Radiosendung mit Blaskapelle Jung Otting
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Foto: Thomas Pfeffer
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Radiosendung mit Blaskapelle Jung Otting

Waging am See/ Otting – „Das Fest muss gehen, das haut hin“, war die Aussage vom Vorsitzenden Alfons Thaler in der kürzlich gesendeten Radiosendung „Musikstund“ auf dem Sender Bayernwelle. Die Verantwortlichen der Blaskapelle Jung Otting und der Bezirksvorsitzende Thomas Egger vom Musikbund Chiem- und Rupertigau waren in der von Georg Kamml moderierten Sendung kürzlich zu Gast im Aufnahmestudio.


Dass die Planungen des großen Bezirksmusikfestes in Otting aufgrund der Corona-Pandemie von schwierigen Zeiten geprägt waren, gab Alfons Thaler in der Sendung unumwunden zu: „Vergangenes Jahr um diese Zeit hätten wir das Gründungsfest schon fast nur im kleinen Rahmen gefeiert, aber wir haben wieder umdisponiert weil wir gesagt haben: Das Fest muss gehen, das haut hin.“ Nachdem man bereits bei dem sehr schönen Musikfest in Leobendorf dabei war, wissen die Veranstalter der Blaskapelle Jung Otting, dass die Veranstaltungen möglich sein können. „Bei uns wird es genau so schön“, erwähnt der Vorsitzende der Jung Ottinger mit einem Augenzwinkern.

Auch Musikleiter Sepp Thaler freute sich in der Sendung auf das anstehende 50-jährige Gründungsfest: „Der Festsonntag wird ein wunderschöner Musikantensonntag“. An diesem Höhepunkt der Festtage werden die Ottinger Böllerschützen die Bevölkerung in den Morgenstunden zum 52. Bezirksmusikfest mit Salutschüssen aufwecken. Der Festgottesdienst, welcher mit der Singgruppe Avalon gestaltet wird, findet dann auf der Wiese auf der Verbindungsstraße nach Kammer statt, bevor der prächtige Festzug in Richtung Festzelt ziehen wird. Dort werden dann am Nachmittag die „Greadoia“ und die „Ruperti-Blosn“ aufspielen.

Wie Stefan Weiß, der stellvertretende Musikleiter und Vorsitzende erwähnt, wird es natürlich auch an den anderen Tagen ein buntes Programm geben: „Beginnen wird alles am Mittwoch mit dem Kreisbauerntag und  am Donnerstag findet dann das Open Air mit den „Life Jacks“ statt.“ Ein besonderer Tag wird bestimmt am Freitag unter dem Abend „Wirtshausmusik unterwegs“ zu dem die bekannte Fernsehmoderatorin Traudl Sieferlinger ein großes Programm für alle Volksmusikfreunde zusammengestellt hat. „Wenn dann bei der Kirche in Otting das Totengedenken und der offizielle Festakt stattgefunden hat, treten wir Jung Ottinger beim Wein- und Weißbierfest natürlich auch selber auf“, so Stefan Weiß.

Alfons und Sepp Thaler berichteten in der Sendung allerdings auch über „Historisches“ aus dem vergangenen halben Jahrhundert. Max Poschner, der ehemalige Schullehrer in Otting und Leiter der Ruperti-Jagdhornbläser hat die Blaskapelle im Jahre 1972 ins Leben gerufen. Ihm hat es gefallen eine Blasmusik mit jungen Leuten aufzubauen. „Wir waren also die allererste Bläserklasse“, so Sepp Thaler. „Durch seine Jagdmusik hat er die Kinder in der Schule an die Instrumente herangeführt und bereits in den Anfangsjahren gab es einen großen Zulauf an Musikanten. „Auch schon viele Dirndl waren damals dabei, was Anfang der 1970-er Jahre bei Musikkapellen noch gar nicht üblich war“, weiß der Musikleiter zu berichten.

„Nach einem Monat üben spielten wir schon den ersten Faschingszug“, weiß Alfons Thaler aus diesen Zeiten zu berichten. Beide „Thalers“ sind nämlich „bis auf die ersten zwei Monate“ seit der Anfangszeit mit dabei. „Die ersten Auftritte haben uns musikalisch „abgehärtet“ weiß Alfons Thaler zu berichten. Auch Thomas Egger vom Musikbund freut sich auf die anstehenden Festtage: „Es wird ein großes Fest aller Blasmusikanten, zu dem sich Besucher und Festteilnehmer sehr freuen dürfen“.

fb/red

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