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Allerlei praktische Tipps für die Jugendarbeit hatte Thomas Janscheck (rechts) im Gepäck, die er anschaulich den Jugendleitern der Gartenbauvereine vermittelte.

Lieder und Geschichten zur Gelben Rübe: Aktivtag für Jugendleiter der Gartenbauvereine

Waging am See – Die Jugendarbeit in den Vereinen braucht immer wieder neue Ideen und Impulse, um die Kinder zu begeistern. Diese gab es bei einem Aktivtag für die Jugendleiter der Gartenbauvereine in Otting von Thomas Janscheck, seines Zeichens Landschaftsgärtner und Naturpädagoge aus Wolnzach.


Er versteht es, Menschen zu motivieren, sich mit der Natur zu befassen, und das mit viel Wissen und auf spielerische und musikalische Weise. Die von den Jugendsprechern des Kreisverbands für Gartenkultur und Landespflege Traunstein eingeladenen 25 Jugendleiter und anderen Interessierten aus 13 Gartenbauvereinen hatten sich auf einen bunten, lustigen und interessanten Tag eingelassen. »Wie bringt man Kinder in den Garten?« war die zentrale Frage. Wie vermittelt man, dass der Garten nicht als bloße Pflanzenproduktionsstätte oder auch als Eventraum wahrgenommen wird, sondern als Teil der Natur, so wie der Mensch selber auch? Wissen und Erfahrung werden verbunden mit Achtsamkeit, Schöpferkraft, Fantasie und sinnlicher Wahrnehmung. So riet der Experte, sich aus der Fülle der Vorschläge für einen Tag nur eine einzige Pflanzenart auszusuchen. Zum Beispiel die Gelbe Rübe und diese mit Wissen über ihre Herkunft, Wachstum, Geschmack und Zubereitung sowie Geschichten und Liedern mit allen Sinnen erfahrbar zu machen.

Anschließend übernahm Kräuterpädagogin Dr. Juliane Daniel und brachte den Teilnehmern mit »Wenns zwickt und zwackt – Erste Hilfe aus der Natur« die inneren Schätze der Heilpflanzen näher.

Nach dem Mittagessen verließ die Gruppe die Räume des Gasthauses Oberwirt in Otting, um direkt auf der Wiese praktische Anregungen zu genießen. Zuerst mussten Kräuter pantomimisch dargestellt werden – mit dem neuerworbenen Wissen ein Leichtes. Und lustig dazu.

Zum Mitnehmen konnten Weidengebinde zum Einpflanzen hergestellt werden, Schmuck aus Holunderzweigabschnitten und Rosenzucker. Teebeutel wurden mit Hopfen gefüllt – schließlich kam der Referent aus der Holledau – um als »Hopfenhanserl«, wie die kleinen Schlafkissen dort genannt werden, mit ins Bett genommen zu werden.

Doch der wirkliche Schatz zum Mitnehmen war der große Fundus an Ideen, die nun der Jugendarbeit in den Traunsteiner Gartenbauvereinen zugute kommen.

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