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Marktgemeinde Waging ist auch weiterhin schuldenfrei

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Der Neugestaltung des Bahnübergangs Weidach kostete die Marktgemeinde Waging rund 77 000 Euro. (Foto: Konnert)

Waging am See – Das Jahr 2017 stellt sich für die Gemeinde Waging am See aus finanzieller Sicht positiv dar. Diese erfreuliche Nachricht überbrachte Kämmerer Bernhard Kraus dem Gemeinderat mit dem Rechenschaftsbericht 2017. Der vorläufige Jahresabschluss weist beim Gesamthaushalt einen Zuwachs um fast 1,4 Millionen gegenüber den Planungen auf. Rund eine Million davon entfallen auf den Vermögenshaushalt, der Rest auf den Verwaltungshaushalt.


Der Verwaltungshaushalt finanziert sich zu rund 73 Prozent aus den Steuern und Zuweisungen, so wie vorgesehen war. »Mit rund 9,6 Millionen Euro Steuereinnahmen haben wir wieder ein sehr ordentliches Ergebnis«, so der Kämmerer. Die größten Posten bei den Steuereinnahmen bilden die Einkommensteueranteile mit rund 3,7 Millionen Euro (ein leichtes Plus von rund 190 000 Euro gegenüber den Planungen) und die Gewerbesteuer mit fast plangenau rund 3,5 Millionen Euro.

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Auch die Schlüsselzuweisungen von rund einer Million Euro liegen im Plan. Doppelt so hoch wie geplant waren dagegen die Einnahmen aus der Grunderwerbsteuer mit 93 000 Euro. Auch bei den Gebühren, die rund 14 Prozent der Einnahmen ausmachen, lag ein leichter Anstieg (um rund 100 000 Euro) gegenüber den Planungen vor.

Neben der Kreisumlage mit rund drei Millionen Euro schlugen bei den Ausgaben vor allem die sächlichen Verwaltungs- und Betriebsausgaben mit rund 2,9 Millionen Euro und die Personalkosten mit rund 1,6 Millionen Euro zu Buche. Bei den beiden letzten Positionen liegen die Summen aber leicht unter den Planungen. Letztendlich gab es im Verwaltungshaushalt ein ordentliches Plus von 2,8 Millionen Euro, das dem Vermögenshaushalt zugeführt wurde. Das sind rund 40 000 Euro mehr als vorgesehen.

Der Vermögenshaushalt belief sich auf 4,25 Millionen Euro. Davon wurden für die Feuerwehren rund 110 000 Euro aufgewendet, verschiedene Anschaffungen für die Grund- und Mittelschulen und der Bau von Schulbushäuschen (rund 45 000 Euro) finanziert, Investitionskostenzuschüsse für sportliche Einrichtungen und Sportvereine (rund 11 000 Euro) gewährt, Verbesserungen der Verkehrsinfrastruktur (rund 300 000 Euro), darunter der Bau einer Ersatzbrücke bei Gaden mit rund 66 000 Euro und des Bahnübergangs Weidach mit rund 77 000 Euro, der Kauf von Grundstücken und die Erschließung von Baugebieten (rund 105 000 Euro) getätigt.

Für die Erneuerung der Straßenbeleuchtung wurden rund 22 000 Euro benötigt, für den Bauhof knapp 280 000 Euro. 116 000 Euro kostete zum Beispiel die neue Kehrmaschine. Für den Bau der Bergader-Kindertagestätte »Käsemäuse« fielen rund 159 000 Euro an, beim Kindergarten Tettenhausen wurden Verbesserungen vorgenommen, am Skaterplatz für rund 20 000 Euro. In die Verbesserung der Breitbandversorgung hat die Gemeinde im vergangenen Jahr rund 180 000 Euro investiert.

Investiert wurde auch in touristische und kulturelle Einrichtungen. So kostete die Modernisierung des Baiuvarenmuseums rund 70 000 Euro, Bau und Ausstattung der Gemeindebücherei rund 44 000 Euro. Für touristische Belange wurden rund 54 000 Euro aufgebracht, wobei die Rad- und Wanderwegbeschilderung und die Neugestaltung des Kurparks im Rechenschaftsbericht erstmal nur mit minimalen Kosten berücksichtigt sind und deutlich teurer werden.

Rund zwei Millionen Euro wurden den Rücklagen zugeführt. Diese haben sich damit auf 2,9 Millionen Euro erhöht. In dieses positive finanzielle Umfeld passt es auch, dass die Gemeinde im Vorjahr keine Kredite aufnehmen musste. Im Gegenteil, 2017 konnte der letzte Kredit in Höhe von 331 000 Euro zurückgezahlt werden, sodass die Gemeinde schuldenfrei ist. Auch für die kommenden Jahre rechnet Kraus mit einer guten Finanzlage für die Gemeinde. Die Gemeinderatsmitglieder aller Fraktionen nahmen den Rechenschaftsbericht lobend zur Kenntnis. kon