Tankstelle soll erweitert werden

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Die Tankstelle an der Salzburger Straße in Waging soll in Richtung Staatsstraße erweitert werden. (Foto: Konnert)

Waging am See – Darf die Tankstelle an der Salzburger Straße in Richtung Staatsstraße erweitert werden? Die an den Bauausschuss gerichtete Voranfrage dazu wurde positiv beantwortet und das gemeindliche Einvernehmen hergestellt. 


Geplant ist der Neubau einer Waschhalle mit Fotovoltaikanlage östlich der bisherigen Gebäude. Die Anlage soll die jetzige Waschanlage in der Werkstatt ersetzen. Zudem sollen zwei Selbstbedienungswaschplätze und drei Serviceplätze entstehen. Das Vorhaben liegt zum Teil in der Bauverbotszone der Staatsstraße. Da aber die Staubsaugeranlage kein Gebäude ist, schlug die Verwaltung vor, dem Vorhaben zuzustimmen.

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Das Staatliche Bauamt Traunstein, mit dem der Plan im Vorfeld besprochen worden war, hat laut Bauamtsleiterin Sabrina Stutz, zunächst keine Bedenken geäußert. Seine Zustimmung verband der Bauausschuss mit der Auflage, dass die Sichtverhältnisse im Kreuzungsbereich nicht eingeschränkt werden dürfen.

Der Bau von Gartenhütten war Thema von drei weiteren Anträgen aus unterschiedlichen Ortsteilen, für die Bebauungspläne vorliegen, und zwar »Hägfeld«, »Römerleiten-Nord« und »An der Westendstraße«. Alle drei Anträge wären genehmigungsfrei, wenn sie alle Vorgaben des jeweils geltenden Bebauungsplans einhielten. Dies ist jedoch bei keinem der Fall, sodass isolierte Befreiungen von den Plänen notwendig waren. Es ging dabei um Abweichungen von der Dachgestaltung, den Baufenstern und der Grundfläche.

Alle drei Anträge erhielten letztlich das gemeindliche Einvernehmen, nur ein Bauwerber im Bereich des Bebauungsplans »Römerleiten-Nord« darf nicht von dem festgesetzten Abstand von einem Meter zur Grundstücksgrenze abweichen. Zum einen würde dies die Grundzüge der Planung stark beeinflussen, zum anderen wollte der Ausschuss keinen Präzedenzfall schaffen. Vergrößert er den Abstand, darf er aber bauen.

Abgelehnt wurde ein Antrag zum Bau einer 1,8 Meter hohen und zehn Meter langen Sichtschutzwand aus Metall und Holz an der westlichen Grenze eines Grundstücks im Bereich des Bebauungsplans »Römerleiten«. Dort sind mit Ausnahme der als offen zu gestaltenden Freiflächen nur bis zu einem Meter hohe Einfriedungen als naturbelassene Holzzäune zulässig. Die Festsetzungen des Plans unterscheiden zudem klar zwischen Grünflächen in Vorgärten und am restlichen Grundstück.

Durch den Bau des Zauns wären laut Verwaltung die Grundzüge des Bebauungsplans berührt. Dies sahen auch die Ausschussmitglieder so, daher ihre Ablehnung. Hinzu kommt, dass der Nachbar zwar beteiligt wurde, dem Vorhaben aber nicht zugestimmt hat. Mit der einstimmigen Ablehnung sollte auch einem Präzedenzfall vorgebeugt werden.

Die Verwaltung gab im Ausschuss bekannt, dass das alte Schulhaus in Tettenhausen 2022 saniert werden soll. Zum Bau der Kinderkrippe in Tettenhausen wurden verschiedene Gewerke vergeben. Die Firma Resch aus Aigen-Schlägl hat den Zuschlag für die lose Möblierung erhalten. Die Fliesenarbeiten gingen an die Firma Götz aus Mühldorf, die Betonbelagsarbeiten an die Firma Siglreitmaier aus Übersee. Mit den Natursteinarbeiten wurde die Firma Stadelmann aus Traunreut beauftragt.

Im Rahmen des Projekts zur Integrierten Ländlichen Entwicklung (ILE) erfasste Bauamtsleiterin Sabrina Stutz in allen drei Gemeinden der Verwaltungsgemeinschaft Waging am See die Daten für die Erstellung einer Flächenmanagement-Datenbank.

Dazu gehören leer stehende Wohn- und Gewerbegebäude, Wohngebäude mit Leerstandsrisiko, Hofstellen ohne Hofnachfolger und solche mit Restnutzung sowie leer stehende oder geringfügig bebaute Grundstücke und Baulücken. Die Datenbank ist notwendig als Grundlage für die künftige Ausweisung von Flächen für Bau-gebiete und zur Nachverdichtung. kon

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