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Kläranlage, Hackschnitzelheizung und mehr

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Waging: Kläranlage, Hackschnitzelheizung und mehr
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Bürgermeister Matthias Baderhuber (Mitte) und Patricia Hund ehrten Johann Singhammer (links) für sein 25-jähriges Dienstjubiläum. (Foto: Konnert)

Waging am See – Viel Zeit hat sich der Gemeinderat Waging am See genommen, um sich vor Ort zu den Betriebsanlagen der Gemeindewerke Waging in den Sparten Abwasserentsorgung, Wasser- und Wärmeversorgung zu informieren. Die mehrstündige Besichtigungstour startete bei der Kläranlage Waginger See in Frohnholzen und führte dann über das Bioheizkraftwerk in Tettenhausen zu Einrichtungen der Wasserversorgung in Waging. Begleitet wurden die Gemeinderäte und Bürgermeister Matthias Baderhuber von der Leiterin der Gemeindewerke, Patricia Hund.


Die Kläranlage Waginger See wird von den Gemeinden Waging, Kirchanschöring, Petting, Taching am See und Wonneberg genutzt. Der Abwasseranfall pro Tag beträgt rund 3600 Kubikmeter. Wie Johannes Singhammer, der Betriebsleiter der Kläranlage, erläuterte, wurde die 1995 in Betrieb genommene Anlage zukunftsweisend gebaut, kommt aber jetzt nach gut fünfundzwanzig Jahren Betriebszeit langsam in die Jahre, sodass neben verschleißbedingten Reparaturen jetzt auch Modernisierungs- und Erweiterungsmaßnahmen anstehen.

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Diese erläuterte Patricia Hund. Die Anlage werde von jetzt 32.500 Einwohnervergleichswerten (EW) auf 53.000 EW vergrößert. Dazu sind unter anderem ein neues Rechengebäude und mittelfristig ein zweites Vorklärbecken geplant. Auch über eine Schlamm-Trocknungsanlage wird nachgedacht, weil dadurch das Schlammvolumen und damit auch die Entsorgungskosten deutlich reduziert würden.

Zum Abschluss des Besuchs im Klärwerk überraschte Bürgermeister Matthias Baderhuber den langjährigen Leiter der Einrichtung Johann Singhammer mit einer Dankurkunde zum 25-jährigen Dienstjubiläum. Patricia Hund, die Leiterin der Gemeindewerke, überreichte ihrem Mitarbeiter auch im Namen aller Arbeitskollegen eine Biokiste als Geschenk.

Am Heizkraftwerk Tettenhausen wurden die Gemeinderäte von Thomas Huber, zuständig von Seiten der Gemeindewerke für diese Einrichtung, erwartet. Neben der Besichtigung der Anlage wurden vor allem die Themen »Hackschnitzellieferung« und »Qualitätsbeurteilung des Heizmaterials« diskutiert. Man lege großen Wert auf regionale Lieferungen, kann dies aber nur bedingt in der neuen öffentlichen Ausschreibung über einen Kriterienkatalog festlegen, weil die Vergabebedingungen des öffentlichen Diensts eingehalten werden müssen. So sehr man dies bedauere, so Patricia Hund, habe man keinen Einfluss darauf, von woher künftig die Hackschnitzel angeliefert würden und welcher Bieter den Zuschlag bekomme.

Das 3000 Quadratmeter große Regenrückhaltebecken im Kurpark unweit des Bajuwarenmuseums war das nächste Ziel der Rundtour. Es sei ihr ganz wichtig, dass die Gemeinderäte diese Vorrichtung mal gesehen hätten, denn was für den Laien eigentlich kaum sichtbar ist, weil gut unter der Erde »versteckt«, sei bei Starkregenereignissen für die Gemeinde eminent wichtig, um die in kurzer Zeit sich sammelnden Wassermassen zurückzuhalten, bevor sie in den Schmutzwasserungskanal gehen. In Waging gibt es drei solcher Becken. Neben dem größten Becken im Kurpark gibt es noch zwei kleinere, eines in der Bahnhofstraße und eines in der Strandbadallee.

Mit der Besichtigung der Brunnen im Hägfeld, bei denen zur Zeit die Pumpen Schritt für Schritt ausgetauscht werden und des Hochbehälters bei Gepping, endete die Tour. Der Hochbehälter soll im kommenden Jahr gründlich saniert werden. Über die nicht geringen Kosten dafür, wie für viele andere Maßnahmen, deren Notwendigkeit an diesem Tag »erlebbar« wurden, müssen auch die Waginger Gemeinderäte entscheiden. kon

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