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Ziel der Wallfahrt der Waginger Maria-Tann-Wanderer war heuer die Maria-Hilf-Kirche in Schneizlreuth, in der Geistlicher Rat Horst Kreß den Gottesdienst hielt.

Wallfahrt der Maria-Tann-Wanderer führte nach Schneizlreuth

Waging am See – Nach coronabedingter Unterbrechung konnte der Verein der Waginger Maria-Tann-Wanderer endlich wieder eine Wallfahrt unternehmen. Dabei sucht die Vorstandschaft um den Vorsitzenden Oswald Heining, nach Möglichkeit eine Kirche zu Ehren der Mutter Maria als Ziel aus. Heuer ging es deshalb zur Bad Reichenhaller Filialkirche Maria Hilf in Schneizlreuth.


1755 erreichte der Wirt von Schneizlreuth durch zähe Verhandlungen die Erlaubnis des Salzburger Konsortiums für den Bau bzw. die Erweiterung der schon bestehenden Kapelle. Die Eremitage wurde ab 1776 von dem Traunsteiner Josef Arnold, Mitglied des III. Ordens, als Einsiedler bezogen. 1850 wurden Verhandlungen über eine notwendige Erweiterung der Kapelle geführt, sodass im Herbst 1851 die Filialkirche Schneizlreuth gesegnet wurde. Durch die unermüdlichen Bemühungen des damaligen Kaplans von St. Nikolaus, Martin Heitzmann, kam es 1946 bis 1949 zum Bau der jetzigen Kirche Schneizlreuth. Die Weihe erfolgte am 9. Oktober 1949 durch Weihbischof Anton Scharnagl.

Die rund 60 Wallfahrtsteilnehmer kamen in der Maria-Hilf-Kirche zusammen, in der der Vereinspfarrer, Geistlicher Rat Horst Kreß, den Gottesdienst hielt, begleitet von Martin Stief und seinem Sohn Florian auf der Ziach mit volksmusikalischen Waisen.

Kreß sagte, man wisse nicht viel über Maria, aber sie sei ein bescheidenes Mädchen gewesen, als Gott mit seinem Vorhaben an sie herangetreten sei. Maria habe »ja« zum Auftrag Gottes gesagt. Sie sei ein stabiler Anker in der heutigen Zeit. Zu ihr dürften wir mit unseren Anliegen kommen. »Maria hilft immer«.

Durch den schrecklichen Krieg in der Ukraine würden die Menschen wieder hellhörig, um dem Wesentlichen zuzuhören. Die Menschen müssten miteinander und nicht gegeneinander reden, um Lösungen zu finden, so der Geistliche Rat.

Nach der geistlichen Einkehr der Waginger Wallfahrer erfolgte die weltliche Einkehr. Dazu fanden sie sich auf der Sonnenterrasse des »Wurznwirts« ein, um ein paar schöne Stunden bei angeregten Gesprächen zu verbringen. Musikalisch bestens unterhalten wurden sie von Martin und Florian Stief, die von Willi Schneider mit der Tuba begleitet wurden.

Bjr

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