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Zugführer Martin Pöllner, Gefahrgutbeauftragter bei der Waginger Feuerwehr, führte den neuen, sich selbstständig aufrichtenden Faltbehälter zum Aufbewahren größerer Mengen von Chemikalien den Feuerwehr-Führungskräften vor. Unser Bild zeigt von links Martin Pöllner, Paul Seehuber, Alois Mader und Willi Strobl. (Foto: FF Waging)

Neuer Gefahrgutbehälter für die Feuerwehr

Waging am See – Bei der Freiwilligen Feuerwehr Waging wurde ein neuer Gefahrgutbehälter in Betrieb genommen. Er hat ein Fassungsvermögen von 5000 Litern und richtet sich während des Füllvorgangs selbstständig auf. Der Behälter besteht aus beidseitig mit Alcryl beschichtete Chemiefasergewebe, welches ein breites Spektrum an Beständigkeit gegenüber Chemikalien wie Laugen, Säuren und Mineralölen hat. Über eine spezielle Füllarmatur kann der Behälter befüllt und auch entleert werden.


Als Gefahrgut bezeichnet man Stoffe, Zubereitungen und Gegenstände, von denen aufgrund ihrer Natur, ihrer chemischen oder physikalischen Eigenschaften bestimmte Gefahren für die öffentliche Sicherheit, Gemeingüter oder das Leben und die Gesundheit von Menschen, Tieren oder der Umwelt ausgehen. In Zeiten von chemischer Industrie, Transporten per Lkw und Bahn gibt es eine Vielzahl von Einsatzszenarien, die auf eine Feuerwehr zukommen können. Sei es ein Gefahrstoffaustritt im Rahmen einer Produktion, bei Verladearbeiten von Gebinden mit gefährlichen Stoffen oder ein Unfall mit Gefahrgut transportierenden Fahrzeugen. Im Einsatzgebiet der Feuerwehr Waging mit den vielbefahrenen Staatsstraßen 2104 und 2105 gilt hier unter anderem auch der Waginger See als besonders schützenswertes Gebiet.

Um auf mögliche Gefahren vorbereitet zu sein, wird bei der Waginger Feuerwehr bereits seit den frühen 1980er Jahren eine umfangreiche Ausrüstung für Gefahrguteinsätze vorgehalten, welche auch immer wieder dem aktuellen Stand der Technik angepasst wurde. Neben verschiedensten Chemikalienschutzanzügen und Sonderlöschmitteln wie Pulver und Schaum kommen auch zahlreiche Ausrüstungsgegenstände zum Auffangen, Abdichten und Umpumpen zum Einsatz. Erst vor wenigen Wochen musste ein Teil dieser Spezialausrüstung bei einem Verkehrsunfall auf der Tettenhausener Brücke eingesetzt werden, um eine Verschmutzung des Waginger und Tachinger Sees zu vermeiden.

Nun wurde diese Spezialausrüstung um einen wesentlichen Bestandteil erweitert. Möglich war dies, weil die Bergader Privatkäserei GmbH die Beschaffung des neuen Behälters im Rahmen einer großzügigen Spende finanzierte.

Der Gefahrgutbehälter ist nun Bestandteil der Ausrüstung des Umweltschutzanhängers der Feuerwehr Waging, um bei einem Unglücksfall sofort eingesetzt werden zu können.

fb

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