13 neue Bauparzellen für Tettenhausen

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Am östlichen Ortsrand von Tettenhausen entstehen 13 neue Wohnhäuser. (Foto: H. Eder)

Waging am See – Nach mehreren Jahren wird in Tettenhausen wieder ein Wohnbaugebiet ausgewiesen. Der Bauausschuss des Waginger Marktgemeinderats hat für die Aufstellung eines Bebauungs- und Grünordnungsplans für das Gebiet »Tettenhausen-Ost« grünes Licht gegeben, und Bürgermeister Herbert Häusl blickte zufrieden auf die vorangegangenen Bemühungen der Gemeinde und die Bereitschaft der Grundstücksbesitzer zurück: »Da haben wir lange 'hingedoktert'.«


Das neue Baugebiet grenzt im Osten an die bestehende Bebauung an, im hinteren Teil an den Kindergarten. Es umfasst eine Fläche von 2,4 Hektar mit 13 Wohnbauflächen. Die bebaubare Fläche ist gut 15 000 Quadratmeter groß, der Rest sind Ausgleichs- und Erschließungsflächen. Von der Kreisstraße aus sind eine Zufahrtsstraße zwischen den bestehenden Gebäuden und eine neu zu schaffende Zufahrt im Osten geplant. Für eine eventuelle, künftige Erschließungsstraße nach Gut Horn wurde ein Hinweis in den Planentwurf aufgenommen.

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Die Maschinenhütte, die sich am Rand des neuen Gebiets befindet, wird bleiben, wie Bürgermeister Häusl bekannt gab; Gespräche mit dem Eigentümer, die Hütte eventuell zu entfernen, seien erfolglos verlaufen. Dieses Gebäude sei, wie Manfred Gries vom Bauamt mitteilte, im Übrigen nie genehmigt worden, werde aber vom Landratsamt geduldet und habe Bestandsrecht. Beim aktuellen Bauleitplanverfahrens sollen für die Hütte auch die notwendigen Genehmigungsvoraussetzungen geschaffen werden.

Für die geplanten Wohnhäuser gibt es die folgenden Festsetzungen: maximale Grundflächenzahl von 0,3, maximal zwei Vollgeschosse, seitliche Wandhöhe von 6,40 Meter, Mindesthöhe von 5,50 Meter, Dachneigung 24 bis 28 Grad, maximal zwei Wohneinheiten pro Haus, bis zu 140 Quadratmeter Grundfläche pro Einzelhaus. Bei einer Bauparzelle am Rand des Baugebiets ist auch ein Doppelhaus mit je 90 Quadratmetern Wohnfläche zulässig. Und pro Wohneinheit sind mindestens zwei Stellplätze nachzuweisen. Größtenteils sollen die Grundstücke im Einheimischenmodell veräußert werden, wie es hieß.

Dritte Bürgermeisterin Hedwig Witzleben schlug vor, eine Festsetzung in den Bebauungsplan aufzunehmen, dass Öl- oder Gasheizungen nicht verwendet werden dürfen. Die Mehrheit der Mitglieder sprach sich aber gegen eine solche Festsetzung aus. Im Rahmen der Kaufverträge könne man jedoch Anschlussbeiträge für die Fernwärme erheben; das heißt, dass die Bauherren zwar die Anschlussgebühr für die Fernwärme zahlen, aber nicht unbedingt anschließen müssen.

Im Rahmen der sogenannten frühzeitigen Öffentlichkeitsbeteiligung liegt der Plan bis 22. Juli im Rathaus aus; alle interessierten Bürger können den Plan einsehen und gegebenenfalls Anregungen oder Einwände vorbringen. he

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