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125 Jahre Krieger- und Kameradschaftsverein Rottau

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Stefan Hofmann von der Feuerwehr sprach die Glückwünsche aus und Lisi Hilger vom Trachtenverein überreichte das geweihte Fahnenband zum 125-jährigen Bestehen des Krieger- und Kameradschaftsvereins Rottau. (Foto: Adersberger)

Grassau. Sein 125-jähriges Bestehen feierte der Krieger- und Kameradschaftsverein Rottau gemeinsam mit allen Ortsvereinen. Vom Maibaum führte ein Zug zur St.-Michaels-Kirche. Auch der Veteranenverein Grassau war mit Vorstand Eduard Sichler und Fahnenabordnung vertreten. Aus Anlass des Jubiläums traten die Rottauer Veteranen mit der alten Fahne aus dem Gründungsjahr 1888 auf.


Pfarrer Simon Mösenlechner zelebrierte die Messe und spannte in seiner Predigt einen Bogen vom Volkstrauertag zum 125. Gründungsfest. Den musikalischen Rahmen bildete die Dorfmusi mit der Deutschen Messe von Michael Haydn. Zuletzt weihte der Pfarrer ein Fahnenband, das alle Ortsvereine – Feuerwehr, Gartenbauverein, Trachtenverein, Mütterverein, Schützengesellschaft, Tennisclub, Tourismus- und Heimatverein sowie die Zimmerschützengesellschaft – als Geschenk zum Jubiläum angeschafft hatten.

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Stefan Hofmann von der Feuerwehr sprach die Glückwünsche aus und Lisi Hilger vom Trachtenverein überreichte dann das geweihte Fahnenband.

Dem nächtlichen Zug zum Friedhof und dem Gedenken an alle Verstorbenen, Gefallenen und Vermissten am Kriegerdenkmal verliehen die Fackeln eine ganz besonders feierliche Note. Dritte Bürgermeisterin Christa Summerer gedachte in ihrer Rede auch der im Auslandseinsatz gefallenen Bundeswehrsoldaten und legte im Namen der Gemeinde zum Volkstrauertag einen Kranz nieder. Das gleiche tat Martin Winklmair für den VdK. Zum Lied »Ich hatt einen Kameraden« senkten sich die Fahnen und es ertönten drei Kanonenschläge.

Nach dem Rückmarsch ins Vereinslokal Gasthaus Messerschmied fand dort die Feier statt. Der Gauvorstand der Veteranenvereine des Chiem- und Rupertigaus, Michael Bernauer, gratulierte zum Jubiläum und bat, die gute Kameradschaft weiter zu pflegen. Mit den Worten »Weiter so in Frieden und Freundschaft« überreichte Summerer für die Gemeinde als Geschenk einen Band der Grassauer Ortschronik.

Vorstand Franz Hilger gab bekannt, dass der Verein 238 Mitglieder habe, darunter seien noch sechs Kriegsveteranen. Er würdigte Franz Bals, der drei Gedenktafeln mit den Bildern der Gefallenen der beiden Weltkriege restauriert hat. Sie lagerten bisher auf dem Dachboden im Haus der Dorfgemeinschaft und waren jetzt im Saal ausgestellt. Für die Zukunft wird ein geeigneter Platz für diese historischen Tafeln gesucht.

Zuletzt erinnerte Hilger an die Geschichte des Vereins. Am 6. Mai 1888 fand die erste Versammlung im Gasthaus Lorenz Hütter (heute Messerschmied) statt. Bereits am 22. Mai dieses Jahres wurde der Veteranenverein Rottau gegründet. Beim Gründungsfest mit Fahnenweihe am 8. Juli 1888 zählte der Verein 40 Mitglieder. 1921 wurde das Kriegerdenkmal am »Obergstatter Bichl« gegenüber dem Wetterkreuz an der Kreuzstraße gebaut. 1923 weihte Expositus Otto Sturm die neue Vereinsfahne. Ein neues Kriegerdenkmal im Friedhof baute Sepp Huber auf eigene Kosten. Von der Gemeinde und den Ortsvereinen erhielt er Spenden von 3000 Mark.

Seit 1972 heißt der Verein Krieger- und Kameradschaftsverein – seither kann jeder Mitglied werden. In den 125 Jahren des Bestehens hatte der Verein folgende Vorstände: Michael Sichler, Philipp Weißenbacher, Konrad Kesslinger, Paul Fritz, Kaspar Klauser, Wast Laumer und seit 1999 Franz Hilger. Am längsten hatte der jetzige Ehrenvorstand Wast Laumer das Amt inne: 33 Jahre.

Er dankte allen für die hervorragende Zusammenarbeit im Verein und gedachte aller verstorbenen Kameraden in den vergangenen 125 Jahren. Mit einem Gedicht und einem Witz sorgte führte er zum gemütlichen Teil des Abends über. ja

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