Viele Besucher flanierten durch die Marktgemeinde am Marktsonntag

Viele Besucher flanierten durch die Marktgemeinde am Marktsonntag
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Spaßmacherin Manuela ist ein Garant für gute Unterhaltung. Sie zog auch am gestrigen Sonntag wieder Scharen von Mädchen und Buben an. (Foto: Caruso)

Waging am See – Als letzter der vier Marktsonntage im Jahr in Waging am See ist der Martinimarkt naturgemäß schon auf Weihnachten ausgerichtet. Das Warenangebot, das an den zahlreichen Ständen am Sonntag auslag, umfasste – neben Utensilien des täglichen Gebrauchs – Schmuck, Spielsachen, Bücher, Babysachen, wärmende Kleidung, Schuhe, Obst und Gemüse, Gewürze, mediterrane Spezialitäten, Feinkost und Kosmetikartikel sowie vor allem auch schon weihnachtliche Dekorationsartikel wie Türkränze, Adventsgestecke und Christbaumschmuck.


Das Zentrum der Marktgemeinde war dieses Mal aber kein Ort des Getümmels, obwohl Unzählige auf den Beinen waren und die Gelegenheit nutzten, an der frischen Luft einzukaufen. Denn es hatten sich viele schon am frühen Vormittag aufgemacht, da sie einem größeren Gedränge aus dem Weg gehen wollten. Auch weil der Marktsonntag relativ weitläufig war, gab es einen nur coronakonformen Andrang.

»Menschentrauben wollten wir angesichts der aktuell doch sehr hohen Infektionszahlen auch gar nicht«, betonen die beiden Marktorganisatorinnen Lydia Wembacher und Karin Wiedemann von »Waging bewegt«. Es sei ein schöner und angenehmer Markttag gewesen mit zufriedenen Fieranten und Geschäftsleuten und gut versorgten Kunden. Zudem war es ein sehr guter Tag zum Spazierengehen. Einen Teil dazu trug wohl auch das schöne Wetter bei. Der Sonnenschein lockte auch nicht wenige in die Straßencafés und die Gastgärten, um einen Cappuccino, ein Stück Kuchen oder etwas Herzhaftes zu genießen. Schon fast aus den Händen gerissen wurden einem Konditor die Krapfen, Auszognen oder Pavesen, die er am Rathauseck frisch zubereitete.

Ein Teil des kulinarischen Angebots war den kühler werdenden Zeiten angepasst. So gab es schon Glühwein und Punsch, Stollen, Früchtebrot und Lebkuchen.

Knapp 30 Händler hatten ihre Stände aufgebaut. Unter ihnen war auch Adelheid Nardella. Sie hatte gut zu tun: Nachdem sie einer Kundin ihre Schafmilchseifen gezeigt hatte, erläuterte sie einer anderen ihr Sortiment an weiteren Körperpflegeprodukten. »Ich bin sehr zufrieden. Es sind viele Leute da, die sich freuen, ein bisschen bummeln zu können.« Überdies lobte Adelheid Nardella die Marktgemeinde, den Verein »Waging bewegt« und deren Marktleitung, »weil dieses Mal wieder alles so angenehm verläuft und alles so gut vorbereitet und organisiert ist«. Und weiter: »Andere Kommunen trauen sich das gar nicht«, meinte die Fierantin, die schon öfters an Waginger Märkten teilnahm.

Christiane Müller verkaufte am Stand von Lisa Rehrl und Lena Huber selbst gefertigten Weihnachtschmuck, Türkränze und Gestecke. Auch Müller bestätigt, dass die Nachfrage sehr gut sei. »Wir kommen schon seit genau 25 Jahren nach Waging. Es ist sehr schön, dass unsere Dekoartikel immer noch so gut ankommen.«

Zum ersten Mal dabei war eine Anbieterin von Honig- und Bienenwachsprodukten, die sich am Bürgermeister-Sebastian-Schu- beck-Platz aufgestellt hatte. Unmittelbar daneben boten Frauen ihre selbst genähten Baby-Anziehsachen an. Dass beide Stände stets umlagert waren, lag wohl auch daran, dass davor die fünfköpfige Waginger Wirthaus-Musi zünftig aufspielte und die Menschen auf dem Marktplatz bestens unterhielt. Gefragt wie eh und je war auch Spaßmacherin Manuela, die vis-a-vis die kleinen Marktbesucher stundenlang begeisterte.

Zudem gab es wieder eine Autoschau an der Bahnhofstraße. Von dieser Straße bis hin zur Tourist-Info herrschte reger Betrieb. Und mindestens an den Bosna-Ständen gab es immer wieder ansehnliche Schlangen zu beobachten. Ergänzt wurde das Marktangebot von einem Garagen-Flohmarkt auf dem Berschelmayer-Anwesen.

Das Sortiment der Fieranten war wie gewohnt bunt und vielseitig. Da gab es neben den türkischen Spezialitäten und den gebrannten Mandeln wieder die Brezenvielfalt aus Salzburg und einen Käseanbieter aus Vorarlberg. An der Touristinfo stand eine mobile Sauna, die zu diversen Gelegenheiten angemietet werden kann. »Leider ist sie nicht angeheizt«, bedauerte ein Marktbesucher, den es etwas fror. Dagegen half aber eine warme Mütze, ein dicker Schal oder die kuscheligen Socken, die es in reicher Auswahl gab. Auch in den Geschäften war einiges los.

ca

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