob ausreichend Betreuungsplätze für die Kinder ihrer Mitarbeiter angeboten werden. Die Jugendsiedlung, die 1950 in Traunreut gegründet wurde, um jungen, aus ihrer Heimat vertriebenen Menschen ein neues Zuhause zu geben, hat sich schon immer mit der Förderung Jugendlicher intensiv befasst. Nun kommen noch Kleinkinder und Kindergartenkinder hinzu, wobei im »Haus für Kinder« auch der integrative Gedanke eine wichtige Rolle spiele und Kinder mit besonderem Förderbedarf speziell betreut werden.

Bürgermeister Franz Parzinger hob hervor, dass mit den beiden neuen Einrichtungen die gesetzlichen Vorgaben zur Schaffung von Betreuungsplätzen für Kinder unter drei Jahren erfüllt werden. Aktuell werden nach seinen Angaben 555 Kinder in sieben Kindergärten im Stadtgebiet betreut. Diese Kindergärten werden von fünf Sachaufwandsträgern betrieben. Mit der Jugendsiedlung kommt ein neuer Betreiber hinzu. mix