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12 statt 16 Wohnungen im Haidforst

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Foto: dpa/Symbolbild

Traunstein – Doch nur drei statt bisher vier geplanter Geschoße wird das Mehrfamilienhaus an der Windschnur haben, das die Stadt Traunstein dort plant.


Stimmt auch der Stadtrat in seiner heutigen Sitzung zu, wird die kleinere Planung mit zwölf statt 16 Wohnungen weiterverfolgt.

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Im Zuge des Bauantrags hatte das Landwirtschafts- und Forstamt beklagt, das Gebäude würde zu nah an der Hangkante geplant, erklärte Martin Eisenberger von der Planungsgruppe Strasser (PLG) in der Sitzung des Finanzausschusses. Dadurch sei aber der als Schutzwald in den nächsten Jahren zu verjüngende Wald an dem Hang nicht mehr von oben aus anfahrbar.

Würde das Gebäude nur um die geforderten 1,50 Meter in Richtung der bestehenden Bebauung der Wohnbaugenossenschaft Haidforst versetzt, würden die jeweils notwendigen Abstandsflächen einander überlappen. »Das wäre zwar mit Ausnahmen möglich, aber die Frage ist, ob sich die Stadt selbst etwas genehmigt, was sie anderen Bauherren verbieten würde.«

Mit der Reduzierung um ein Stockwerk seien die Abstandsflächen gut einzuhalten. Außerdem könnte auf die drei Parkplätze nördlich des Neubaus und um die Schaffung sogenannter Duplex-Stellplätze verzichtet werden, die teuer und wartungsanfällig seien. »Wir können alle Parkplätze ebenerdig unterbringen«, so Eisenberger.

»Wenn ein Viertel der Wohnungen fehlt, wie verändert das die Wirtschaftlichkeit des Gebäudes?« wollte Ernst Haider (UW) wissen. »Ist dann der Mietpreis haltbar?« Das sei noch nicht berechnet, so Eisenberger. An den Kosten für Grundstück, Keller und Dach ändere sich nichts, aber es fielen die Baukosten für ein Geschoß weg. Während Stadtkämmerer Reinhold Dendorfer vorschlug, am Energiestandard zu sparen, sagte Oberbürgermeister Christian Kegel (SPD): »Auch wenn die Wirtschaftlichkeit sich ein bisschen verringert, ist das Haus bei einer Förderung von 30 Prozent in absehbarer Zeit abbezahlt und gehört uns.«

Zu Wolfgang Schotts (Grüne) Vorschlag, zusätzlich zu den zwölf Wohnungen unterm Dach zwei kleinere, zurückgesetzte Wohnungen zu bauen, sagte Eisenberger, das wäre noch teurer, auch im Unterhalt.

Vier Wohnungen mehr wären schon schön gewesen, bekräftigte auch dritte Bürgermeisterin Waltraud Wiesholler-Niederlöhner (SPD). »Es steht der Stadt Traunstein gut an, wenn sie so ein soziales Projekt macht. Wir eröffnen Baugebiet um Baugebiet aus, aber nicht jeder kann und will sich das leisten. Und es ist schon wichtig darauf zu achten, dass auch die Nebenkosten bezahlbar bleiben. Wir sollten da schnellstens weitermachen.«

Dem pflichtete Oberbürgermeister Christian Kegel bei: »Ich weiß, die zwölf Wohnungen sind nur ein Tropfen auf den heißen Stein, aber nicht nur in Traunstein ist in den letzten Jahren viel zu wenig gebaut worden.« coho

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