Schluss mit lustig - Bauern geht die Luft aus

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»Schluss mit lustig – uns Bauern geht die Luft aus«, ist auf dem Plakat von Sepp Hubert zu lesen.
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Mit ihren Traktoren kamen die Landwirte aus der Region zur Bergader Molkerei in Waging und verliehen ihren Forderungen Nachdruck. (Fotos: Albrecht)

Waging am See – Als »ungenügend« empfinden die sechs bäuerlichen Organisationen die Antworten auf ihre Aktion »Schluss mit lustig« der weiterverarbeitenden Betriebe (wir berichteten mehrfach). Sie wollen höhere Preise für ihre Produkte, auch für jene, die direkt für den Einzelhandel und den Export bestimmt sind. Deshalb setzten sie ihre Aktion nun fort – dieses Mal bei Bergader in Waging und bei AlmRind in Traunstein.

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Es sei nicht ihre Absicht, lediglich einige verarbeitende Betriebe für ihre Misere verantwortlich zu machen, sondern sie alle dazu aufzurufen, sich bei ihren Verhandlungen auch für die Bauern stark zu machen, betonten die Veranstalter von »Schluss mit lustig«. Organisiert wird sie vom BDM, von der AbL, von der LSV-Milchgruppe, EMB sowie Freie Bauern und auch dem MEG-Milchboard.

Deshalb wollen sie die Weiterverarbeiter auch weiterhin im Blick behalten und, wenn nötig, Druck ausüben. Die Abnehmer der Bauern sollten sich nicht hinter illusorischen Marktgesetzen verschanzen, an denen Nichts geändert werden könne, betonten die Bauern weiter.

Natürlich sei dabei auch die Politik in die Pflicht zu nehmen. Auch hier sei die Unterstützung der weiterverarbeitenden Betriebe – ob bei Milch und Milchprodukten, Fleischprodukten, Obst, Feldfrüchten und Getreide – gefragt. Schlussendlich sei es auch für die Weiterverarbeiter vorteilhaft, ihre Marktmacht zu zeigen und sich mit den Bauern zu verbünden.

Ihre Forderungen brachten sie nun erneut gegenüber den Geschäftsführern Jürgen Dorfer (Bergader) und Max Attenberger jun. (AlmRind) vor. Sprecher für die Bauern waren Albert Aschauer, Sepp Hubert und Andreas Lang. Am Ende der Veranstaltung machten die Bauern jedenfalls klar, sie würden keinesfalls aufgeben und auch weitere und vielleicht schärfere Maßnahmen zur Geltung bringen, falls ihre Anliegen wieder so wenig Beachtung finden, wie bisher. al

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