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Burschen-Gaufest 2021 in Hörpolding

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Burschen Gaufest 20121 Hörpolding
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An Bernhard Zeilinger vom Burschen- und Arbeiterverein Vachendorf (rechts) übergab Gauvorsitzender Michael Reithmeier die Ehrennadel des Gauverbands in Gold. (Foto: H. Eder)

Wonneberg – In der Jahresversammlung des Gauverbands der Burschen- und Arbeitervereine des Chiemgaus und Rupertiwinkels im Gasthaus Gruber in Weibhausen wurde der Rahmen für die nächsten Jahre gesetzt. 220 Mitglieder aus 36 Vereinen beschlossen einstimmig, das Gaufest 2021 an den Burschenverein Hörpolding zu vergeben, der mit einem 35 Mann starken Aufgebot angerückt war. Das Gaufest des kommenden Jahres richtet der Burschenverein Neukirchen aus. Und weil sich für 2020 kein Verein gemeldet hat, wird es stattdessen eine Burschen-Wallfahrt geben; Ziel ist voraussichtlich die Wallfahrtskirche St. Leonhard.


Zweiter Gauvorsitzender Konrad Mitterreiter berichtete von 45 Vereinen und einem Einzugsgebiet vom Landkreis Rosenheim bis zum Berchtesgadener Land und im Norden bis Altötting und Mühldorf mit zusammen 10 808 Mitgliedern. Größter Verein ist der Burschenverein Obing mit 620 Mitgliedern, gefolgt von Schnaitsee (513) und Hörpolding (511 Mitglieder). Kurz darauf stieg die Zahl der Mitgliedsvereine um einen an: Bei vier Gegenstimmen wurde die Burschen- und Dirndlschaft Tengling-Törring mit 120 Mitgliedern aufgenommen.

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Gauvorsitzender Michael Reithmeier ging im Rückblick auf die Jubiläen des aktuellen Jahres ein, bei denen er verdiente Mitglieder geehrt habe. Das Gaufest in Lampoding sei bei hervorragendem Wetter und bester Stimmung eine wunderbare Veranstaltung gewesen. Zum zweiten Mal ist heuer ein Schafkopfturnier ausgerichtet worden. 25 Partien seien zusammengekommen, was sich für den Gauverband auch finanziell gelohnt habe, wie Kassier Andreas Strasser bestätigte. Insgesamt hat die Kasse nicht zuletzt dadurch ein ansehnliches Plus aufzuweisen. Im kommenden Jahr findet das Schafkopfturnier am 9. März statt.

Reithmeier fragte dann nochmals, ob sich nicht doch noch jemand für das Gaufest 2020 melden würde, etwa der Burschen- und Arbeiterverein Weibhausen-Wonneberg, der 2020 sein 120-jähriges Bestehen begeht; dessen Vorstandschaft winkte aber ab. So wird es stattdessen eine Wallfahrt geben, das erste Mal wieder seit 1990. Als Ziel schlug er St. Leonhard am Wonneberg vor. Einstimmig wurde das so abgesegnet.

Einstimmig wurde auch die Bewerbung des Burschenvereins Hörpolding für das Gaufest 2021 angenommen, zumal der Verein mit 35 Mann angerückt war. Der Hörpoldinger Vorsitzende Georg Siglreithmayer stellte seinen Verein kurz vor. Die Festwoche wird vom 30. Juli bis 8. August stattfinden. Bereits geplant sind das Gaufest am 1. August, der Kreisbauerntag und Kabarett. Die alljährlichen Vereinsfeste werden 2021 von Oktober auf August vorverlegt – darunter das 30. Goaßn- und Laterndlfest.

Für das Gaufest 2022 haben zwei Vereine den Hut in den Ring geworden. Der Burschenverein Nußdorf feiert dann, wie Vorsitzender Felix Osenstätter informierte, sein 125-jähriges Bestehen. Wenn man in diesem Rahmen zusätzlich das Gaufest feiern dürfte, wäre das eine »Supersach'«. Und er erinnerte daran, dass es 2004 »fast eine Wallfahrt gegeben« hätte, wenn nicht die Nußdorfer noch eingesprungen wären. Auch Peter Linner, der Vorsitzende des Burschenvereins Seeon, bewarb sich für seinen Verein um das Gaufest 2022. Zwar habe der Verein 2012 schon einmal das Gaufest ausgerichtet, aber es gebe jetzt eine junge, motivierte Truppe. Die Versammlung nahm die Bewerbungen zur Kenntnis – abgestimmt wird kommendes Jahr.

Martin Planthaler vom Burschen- und Arbeiterverein Heiligkreuz, der heuer sein 110-jähriges Bestehen mit dem Zehnjährigen der Dirndlschaft gefeiert hatte, informierte, dass statt der Gastgeschenke zum Fest 1500 Euro an den Sozialfonds der Stadt Trostberg gespendet wurden. Das Fest sei sehr gut gelaufen, und es sei noch eine weitere Spende geplant.

Florian Steinmaßl vom Burschenverein Lampoding, der heuer das Gaufest ausgerichtet hatte, übergab, eine Spende an den Gauverband. An die Vereine appellierte er, bei den Anmeldungen genauer zu sein: Etliche Vereine seien unentschuldigt ferngeblieben, andere mit viel weniger Teilnehmern gekommen als angekündigt. Dies erschwere dem ausrichtenden Verein die Organisation. Diesem Appell schloss sich auch der Gauvorsitzende an. Schorsch Huber vom Burschen- und Arbeiterverein Kammer würdigte die Vereine, die am Kammerer Jubiläum teilgenommen haben und informierte, dass eine Spende von 1500 Euro an die Aktion »Die im Dunklen sieht man nicht« gegeben wurde. Dann informierten noch Vertreter der Burschenvereine Eggstätt und Neukirchen über ihre Feste im kommenden Jahr. Das Gaufest in Neukirchen findet am 4. August 2019 statt, Programmpunkte sind unter anderem ein Kabarettabend mit Martina Schwarzmann, ein Weinfest und ein Volksmusikhoagart.

Reithmeier regte dann noch eine gemeinsame Spendenaktion an, wie es sie schon gegeben habe: Damals war das Geld an den Irmengard-Hof der Björn-Schulz-Stiftung gegangen. Als Nutznießer einer künftigen Aktion schlug Reithmeier die Hospizarbeit in der Region vor. Dafür erwarte er in nächster Zeit Reaktionen der Vereine; es könnten durchaus andere Organisationen als Spendenempfänger genannt werden.

Abschließend verlieh Reithmeier die Ehrennadel des Gauverbands in Gold an Bernhard Zeilinger vom Burschen- und Arbeiterverein Vachendorf. Er war 21 Jahre lang Vorsitzender und hatte 1998 bis 2013 in der Gauvorstandschaft mitgearbeitet. he