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Wahlparty mit Hindernissen – Neuer Gemeinderat in Wonneberg gewählt

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Wonneberg: Wahlparty mit Hindernissen – Neuer Gemeinderat gewählt
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Zweifelnde Blicke von Johannes Poller (von links), Hermann Eder und Bürgermeister Martin Fenninger: Der Computer wollte nicht so, wie sie. (Foto: H. Eder)

Wonneberg – Letztlich wurde die Wonneberger Bürgermeister-Wahl doch noch spannend: Von 18.30 bis gegen 20.30 Uhr saßen etwa 70 Personen – Kandidaten und Freunde sowie Verwandte der Wonneberger Kandidaten – im Gasthaus Gruber in Weibhausen zusammen, ehe das Ergebnis bekannt wurde. Trotz intensiver Bemühungen verschiedener Experten um Johannes Poller wollte das Ergebnis nicht kommen.


Wonneberg blieb zwei Stunden ein »weißer Fleck«, bis endlich über ein Handy die Nachricht kam: Martin Fenninger geht mit einem Superergebnis von 92,1 Prozent beziehungsweise 756 von 896 abgegebenen gültigen Stimmen in seine zweite Amtsperiode. Die Wahlbeteiligung lag bei 70,16 Prozent. Vor sechs Jahren waren es 75,9 Prozent.

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Franz Röckenwagner, Geschäftsleiter der Verwaltungsgemeinschaft Waging, erklärt: Die VG habe, wie vom Landratsamt vorgeschlagen, den Präsentationslink der AKDB genutzt, laut Röckenwagner ein ebenso neues wie arbeitsaufwändiges Programm. Und dieser Link brach ständig zusammen: »Da hat's uns alle a bisserl geschleudert«.

»Zwischen 85 und 95 Prozent« erwartete Fenninger als Ergebnis. Voll Zuversicht brachte er eine Musi mit: seine Söhne Andi und Stephan sowie seinen Schwiegersohn in spe Josef Göpper.

Für das gute Ergebnis gab's dann reichlich Beifall, und Fenninger äußerte einmal mehr sehr Freude darüber, dass alle Gruppierungen so gut zusammengearbeitet haben, »wie es das »in den vergangenen 70 Jahren so nicht gegeben hat«. Keiner müsse so tun, wie der Bürgermeister sagt, aber er müsse es begründen und sich der Diskussion stellen. In Wonneberg habe man in den vergangenen sechs Jahren so viel bewegt, weil alle an einem Strang gezogen haben.

Am Wahlsonntag habe er sich noch auf den Termin mit dem Denkmalschutz vorbereitet. Wie berichtet, haben die Vertreter des Denkmalschutzes Vorbehalte gegen die Gestaltung des geplanten Bürgerhauses. Nun hoffe er wieder auf zwölf Gemeinderäte, die gut mit ihm zusammenarbeiten und freue sich auf die nächsten sechs Jahre.

Die Auszählung ergab schließlich, dass sich lediglich die beiden kleineren Gruppierungen die Sitzverteilung getauscht haben. Die Aktiven Wonneberger (AW) (32,2 Prozent) konnten sich von drei auf vier Mandate steigern, die Überparteiliche Wählergruppe Wonneberg (ÜWW) verlor einen Sitz und hat nur noch drei (22,5 Prozent). Die Freie Bürgerliste, der Bürgermeister Fenninger angehört, hat mit fünf Sitzen (45,3 Prozent) ihr Ergebnis von 2014 wiederholt.

Dass die ÜWW verloren hat, wurde so erwartet, haben doch alle vier Gemeinderäte der Liste aufgehört, sodass die Gruppierung mit lauter neuen Namen ins Rennen gehen musste. Peter Wolff, der 18 Jahre im Gemeinderat saß, hatte 2014 allein 1044 Stimmen geholt. Nun also sind neben Sprecher Josef Eder zwei Neue im Gemeinderat: Josef Breitwieser und Konrad Thaller, der von Platz neun auf Platz drei vorgewählt wurde: »Damit habe ich wirklich nicht gerechnet«, meinte Thaller gegenüber dem Traunsteiner Tagblatt, »ich bin überrascht und erfreut, dass ich das geschafft habe.«

Für die Aktiven Wonneberger ergänzt Christian Schnellinger das bisherige Trio. Neue Ratsmitglieder der Freien Bürgerliste sind Josef Mayr jun., der Sohn von Altbürgermeister Josef Mayr sen., und Richard Siglreitmaier, dessen Vater bis 2014 dritter Bürgermeister war.

Für die Freie Bürgerliste sitzen im neuen Gemeinderat Martina Poller mit 852 Stimmen (9,9 Prozent), Bernhard Kriegenhofer mit 755 stimmen (8,7 Prozent) und Josef Helminger mit 706 Stimmen (8,2 Prozent), neu Josef Mayr jun. mit 605 Stimmen (7 Prozent) und Richard Siglreitmaier mit 552 Stimmen (6,4). Die Aktiven Wonneberger sind vertreten wie bisher mit Hermann Eder mit 968 Stimmen (15,74 Prozent), Karl Glaner mit 770 Stimmen (12,52 Prozent) und Helmut Helmberger mit 477 Stimmen (7,76 Prozent) sowie neu Christian Schnellinger mit 299 Stimmen (4,86 Prozent). Die Überparteiliche Wählergruppe Wonneberg (ÜWW) schickt die folgenden Personen in den Gemeinderat (alle neu): Josef Eder (469 Stimmen/10,92 Prozent), Josef Breitwieser (378 Stimmen /8,81 Prozent) und Konrad Thaller (526 Stimmen/12,25 Prozent). he


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