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100 Prozent Zustimmung

Übersee. Die volle Unterstützung seiner Parteifreunde hat Übersees Bürgermeister Marc Nitschke bei seiner Bewerbung für die nächsten Bürgermeisterwahlen am 16. März 2014 bekommen. In der CSU-Aufstellungsversammlung im Gasthof Hinterwirt erhielt er das Traumergebnis von 100 Prozent der 27 Stimmberechtigten.

»Übersee hat unter Bürgermeister Nitschke einen sehr guten Ruf erworben als eine Gemeinde, die was vorwärts bringt«, sagte Wahlleiter Karl Kaditzky, früherer Bürgermeister von Staudach-Egerndach und jetziger CSU-Fraktionschef im Kreistag. Lob erhielt Nitschke auch von seinem zweiten Stellvertreter Alois Huber, »weil er fraktionsübergreifend in den vergangenen fünf Jahren ein gutes Klima geschaffen hat und seinem Motto treu geblieben ist 'Übersee 2020 - Heimat ist Zukunft'«.

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Nitschke selbst blickte noch einmal auf die einzelnen Erfolge seiner zu Ende gehenden Amtszeit zurück. Insgesamt seien 20 Millionen Euro in die Infrastruktur des Ortes geflossen, fünf Millionen davon habe die Gemeinde selbst getragen. »Leider wird der gleichzeitig angestrebte Schuldenabbau von einer Million Euro wegen der massiven Hochwasserschäden nicht ganz gelingen.«

Nitschke kündigte an, dass man auch künftig nicht die Hände in den Schoß legen wolle. Als Handlungsschwerpunkte für seine mögliche zweite Amtszeit nannte er die Wirtschaft, das Gewerbe, den Tourismus, den Sozialbereich und die ökologischen Herausforderungen. Die Gestaltung der Ortsmitte mit einem neuen Rathaus und einem Bürgerhaus, die Schaffung einer Senioren- und Pflegeeinrichtung, weitere Verbesserungen am Chiemseeufer und ein neues Denken in Sachen Wasserkraft dürften seiner Ansicht nach maßgebliche Akzente setzen.

In Anspielung auf die Aktivitäten der »Bürgerinitiative Feldwieser Bucht« und deren Auswirkungen gestand Nitschke, »dass die letzten Monate für mich wahrlich kein Vergnügen waren«. Die Spaltung der Dorfgemeinschaft und die persönlichen Bedrohungen hätten ihn betroffen gemacht und seine Entscheidung für eine nochmalige Kandidatur in Frage gestellt. Andererseits habe er die deutliche Unterstützung fast aller Gemeinderäte und einen großen Bürgerzuspruch erfahren. Besonders beeindruckt habe ihn jedoch der enorme Zusammenhalt der Bürger beim Hochwasser. »Übersee ist stark, engagiert und hat Zukunft«, sagte Nitschke. Und bei der Gestaltung der Zukunft wolle er mithelfen.

Für den Herbst kündigte er an, mit einer guten Kandidatenliste in die Wahlvorbereitungen zu starten. Nitschke betonte: »Wir wollen keinen Wahlkampf führen, sondern einen Wettbewerb um die besten Ideen.« bvd