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Zu wenig Hundetoiletten in Waging? Gemeinderat vertagt Entscheidung

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Waging: Zu wenig Hundetoiletten? Gemeinderat vertagt Entscheidung
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Die Entscheidung, ob in der Marktgemeinde noch weitere Hundetoiletten aufgestellt werden, wurde vertagt.

Waging am See – Der Marktgemeinde liegen Anfragen zur Aufstellung weiterer Hundetoiletten im Gemeindegebiet vor – und zwar in Tettenhausen, Otting, Holzhausen, Holzleiten, Krautenberg und Hausleiten. Der Gemeinderat hat das Thema in seiner jüngsten Sitzung beraten, aber noch keine Entscheidung getroffen. Die Vorschläge sollen noch mit dem Bauhof, der für die Aufstellung und Leerung der Behälter zuständig ist, durchgegangen und auf ihre Zweckmäßigkeit hin geprüft werden.


Derzeit gibt es 18 Hundetoiletten verteilt über das Gemeindegebiet. Der Bauhof sei rund fünf Stunden pro Woche damit beschäftigt, diese zu leeren und zu reinigen, informierte Kämmerer Bernhard Kraus in der Gemeinderatssitzung. Aufgrund der Kosten für Personal und Fahrzeug ergibt dies einen finanziellen Aufwand für die Gemeinde von rund 13.500 Euro pro Jahr. Dazu kommen noch rund 800 Euro jährlich für die Hundetütchen. Die Kosten für den Kauf einer Hundetoilette bezifferte Kraus auf rund 850 Euro.

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Die Entsorgung der Hinterlassenschaften von Hunden obliege der Verantwortung der Hundehalter, betonten sowohl Kraus als auch mehrere Gemeinderäte in der Diskussion.

Es sei immer wieder zu beobachten, dass sich Hundehalter, wenn sie an einer Hundetoilette vorbeikämen, ein Tütchen entnehmen, den Spaziergang fortsetzen und später dann, wenn der Hund sein Geschäft verrichtet habe, die Hinterlassenschaft darin beseitigen. Folgt dann aber keine weitere Hundetoilette, werden die Tütchen von einigen Hundehaltern achtlos weggeworfen.

Deshalb müsste man eigentlich flächendeckend auf den von Hundehaltern besuchten Strecken Hundetoiletten aufstellen, was unrealistisch sei, zumal die Entsorgung auch im normalen Hausmüll erfolgen könnte.

Die Marktgemeinde Waging vereinnahmt jährlich rund 10.500 Euro Hundesteuer. Für den ersten Hund beträgt die Steuer laut Kraus 40 Euro pro Jahr, für den zweiten 70 Euro und für jeden weiteren 100 Euro. Für Kampfhunde bezahle man jährlich 600 Euro. In der Marktgemeinde gibt es derzeit um die 240 angemeldete Hunde darunter einen Kampfhund. kon

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