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Dienstaltersabzeichen samt den entsprechenden Urkunden vergab die Freiwillige Feuerwehr Wonneberg in ihrer Jahreshauptversammlung. Unser Bild zeigt (von rechts) Kommandanten Andreas Abstreiter, Kreisbrandrat Christof Grundner, Bürgermeister Martin Fenninger, den Geehrten Ernst Maier, Vorsitzenden Martin Kroiss, den Geehrten Andreas Fenninger, zweiten Kommandanten Andreas Strohhammer, Kreisbrandmeister Georg Fleischer und zweiten Vorsitzenden Alois Kuglstatter. (Foto: Caruso)

Kameraden hielten Kontakt und vermittelten Gemeinschaft – Freiwillige Feuerwehr blickt auf Corona-Jahre zurück

Wonneberg – Ehrungen und Rückblicke auf die beiden vergangenen Jahre bildeten die Höhepunkte der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Wonneberg. Die Berichte verdeutlichten, dass die Kameraden Kontakte gehalten und Gemeinschaft vermittelt hatten, um das Vereinsleben aufrechtzuerhalten. Umfangreich ist das Programm für das laufende Jahr, das der Vorstand des Feuerwehrvereins, Martin Kroiss, vorstellte.


Die Feuerwehr nimmt mit einer Fahnenabordnung am Fronleichnamsfest in St. Leonhard teil. Zudem fahren Kameraden und Kameradinnen am 19. Juni zum 135. Gründungsjubiläum der Pettinger Wehr, eine Woche später zum 150. Gründungsfest der Tenglinger Wehr und am 3. Juli zum Bezirksmusikfest nach Otting. Am 10. Juli beteiligt sich die Wonneberger Wehr an der Einweihungsfeier des neuen Bürgerhauses in der Heimatgemeinde und am6. August veranstaltet sie ihr traditionelles Sommerfest am Feuerwehrhaus St. Leonhard. Im August heiraten mit Magdalena und Markus Karl zwei Feuerwehrleute. »Auch da sind wir natürlich möglichst vollzählig dabei«, kündigte Kroiss an.

Überdies stehen mit dem »Almgangerl« im September, dem Leonhardiritt Anfang November und dem Volkstrauertag Mitte November noch weitere wichtige Termine auf der Agenda. Geplant ist auch eine Weihnachtsfeier am 12. Dezember, »falls Corona uns nicht wieder einen Strich durch die Rechnung macht«.

Zweiter Vorstand Alois Kugelstatter erinnerte in seinem Bericht, den er im Auftrag der entschuldigten Schriftführerin Sarah Ostermaier hielt, an die wenigen Veranstaltungen während der wochenlangen Einschränkungen in den Corona-Jahren 2020 und 2021. Während die Feuerwehr 2020 alles absagen mußte, fanden 2021 einige Ausschusssitzungen statt.

104 Aktive in der Feuerwehr

Kuglstatter berichtete, dass die Feuerwehr Wonneberg neben den vier Ehrenmitgliedern über 165 passive Mitglieder und 93 im Löschtrupp verfügt. Hinzu kommen noch elf junge Buben und Mädchen in der Jugendgruppe, was unter dem Strich 104 Aktive ausmacht.

Kommandant Andreas Abstreiter trug vor, dass Lukas Eder, Simon Fenninger, Matthias Gebhard, Christina Helminger, Josef Hofmeister, Simon Lankes, Antonia Pauli und Jonas Peres von der Jugend zu den Aktiven wechselten. Obwohl im Berichtszeitraum auch die Feuerwehren von den coronabedingten Einschränkungen des öffentlichen Lebens betroffen waren, kamen laut dem Kommandanten 2020 bei 25 Übungsdiensten und 16 Einsätzen insgesamt 1048 Stunden zusammen. 2021 seien es mit 55 Übungen mit einem Stundenaufwand von 1044 und 19 Einsätzen mit 375 Stunden dann deutlich mehr als im Vorjahr gewesen, bilanzierte Abstreiter.

»Acht Teilnehmer konnten 2020/21 ihre Urkunden für das sogenannte MTA Basismodul und drei für das Funkmodul in Empfang nehmen. Franz Helmberger und Tobias Rosenegger besuchten den Atemschutzlehrgang und Sebastian Rosenegger ließ sich an der Feuerwehrschule zum Gruppenführer ausbilden«, so der Kommandant. »Den Lehrgang zur Technischen Hilfeleistung absolvierten Christian Fenninger und Thomas Pletschacher.« Jugendwart Sebastian Rosenegger teilte unter anderem mit, dass sich die Jugendfeuerwehrler heuer einem Wissenstest unterziehen und dass sie das Zeltlager und den Jugendfeuerwehrtag, organisiert vom Kreisverband Traunstein, besuchen wollen. »Wir haben auch kräftig Werbung gemacht, um neue Mitglieder zu finden.« Aktuell setze sich die Jugendgruppe aus sechs Mädchen und elf Buben zusammen.

Vorstand Martin Kroiss fasste kurz zusammen, was im Jahr 2020 los war. Demzufolge hatte im Januar noch die Jahreshauptversammlung stattgefunden, der Vereinsausflug nach Innsbruck im September wurde wegen der Coronabedingungen hingegen gestrichen. Überdies habe man sich im Sommer aktiv beim Ausräumen des alten Kindergartengebäudes eingebracht. Mit mehreren Personen und mit der Fahnenabordnung sei man zum einen beim Gedenkgottesdienst im Freien für Konrad Fenninger vertreten gewesen und zum anderen am Volkstrauertag, sagte Kroiss und erinnerte an die Neuwahlen der Kommandanten 2021. Er dankte allen, die das Vereinsleben mitgestaltet haben.

Deutliches Plus in der Kasse

Kassierin Sandra Glaner berichtete von einer großzügigen Spende, die zu einem deutlichen Plus in der ohnehin schon gut gefüllten Vereinskasse geführt hat. Zwei weitere Spenden im Folgejahr erhöhten das Angesparte dann noch einmal. Sandra Glaner betonte, das sei gut so, »weil ja demnächst mit höheren Ausgaben für das Feuerwehrjubiläum zu rechnen ist«.

Bürgermeister Martin Fenninger bestätigte der Wehr, dass sie sich durch viele Aktive und zahlreiche Nachwuchskräfte auszeichne und entsprechend gut aufgestellt sei. »Gut zu wissen, dass wir so eine aktive Truppe haben, auf die wir uns immer verlassen können.«

Die Auszeichnung für 40 Jahre im aktiven Dienst durften Paul Fenninger, Josef Mühlbacher und Josef Strasser schon im k1 entgegennehmen. Eine Ehrung für 30 Jahre erhielten nun: Manfred Kroiss, Andreas Lampersperger Andreas und Ernst Maier. Für 25 Jahre wurden Josef Mayr Josef junior, Michael Steiner und Siegfried Wimmer geehrt. Für 20-jährigen Dienst zeichnete man Markus Mühltaler und Manuela Mayr aus. Für zehn Jahre würdigten Vorstand und Kommandant dann Andreas Fenninger, Matthias Fenninger, Andreas Huber, Martin Huber, Johannes Poller, Rupert Ufertinger und Markus Eder.

Kreisbrandrat Christof Grundner verwies in seinem Grußwort darauf, dass die Corona-Pandemie den Feuerwehren neben dem Gesundheitsrisiko ein weiteres Problem beschere. Wenn zu viele Aktive in Quarantäne müssten, leide die Einsatzfähigkeit der Wehren. »Danke für eure Disziplin und, dass ihr dazu beigetragen habt, dass keine Feuerwehr in unserem Gebiet deshalb ausgefallen ist«, sagte Kreisbrandrat Grundner.

ca

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