Ein Treffpunkt für alle

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Auf dieser Baustelle mitten in St. Leonhard entsteht das Wonneberger Bürgerhaus.

Wonneberg – Es war ein eher kurzer Weg von den ersten Ideen vor ein paar Jahren, als die beiden Gasthäuser in St. Leonhard zusperrten, bis zum Spatenstich: Jetzt nimmt das Bürgerhaus in der Ortsmitte Gestalt an. Der Anstoß war von Bürgermeister Martin Fenninger und dem damaligen Gemeinderat gekommen, der frühzeitig sah, dass der Ort mit der Schließung der beiden Gasthäuser jene Kontakt- und Begegnungsstätten verliert, die für eine gut funktionierende Gemeinde unentbehrlich sind.


Die Gemeinschaft brauche solche Treffpunkte. Die Gemeinde brauche Räume, in denen sich die Bürger wohlfühlen, in denen Menschen zusammenkommen, sich austauschen und etwas zusammen unternehmen können. »Daher sind die Räumlichkeiten im neuen Bürgerhaus gerade auch für das Aufrechterhalten des Vereinslebens und des Kulturlebens sehr wichtig«, sagte Martin Fenninger nach dem symbolischen Spatenstich.

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Martin Fenninger dankte allen, die dazu beigetragen haben, dass die Gemeinde das Projekt schon nach verhältnismäßig kurzer Planungszeit realisieren kann.

»Ohne das Amt für Ländliche Entwicklung, das uns in vielerlei Hinsicht und vor allem auch finanziell in so vorbildlicher Weise zur Seite steht, hätte die Gemeinde wohl nie den Grundstein für das Vorhaben legen können«, sagte Fenninger. Das Amt für Ländliche Entwicklung fördere rund 80 Prozent der förderfähigen Kosten für diese Maßnahme, weil die Gemeinde bereit sei, dafür einzutreten, die Innenentwicklung voranzutreiben, mit der der Freistaat für vitale und attraktive Ortskerne sorge und ein klares Signal zum Flächensparen setze.

Daher erhalte Wonneberg noch einen weiteren Zuschuss für die Anlage des Außenbereichs, die Gestaltung des Dorfplatzes. Man hoffe auf weitere 60 Prozent. Fenninger weiter: »Ohne diese Fördermittel wäre es einer kleinen Gemeinde wie Wonneberg nicht möglich, diese große Investition zu stemmen. Die Gesamtkosten für das Gebäude belaufen sich auf etwa 3,047 Millionen, die aufgrund der hohen Fördersumme ohne Kreditaufnahmen finanzierbar sind. Zudem möchte man versuchen, für die Inneneinrichtung an eine Förderung über 'Leader' zu gelangen.« Ausgeschlossen von der staatlichen Zuzahlung seien die Räume für die Katholische Kirche, die sich mit 221 000 Euro einbringe, damit das Pfarrbüro im neuen Gebäude Quartier beziehen könne. Das Erzbischöfliche Ordinariat in München steuere den Zuschuss in Form einer kapitalisierten Miete bei.

Daher galt auch dem Vorstand der Kirchenverwaltung, Martin Riedl, ein »Vergelt’s Gott«, weil er sich von Anfang an so stark miteingebracht habe. Da es ein Haus für alle Bürger sein solle, versinnbildliche es die Einheit von kirchlichem und gemeindlichem Leben. Überdies sprach das Gemeindeoberhaupt auch noch dem Architekten, Thomas Bachmayer, vom gleichnamigen Architekturbüro in Vachendorf, seinen Dank aus. Thomas Bachmayer erstellte die Pläne und die Kostenberechnungen. Ein Dankeschön ging dann auch noch an den zweiten und den dritten Bürgermeister Hermann Eder und Josef Eder sowie an die Mitarbeiter der Waginger Bautechnik. »Ich hoffe auch, dass es während der Bauzeit zu keinen unerwarteten Vorfällen und zu keinen Unfällen kommt«, wünschte Fenninger den Firmen, die bereits mit den Bauarbeiten beschäftigt sind, »ein gutes Gelingen«: der Baufirma von Andreas Scharrer in Palling und der Hochbaufirma von Markus Rehrl in Petting. »Ich freu' mich auf eine gute, reibungslose Zusammenarbeit. Jetzt geht es bestimmt zügig dahin«, erklärte der Bürgermeister. Den Spatenstich hätte er gerne mit den Bürgern, den Vereinen, dem Gemeinderat, den Gemeindemitarbeitern und allen, die bei der Vorbereitung geholfen haben, gefeiert. Aufgrund der Pandemie-Lage war das aber nicht möglich. »Vielleicht holen wir das noch nach«, so Fenninger

Bislang laufe im Grunde alles nach Plan. Wenn dies so bleibe, könne die Gemeinde das neue Wonneberger Bürgerhaus voraussichtlich schon im Sommer oder Herbst 2022 einweihen. Fenninger hofft, dass sich die Corona-Lage in den nächsten Monaten deutlich verbessert, damit man im Sommer gemeinsam mit den Bürgern das Richtfest feiern könne. Dies gehöre sich so, weil es sich schließlich um ein Zentrum für die Dorfgemeinschaft handle.

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