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Die Wonneberger sind mit ihrer Gemeinde zufrieden

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Wonneberg
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Eines der beiden großen Bauprojekte in Wonneberg ist der Kindergarten. In der Bürgerversammlung informierte Bürgermeister Martin Fenninger über den Baufortschritt des Vier-Millionen-Euro-Projekts.

Wonneberg – Bürgermeister Martin Fenninger informierte die Bürger umfangreich über die Gemeindepolitik. Mehr als einhundert Interessierte folgten dem Rechenschaftsbericht aufmerksam. Zwei große Bauprojekte beschäftigen derzeit Gemeinderat und Verwaltung. Aus den Reihen der Bürgerschaft gab es keinerlei Kritik an der Arbeit der Gemeinde. Den einzigen Kritikpunkt des Abends lieferte der Bürgermeister selbst: »Was mich ärgert, ist die Tatsache, dass es eine handvoll Bürger in der Gemeinde gibt, die an allem etwas auszusetzen haben«.


Wonneberg als eine der kleineren Gemeinden im Landkreis Traunstein verzeichnete einen leichten Anstieg der Einwohnerzahlen. Derzeit leben 1532 Menschen in der Gemeinde. Der Kindergarten im Ort sei mit 43 Kindern voll ausgelastet. Der Schulverband »Otting – St. Leonhard« habe derzeit sechs Klassen mit 115 Kindern. Hoch zufrieden zeigte sich Fenninger nicht nur mit den Schulen, sondern auch mit der Zusammenarbeit in der Verwaltungsgemeinschaft mit Waging am See.

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Gleich zwei große Bauprojekte beschäftigten derzeit die Gemeinde, so Fenninger. Der neue Kindergarten sei in der Bauphase. Der Winter habe zu einer kleineren Verzögerung geführt. Weiter mache der Bürgersaal in Zusammenhang mit der Dorfplatzgestaltung große Fortschritte in der Planung. Besonders lobte er den Ideenreichtum seiner Bürger. Es seien sehr viele konstruktive Vorschläge eingegangen, die in die Planungen bestmöglich Berücksichtigung finden sollten. Er hoffe zudem, dass die Realisierung mit der katholischen Kirche gelinge und der Bürgersaal zum Treffpunkt für »alle weltlichen und kirchlichen Feste« wird.

Gemeindekämmerer Bernhard Kraus informierte über die kommunalen Finanzen. Der Verwaltungshaushalt hat ein Volumen von 2,1 Millionen Euro. 286 000 Euro könnten in den Vermögenshaushalt überführt werden. Dieser habe ein »Jahrzehntehoch« von 3,3 Millionen Euro, was insbesondere auf das Vier- Millionen-Euro-Projekt Kindergartenbau zurückzuführen sei. Mit der Kreditaufnahme von zwei Millionen Euro habe man seit vielen Jahren nun wieder Schulden gemacht. Kraus betonte daher ausdrücklich, »sowohl den neuen Kindergarten als auch den Bürgersaal können wir uns als Gemeinde leisten, ein drittes Großprojekt geht auf keinen Fall«.

Laufenden Angelegenheiten wie Fahrbahnerneuerungen schritten Zug um Zug voran, so Fenninger. In baurechtlichen Belangen sind die Bauleitplanungen in Plattenberg, Hellmansberg, Enzersdorf sowie an der Salzburger Straße am Laufen. Zudem soll eine Ausgleichsfläche in Ruhsdorf geschaffen werden. Der Breitbandausbau schreite ebenfalls gut voran und sei zu großen Teilen abgeschlossen. Das Vergabeverfahren für die verbliebenen Ortsteile solle schnellstmöglich in Angriff genommen werden. Besonders stolz zeigte sich der Bürgermeister auf die Feuerwehr. Etwa 90 Einsatzkräfte und 15 Jugendliche stünden zur Verfügung und die Ausrüstung sei auf einem guten Stand.

Fenninger freue es, dass Veranstaltungen wie der Leonhardiritt, der Adventsmarkt oder das Maibaumaufstellen im vergangenen Jahr so gut besucht waren und dass sich die Bürger so gut in das gesellschaftliche Leben einbringen. Deshalb sei für ihn der geplante Bürgersaal auch von großer Bedeutung. Er solle ein Ort der Begegnung werden.

Enttäuscht zeigte er sich nur von ein paar wenigen Gemeindebürgern, die seiner Meinung nach Freude daran hätten, anderen Steine in den Weg zu legen. Jeder dürfe seine Meinung haben und diese vertreten. Wenn Stolpersteine und Hindernisse jedoch immer wieder von den Gleichen eingebracht würden, so sei dies schon sehr kräftezehrend. hob


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