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Die weihnachtliche Beleuchtung der Straßen und Gassen sowie der Christbaum auf dem Rathausplatz sorgten auch in den Tagen nach Weihnachten für Glanz im abendlichen Waging. (Foto: Caruso)

Weihnachtsstimmung lockte in die Ortsmitte – Geschäft lief besser als ursprünglich erwartet

Waging am See – Die Festtage sind vorbei, aber ein bisschen weihnachtlich war es noch Anfang Januar in der Ortsmitte von Waging, die auch kurz nach dem Dreikönigstag im festlichen Lichterglanz erstrahlte. Entsprechend gut war die Stimmung unter den Menschen.


Gefühlt schlenderten in den letzten Wochen besonders viele Menschen kurz nach Einbruch der Dunkelheit durch die Straßen und Gassen der Marktgemeinde, um die schöne Stimmung zu genießen, das Kripperl in der Kirche anzuschauen oder um die Auslagen in den illuminierten Schaufenstern zu bestaunen. Denn das Gros der Geschäfte im Ortskern bot wieder herrlich dekorierte Fenster. Alles erstrahlte im Glanz von Lichterketten und wirkte stimmungsvoll.

Die Mühe des Dekorierens scheint nicht umsonst gewesen zu sein: Die Bilanz, die der Vorsitzende von »Waging bewegt«, Markus Oswald, zieht, fällt gar nicht schlecht aus: »Wir mussten natürlich Abstriche machen, aber unter den Voraussetzungen, unter denen das Weihnachtsgeschäft gestartet ist, konnten wir natürlich nicht erwarten, dass wir die Ergebnisse erreichen, wie wir sie vor Corona erzielt haben.« Trotz allem sei es dann noch besser gelaufen als ursprünglich befürchtet. »Das haben wir vor allem auch unseren treuen Stammkunden und den Waginger Bürgern zu verdanken, die uns glücklicherweise wieder besuchten und mit ihrem Einkauf unterstützt haben.« Für diese Unterstützung, den Zuspruch, den auch die Gasthäuser erfuhren, wolle er sich im Namen aller Mitglieder von »Waging bewegt«, ganz herzlich bedanken.

Es sei auch schön, dass wieder so viele Kunden an der Aktion der Waginger Geschäfte »Einkaufen – und Geld zurück« mitmachten. Die teilnehmenden Mitgliedsgeschäfte von »Waging bewegt« hatten dazu bei einem Einkauf Teilnehmerzettel an die Kunden ausgegeben, auf denen die Bon-Nummer der Quittung eingetragen werden konnte; dann brauchte der ausgefüllte Zettel nur noch in einen Briefkasten am Rathaus neben dem großen Christbaum am Marktplatz eingeworfen werden, um an der Verlosung teilzunehmen.

Die Glücksfeen von »Waging bewegt« zogen an jedem Werktag einen Gewinner: Die Glücklichen erhielten in Form eines Gutscheins bis zu einer Summe von 50 Euro das Geld wieder zurück, das sie in dem jeweiligen Geschäft ausgegeben hatten. Dieser Gutschein durfte wiederum bei allen gekennzeichneten Betrieben eingelöst werden. An den vier Adventssamstagen loste man sogar jeweils vier Gewinner aus. Insgesamt freuten sich zahlreiche Kunden über die Gutschriften. »Damit fällt die Resonanz auf unsere Cash-Back-Aktion, die wir schon vor einigen Jahren ins Leben gerufen haben, um für unsere Geschäfte zu werben, wieder erfreulich positiv aus«, erzählt Karin Wiedemann, die sich zusammen mit Lydia Wembacher für »Waging bewegt« um die Verlosung gekümmert hat. Sie zeigte sich zufrieden, »dass es eigentlich ganz gut lief«. Etwas wehmütig blickt hingegen Lydia Wembacher zurück. Sie und ihr Mann Hans Wembacher schlossen nämlich ihr Reisebüro schon Mitte Dezember für immer. Zum einen verlagern sich Reise-Buchungen zunehmend ins Internet und zum anderen bestimme das Corona-Virus die Urlaubsplanung, was große Herausforderungen mit sich bringe.

Die 2-G-Regelung, wonach im bayerischen Einzelhandel nur noch Geimpfte und Genesene Zugang haben, sorgte offenbar ebenfalls für Befürchtungen und bewog viele Geschäftsinhaber dazu, ein Schild an ihrer Ladentür anzubringen, mit dem Hinweis, dass das Geschäft geöffnet ist. Wie viele Käufer wegfielen oder ins Internet abwanderten, weil sie nicht geimpft sind, lässt sich jedoch nicht feststellen. Doch generell gilt, dass die Schließung von Läden auch pandemiebedingt droht.

»Wenn Kunden ihre Produkte bei örtlichen Händlern anstatt bei anonymen Internetriesen kaufen, helfen sie mit, diesen Trend zu stoppen. Daheim einzukaufen, bedeutet auch, den Ortskern der Marktgemeinde für Einheimische und Urlaubsgäste attraktiv und belebt zu halten«, betont Markus Oswald. Außerdem sichert der Einkauf in den hiesigen Geschäften gut erreichbare Arbeitsplätze in der Region.

ca

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