weather-image
20°

Waging hat in den vergangenen zehn Jahren »viel gemacht«

0.0
0.0
Bildtext einblenden
Die Zufahrtsstraße zum Eichberghof wurde neu asphaltiert. (Foto: Gemeinde Waging)

Waging am See – Seit 24 Jahren ist Matthias Schneider (Freie Wähler) Gemeinderat. Seit mehr als zehn Jahren ist er Referent für die Straßen, den Wald und die Gewässer – und zwar der erste seiner Art in der Marktgemeinde. Da er nicht mehr zur Wahl antritt, wird im nächsten Gemeinderat ein anderer diese Funktion übernehmen müssen. In seinem letzten Bericht zum Stand der Straßen blickte Schneider nun nicht nur auf 2019 zurück, sondern auf die vergangenen zehn Jahre. »Wir haben in dieser Zeit für die Gemeindestraßen schon viel gemacht«, so sein Fazit. Dennoch hoffe er, dass der leichte Rückstau der letzten zwei bis drei Jahre aufgrund personeller Engpässe im Bauamt aufgeholt werden könne.


Schneider liegen nicht nur die großen Maßnahmen am Herzen, sondern auch kleine, die aber für die Bürger durchaus wichtig sein können. So mahnte er auch in seinem letzten Bericht nochmals einen Zebrastreifen zur sicheren Straßenüberquerung beim Friedhof an. Bürgermeister Matthias Baderhuber lobte ihn für die die gute und gewissenhafte Arbeit über all die Jahre.

Anzeige

Sein aktueller Bericht bezog sich auf das Jahr 2019, mit einem kurzen Ausblick für 2020.

Insgesamt habe die Gemeinde Waging am See rund 130 Kilometer öffentliche Straßen und rund 240 Kilometer öffentliche Feld- und Waldwege zu unterhalten, so Schneider. Für den Straßenleichtausbau waren 2019 seinen Angaben zufolge im Haushalt der Gemeinde 200 000 Euro eingeplant. Nur ein Teil der Vorhaben habe realisiert werden können – vor allem wegen Überlastung der Bautechniker. So seien die Zufahrt Eichberghof und die Zufahrt Neuhauser Untervockling auf einer Länge von 130 Metern neu geteert worden. Die Kosten dafür betrugen laut Schneider rund 12 000 Euro. Bei Aich sei ein kurzes Straßenstück ebenfalls asphaltiert worden, Kostenpunkt rund 9500 Euro. Im Oktober 2019 sei der Geh- und Radweg entlang der Staatsstraße 2105 bei Seeteufel bis Krautenbach auf einer Länge von 850 Metern neu asphaltiert worden. Die Kosten dafür habe das Staatliche Bauamt Traunstein getragen.

Für 2020 wurden 250 000 Euro im Haushalt für den Straßenausbau eingestellt. Damit sollen der Straßenabschnitt Halmberg-Schuster am See, ein Teilstück bei Angerpoint und der Gehweg bei Aglassing in Stand gesetzt werden. Der Ausbau der Straße bei Steppach wurde zurückgestellt.

Mit rund 50 Kilometern Bächen ist die Marktgemeinde reich an Oberflächengewässern. An diesen waren auch 2019 wieder Unterhaltsmaßnahmen notwendig. So kostete die Bachräumung nach Felssturz und der Böschungsverbau im Lohbach bei Graben rund 5700 Euro. Für die Böschungssicherung am Altofinger Bach bei Ebing auf circa 50 Metern wurden 8000 Euro aufgewendet. Im Forstgraben bei Hirschhalm musste der Bach auf etwa hundert Meter geräumt werden, ebenso wie der Altbach bei Lug. Dies kostete jeweils circa 1000 Euro. Durch das Wasserwirtschaftsamt Traunstein wurde im Grünbach unterhalb Starz eine Kiesfangräumung vorgenommen. Gleiches geschah im Dobelbach (Rendlmühle) und Höllbach bei Mittermühle.

Die Marktgemeinde Waging besitzt zur Zeit 10,31 Hektar Wald. Im vorigen Jahr gab es dort keine nennenswerten Schadereignisse. Die Bewirtschaftung des Waldes erfolgt durch das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Traunstein. Mit dem Amt wurde dazu ein Vertrag auf 20 Jahre geschlossen.

Matthias Schneider ging in seinem Bericht auch kurz auf die Niederschlagssituation ein. Demnach war 2019 mit rund 1200 Litern Jahresniederschlag pro Quadratmeter ein normales Jahr entsprechend dem langjährigen Durchschnitt für Waging. Der niederschlagärmste Monat sei wie auch im Vorjahr der April mit 33 Liter pro Quadratmeter gewesen, der niederschlagreichste der Mai mit 227 Liter. kon

Mehr aus Waging am See