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Seebäder ziehen an einem Strang

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Die Strandbäder von Strandkurhaus, »Seeteufel« und Tettenhausen in der Marktgemeinde Waging sowie die der Gemeinde Taching am See in Taching (Foto) und Tengling werden heuer wegen der Corona-Krise als sogenannte »Badestellen« ausgewiesen. Das bedeutet, dass der Eintritt frei ist, aber auch dass es keinerlei Badeaufsicht geben wird. Beim Binderhäusl in Petting wird der Gemeinde Petting das Grundstück als öffentliche Parkanlage zur Verfügung gestellt; auch hier wird es keine Badeaufsicht geben. (Foto: Tourist-Info Waginger See /Richard Scheuerecker)

Waging am See – Rund um den Waginger und Tachinger See kann man in diesem Sommer weitgehend kostenlos baden. Das ist bei einem Treffen entschieden worden, an dem die meisten Strandbadbetreiber teilgenommen haben. Ziel war es, um beide Seen herum eine allgemeingültige Lösung auszuarbeiten. Denn ab Montag dürfen die Bäder wieder öffnen.


Bei dem Treffen wurden einheitliche Regeln beschlossen. So wird in keinem Strandbad Eintritt verlangt, aber es gibt auch keinen Bademeister und keine Badeaufsicht. Die Stege werden nicht zugänglich sein, und auch der beliebte Eisberg beim »Seeteufel« wird nicht ins Wasser gelassen. Dagegen sind viele Infrastruktureinrichtungen offen: die Spielplätze, die Kioske sowie die WCs, Umkleiden und Duschen, soweit sie sich außen befinden.

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Ausgangspunkt der von Wagings Bürgermeister Matthias Baderhuber und seiner Tachinger Amtskollegin Stefanie Lang initiierten Sitzung war die Frage, ob und in welchem Umfang man den See in Corona-Zeiten nutzen darf. Ein Thema, das Gäste wie Einheimische gleichermaßen interessiert. »Seit zehn Tagen hat jeder dritte Anrufer in der Tourist-Info diese Frage gestellt«, so die Leiterin Eva Bernauer. Gemäß Infektionsschutzmaßnahmenverordnung ergeben sich folgende Pflichten: Es darf nicht mehr als ein Besucher je 20 Quadratmeter zugänglicher Fläche zugelassen werden, ein Mindestabstand von 1,5 Metern ist zueinander einzuhalten, Warteschlangen beim Zutritt zu oder Verlassen von Anlagen sind zu vermeiden.

Angesichts dieser Vorschriften einigten sich die Betreiber von Strandkurhaus, »Seeteufel« und Tettenhausen sowie die Gemeinde Taching für die Bäder Taching und Tengling, diesen Weg nicht zu gehen. Vielmehr wollen sie ihre Bäder als »Badestellen« ausweisen. Das heißt, der Gast betritt den Platz eigenverantwortlich, womit keine spezielle Überwachungspflicht durch den Betreiber besteht. Es gibt lediglich eine Verkehrssicherungspflicht für Gefahren, die vom Grundstück ausgehen können (z. B. Rasenmähen, Baumsicherung, plötzliche Untiefen). Die Überwachung der infektionsrechtlichen Vorschriften obliegt der Gesundheitsverwaltung. Folglich ist also der Eintritt frei, und es gibt keine Badeaufsicht. Wasserspielgeräte wie Sprungturm, Eisberg oder Badestege stehen ebenfalls nicht zur Verfügung. Spielplatz, Kiosk, Außenduschen, gesonderte WC-Anlagen und Außen-Umkleidekabinen stehen – sofern vorhanden – allerdings schon.

Eine Einschränkung gilt für die Gemeinde Taching. Wie Bürgermeisterin Lang mitteilen ließ, muss erst noch der Gemeinderat in seiner Sitzung am 15. Juni über diese Thematik beschließen; bis dahin gibt es noch keinen Strandbadbetrieb. Separate Regelungen gelten beim Strandcamping Waging und beim Binderhäusl in Petting. Der Betreiber von Strandcamping und Kurhaus stellt in Absprache mit der Gemeinde und der Tourist-Info den Waginger Bürgern und deren Gästen die gesamte rechte Hälfte der Liegewiese (rund 14500 Quadratmeter vom Biergarten bis zum Bootsverleih) kostenlos als Badestelle zur Verfügung. Auch der Zugang zu den Toiletten, Umkleiden, Außenduschen, Imbiss und allen weiteren Einrichtungen steht weiterhin zur Verfügung.

Beim Binderhäusl in Petting hat man sich dafür entschieden, heuer der Gemeinde Petting das Grundstück als öffentliche Parkanlage zur Verfügung zu stellen. Daher wird es keine Badeaufsicht oder ähnliches geben, auch der Steg wird gesperrt. Geöffnet haben lediglich der Kiosk, der Biergarten (eingezäunt) und die Toiletten unter Einhaltung der Vorschriften für die Gastronomie. Im Übrigen werden am Ufer Hinweisschilder mit Aufschrift »Baden auf eigene Gefahr« und »Abstandhalten« aufgestellt. he

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