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Aus dem Primizaltar wird ein Pavillon

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Fleißig an der Arbeit sind Jugendliche aus der Firmgruppe, mithelfende Fachleute, die Mitglieder der Kirchenverwaltung und weitere Helfer. Aus dem ehemaligen Primizaltar wird ein Pavillon für das Jugendhaus. (Foto: Martin Riedl)

Wonneberg – Aus dem Primizaltar, an dem 2006 und 2007 zwei junge Priester aus der Gemeinde Wonneberg ihre erste Heilige Messe gefeiert haben, wird ein Pavillon für Jugendliche. Die Aktion 72 Stunden, die seit Donnerstag und noch bis Sonntag läuft, war der gefundene Anlass, den Altar als Sommerpavillon im Garten des Jugendhauses installieren. Die 72-Stunden-Aktion ist eine Sozialaktion des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) und seiner Verbände. In 72 Stunden werden dabei in ganz Deutschland Projekte umgesetzt, die die »Welt ein Stückchen besser machen«, wie es in der Ausschreibung heißt.


Im Juli 2006 feierte Gottfried Grengel seine Primiz in St. Leonhard, der mittlerweile Pfarrer der Pfarre Adnet in der Erzdiözese Salzburg ist. Ein Jahr später, im Juli 2007, las Pater Johannes Fenninger vor heimischer Kulisse zum ersten Mal die Heilige Messe. Er ist Ordenspriester in der geistlichen Familie »Das Werk« und ist derzeit in der Pfarrei St. Sebastian in Feldkirch/Gisingen in Voralberg tätig. Das war damals schon etwas Besonderes: Gleich zwei Männer aus der Kuratie St. Leonhard wurden kurz hintereinander zum Priester geweiht. Das war natürlich gebührend gefeiert worden.

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Die beiden Zimmerer Konrad und Johann Kriegenhofer hatten damals das Abbinden, also das Herrichten der Holzbalken, übernommen und für die beiden Primizen einen wunderbaren Altar gebaut. Im Lauf der Zeit war dieser Altar bei so manchen größeren Freilicht-Gottesdiensten im Chiemgau zum Einsatz gekommen und war daher öfter auf- und abgebaut worden. Jahrelang jedoch lagerte er gut eingebettet auf dem Dachboden des Leichenhauses und verstaubte dort.

Die Kirchenverwaltung der Kuratie St. Leonhard überlegte immer wieder, wo und wie der Altar wieder zur Geltung kommen könnte. Da bot sich die 72-Stunden-Aktion an. Eine Firmgruppe, die Landjugend, Kirchenverwaltungsmitglieder und einige Helfer machten sich ans Werk, den Pavillon im Garten des Jugendhauses zu errichten. Auch Bernhard Kriegenhofer, ein Enkel eines der Altarbauer, war wesentlich an der endgültigen Platzierung beteiligt. Somit waren alle Voraussetzungen gegeben, dass das Werk in nachfolgender Generation zur fachmännischen Vollendung gebracht wurde.

Wichtige Vorarbeiten waren bereits vor einem Monat erledigt worden. So wurden die Holzbauteile vom Dachboden heruntergetragen und zwischengelagert. Mitglieder der Kirchenverwaltung und die Firmgruppe halfen tatkräftig mit. In der vergangenen Woche bauten Josef und Michael Lechner aus Ramgraben das Fundamt für die Hütte und legten auch gleich die Einfassung für das Pflaster fest. Am Donnerstag kurz nach 17 Uhr war der offizielle Start der 72-Stunden-Aktion. Die Landjugend mit der Vorsitzenden Janina Nagler war dabei, ebenso Mitglieder aus dem landkreisweiten Kooperationskreis zur 72-Stunden-Aktion, die Jugendpflegerin Melanie Sterkel und Vroni Hötzendorfer sowie die Kirchenverwaltung und natürlich die Firmlinge.

Begonnen wurde mit einer Andacht im Jugendhaus. »Jeder hat seine von Gott gegebene Gnadengabe« und diese sollte man »füreinander einsetzen«, sagte Gemeindereferent Martin Riedl. Anschließend brachte die Landjugend den geschmückten First zurück und übergaben ihn.

Das Grundgerüst stand bereits am Donnerstag, am gestrigen Freitag waren die Schindeleindeckung und die Holzverschalung an der Reihe. Am heutigen Samstag stehen die Befestigungs- beziehungsweise Pflasterarbeiten an. Auch das Erdkabel für den Stromanschluss muss gelegt werden.

Als fleißige Mitarbeiter mit dabei sind die Jugendlichen Lukas Reiter, Florian Lechner, Nico Lohwieser, Maxi Mayer, Florian Wolff, Georg Posch, Jonas Peres, Lukas Mayer, Matthias Parzinger und Konstantin Kleißl; dazu als Helfer Bernhard Kriegenhofer, Franz Mayer und Franz Fenninger, die Mitglieder der Kirchenverwaltung Georg Posch, Konrad Ostermaier, Paul Fenninger und Kirchenpfleger Johann Poller sowie Gemeindereferent Martin Riedl. he