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»Gut, dass es die Grenze nicht mehr gibt«

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Wonneberg: »Gut, dass es die Grenze nicht mehr gibt« – Erinnerungstafel eingeweiht
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Der Initiative des Wonneberger Ortsheimatpflegers Hans Maier ist es zu verdanken, dass bei Weibhausen eine Tafel aufgestellt wurde, die an die alte Grenze zwischen Bayern und Salzburg erinnert. (Foto: Eder)

Wonneberg – Nun ist die Tafel, die an die alte salzburgisch-bayerische Grenze bei Weibhausen erinnert, offiziell ihrer Bestimmung übergeben worden. Rund 60 Interessierte hatten sich an dem Platz im Westen der Ortschaft eingefunden, um bei kurzen Ansprachen etwas über den historischen Hintergrund zu erfahren.


Bürgermeister Martin Fenninger lobte die Initiative von Ortsheimatpfleger Hans Maier, der er unter dem Motto »Wenn du die Arbeit machst, zahlt die Gemeinde« gern zugestimmt habe. Allerdings sei dann aber doch die Gemeinde auch personell eingespannt worden. Bewegte Jahre seien es seinerzeit gewesen, meinte der Bürgermeister im Rückblick auf die Jahrhunderte, da der Rupertiwinkel salzburgisch war.

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Maier merkte an, dass er sich durch die Grenzwanderungen in der Pfarrei Otting zu der Initiative habe inspirieren lassen; zudem gebe es bereits in vielen Gemeinden ähnliche Grenztafeln. Er skizzierte den Besuchern den ungefähren Verlauf der damaligen Grenze im Gebiet der Gemeinde Wonneberg und erwähnte dabei, dass die Wälder in diesem Gebiet seinerzeit der königlich-bayerischen Saline gehört hatten und erst später an die Bauern aufgeteilt wurden.

Kreisheimatpfleger Christian Soika nannte es »ein gutes Zeichen, dass es die Grenze nicht mehr gibt«. Es sei gut, daran zu erinnern, aber sie habe keine Bedeutung mehr. Dann fügte er noch an, dass der Rupertiwinkel, also das damals zu Salzburg gehörende Gebiet westlich von Salzach und Saalach, seinerzeit von der Obrigkeit großzügig unterstützt und mit Steuererleichterungen ausgestattet worden sei; dies habe unter anderem zum Bau vieler schöner Kirchen geführt.

Der frühere Waginger Ortsheimatpfleger Franz Patzelt ging zurück ins 13. Jahrhundert. Damals habe der Salzburger Bischof nach und nach so viele Besitzungen gestiftet bekommen, dass er ein eigenes Staatsgebiet begründen konnte, was in verschiedenen Verträgen mit dem Land Bayern dann auch offiziell festgelegt worden sei. Und so verweist die neue Tafel in ihrem Text auf die folgende jahrhundertelange Geschichte: »Historische Landesgrenze 1275 – 1803 n. Chr. Zwischen dem Erzstift Salzburg und Bayern«. Und darunter weisen zwei Pfeile in die jeweiligen Richtungen: Chiemgau einerseits und Rupertiwinkel andererseits.

Erst 1803, so Patzelt weiter, sei dieses Gebiet auseinandergebrochen und nach wechselhaften Jahren sei dann der Rupertiwinkel endgültig zu Bayern gekommen. Im Übrigen sei der Grenzverlauf nie wirklich ganz genau festgelegt gewesen, der grobe Verlauf habe sich oft an Bächen orientiert beziehungsweise sei schriftlich so beschrieben worden, dass er von einer Ortschaft zur nächsten verlaufe. he