Überflutungen in Holzhausen vermeiden

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Waging: Überflutungen in Holzhausen vermeiden – mehrere Lösungen möglich
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Bei Starkregen kommt nicht nur von der Staatsstraße 2104 Waging-Traunreut Wasser, sondern vor allem auch von landwirtschaftlichen Flächen den Hügel herunter, das auch in die Keller von Wohnhäusern der Schlossbergsiedlung läuft. (Foto: Caruso)

Waging am See – Sowohl die Starkregen im Sommer des vorigen Jahres als auch die in diesen Sommermonaten lösten Überschwemmungen des Geländes an der Schlossbergsiedlung im Waginger Ortsteil Holzhausen bei Otting aus.


Zudem sind beide Male die öffentlichen und privaten Entwässerungseinrichtungen an ihre Grenzen gestoßen und Wasser und Schlamm in die Kellerfenster von zwei Wohnhäusern der Siedlung eingedrungen, die die Feuerwehren wieder leerpumpen mussten.

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»Bei Starkregen kommt nicht nur von der Staatsstraße 2104 Waging– Traunreut Wasser, sondern vor allem auch von landwirtschaftlichen Flächen den Hügel herunter, das zusätzlich noch mit Erdreich vermischt ist. Das schlammige Wasser fließt bis zum Tiefpunk in einer Mulde kurz vor der Grundstücksgrenze der umliegenden Häuser auf der rechten Seite der Straße in Richtung Traunreut«, sagte Tobias Mayer bei einem Ortstermin mit dem Traunsteiner Tagblatt.

Dieser Termin wurde vereinbart, nachdem Tobias Mayer, zuständig für Bautechnik im Rathaus der Marktgemeinde, in der Gemeinderatssitzung über das Problem und dessen Lösung berichtet hatte. Dabei kamen auch mehrere Anwohner und andere Betroffene zu Wort, die die Angelegenheit aus ihrer Sicht schilderten.

»Das Gelände ist auf der nordwestlichen Seite der Bebauung mit einer Geländemulde samt integriertem Damm geschützt, der das Wasser dann den weiteren Abflüssen zuleitet«, sagte Mayer. Die Aufnahme sei jedoch nur bis zu einer gewissen Menge an Wasser, Schlamm und Geröll möglich. Wenn die Schlamm- und Geröllmenge von Äckern und Wiesen zu groß sei, könne sie nicht mehr abfließen.

Zur Behebung des Problems habe die Marktgemeinde daher das Ingenieurbüro Raunecker in Burghausen mit der Fachplanung betraut. Das Büro hat bereits diverse Lösungen erarbeitet. Die vielversprechendste davon war das Anlegen eines Absetz- und Speicherbeckens am Rande der Schlossbergsiedlung.

»Damit hätte das Wasser kontrolliert und gedrosselt über einen Ableitungskanal unter der Staatsstraße hindurch und dann in südwestliche Richtung (Richtung Biburg) über die landwirtschaftlichen Flächen abfließen können.« Nach anfänglicher Zustimmung der unmittelbar betroffenen Grundeigentümer hätten sich jedoch einige weitere Unteranlieger nicht einverstanden gezeigt damit.

Deshalb lasse die Gemeinde derzeit weitere Vorschläge erarbeiten. Bei der Entscheidung, welche Variante dann tatsächlich infrage komme, wäge die Gemeinde Kosten und Nutzen ab. Dabei arbeite die Bautechnik der Marktgemeinde mit dem Ingenieurbüro Raunecker und falls notwendig auch mit Landratsamt und Wasserwirtschaftsamt zusammen.

»Wir versuchen, dass wir den bestmöglichen Umgang mit dem Regen- und Oberflächenwasser finden, der die Interessen von Bewohnern der Schlossbergsiedlung und der Landwirte gleichermaßen berücksichtigt«, sagte Mayer und wiederholte, was Bürgermeister Matthias Baderhuber auch schon in der Sitzung versprochen hatte. ca

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