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Waginger Gemeindewerke ziehen in den ehemaligen Penny-Markt

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Waginger Gemeindewerke ziehen in den ehemaligen Penny-Markt
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In den ehemaligen Penny-Markt ziehen die Gemeindewerke ein. (Foto: H. Eder)

Waging am See – Die Gemeindewerke Waging (GWW) ziehen in das Gebäude des ehemaligen Penny-Markts um, das seit rund zehn Jahren leer steht. Bürgermeister Matthias Bader-huber und die Leiterin der Gemeindewerke, Patricia Hund, erläuterten in einem Gespräch mit dem Traunsteiner Tagblatt die Gründe, warum dieser Umzug notwendig ist, obwohl es doch gerade erst zwei Jahre her ist, dass die GWW aus dem Rathaus in das Gebäude der Tourist-Info »ausgesiedelt« worden waren.


Fünf neue Mitarbeiter sollen in den kommenden Jahren das GWW-Team verstärken, das aktuell 15 Personen umfasst, davon sieben im Bereich Kläranlage beziehungsweise Abwasser. Außerdem sollen Lager und Werkstatt an einem Ort zusammengeführt werden. Für diesen Zweck wird das ehemalige, 1996 errichtete Ex-Penny-Gebäude mit seinen 700 Quadratmetern Grundfläche als geradezu ideal erachtet. Und nicht nur nebenbei freut sich Bürgermeister Baderhuber über die 60 Parkplätze, die dort auf der 4600 Quadratmeter großen Fläche zur Verfügung stehen und dann weitgehend auch von der Allgemeinheit genutzt werden können – auch wenn die Fläche ein bisschen abgelegen ist. Aber, so Baderhuber, »besser dort als gar keine Parkplätze«.

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Patricia Hund erläutert die Personalsituation. Die Vorschriften, so zählt sie auf, nehmen in allen Bereichen immer mehr zu. Vielerlei Arbeiten im Bereich von Wasserleitungen und auch beim Strom dürfen ihren Angaben zufolge nur noch von Firmen ausgeführt werden, die dafür eine spezielle Zertifizierung aufweisen können. Ansonsten bleibe die Gewährleistung bei den GWW als Auftraggeber. Von daher sei es notwendig, für solche Arbeiten auch eigene Kräfte zur Verfügung zu haben und sich so, wie der Bürgermeister ergänzte, »bei den Sparten die Kompetenzen wieder selber zu holen«.

Hund konkretisiert: »Es sind die rechtlichen Vorschriften, die immer strenger werden. Etwa beim Wasser ist es so, dass ein Betrieb in unserer Größenordnung bereits einen Wassermeister haben muss.« Dann stehe im kommenden Jahrzehnt die vollständige Auswechslung der aktuellen Zähler hin zu digitalen Geräten an – mit einem enormen Aufwand für die Werke. »Das alles geht nicht mehr so einfach wie früher.«

»Es ist sehr gut gelaufen«

Die Tatsache, dass die bisherigen Räume der GWW längst schon zu klein sind, ist Baderhuber schon seit rund einem halben Jahr bekannt, also von Anfang an, seit er im Mai sein neues Amt angetreten hat. Und so sei, wie er berichtet, schon seit Längerem gesucht und sondiert worden. Eine Möglichkeit zum Umzug wäre auch das Gebäude neben der Paketpost gewesen, das an das Staatliche Bauamt vermietet ist, und manch anderes mehr. Aber auch da wäre alles wieder »Flickschusterei« gewesen, da die Räumlichkeiten nicht für alle Bedürfnisse ausgereicht hätten. Auch die Möglichkeit eines Neubaus sei geprüft worden. Aber der alte Penny-Markt sei von Anfang an eine Alternative gewesen.

Baderhuber nahm dann Kontakt mit dem Besitzer auf. Man sei sich sehr schnell über die Konditionen einig geworden, stellt er zufrieden fest: »Es ist sehr gut gelaufen.« Dieser Tage seien die Verträge mit einer langfristigen Laufzeit unterzeichnet worden.

Die Umbauarbeiten werden als überschaubar angesehen. Im ehemaligen Verkaufsbereich sollen die notwendigen Büroräume und ein Besprechungsraum entstehen; dort wird dann auch der Werkausschuss tagen, der mittlerweile als eigener Ausschuss eingerichtet worden ist – aufgrund der vielen Themen, die im Werkebereich anstehen, nicht zuletzt wegen der umfangreichen Ertüchtigung der Kläranlage. Bisher waren Bau- und Werkausschuss in einem Gremium zusammengefasst gewesen.

Im ehemaligen Verkaufsbereich müssen dann neben einer Fußbodenheizung im Wesentlichen nur Zwischenwände im Trockenausbau eingezogen werden. Die vorhandenen Sanitärräume und die Küche, die sich im hinteren, dem früheren Anlieferungsbereich befinden, sind trotz des langen Leerstands noch in akzeptablem Zustand, ebenso die Gasheizung. Die übrigen Flächen in diesem Bereich stehen dann für Werkstatt und Lager zur Verfügung. Denn bisher sind die Materialien der GWW auf verschiedene Plätze verteilt, unter anderem im Bauhof, im Untergeschoß der Tourist-Info und bei der Firma Heigermoser, die für die Gemeindewerke viele Arbeiten im Bereich Wasser und Heizung übernimmt.

In der Werkausschuss-Sitzung in der kommenden Woche soll bereits der Planungsauftrag erteilt werden.

Gemeinderat hat Projekt abgesegnet

Im Gemeinderat waren, wie der Bürgermeister berichtet, zwei Sitzungen notwendig gewesen, bis das Thema GWW-Umzug in das ehemalige Penny-Gebäude abgesegnet war. Dann aber sei der Beschluss einstimmig gefasst worden. he