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Kreisvorstand Stefan Ammon (von links) ehrte die treuen Mitglieder Christian Egginger und Georg Kraller. Rechts im Bild ist Vorstand Hans Wagenstetter.

Jahreshauptversammlung des Bienenzuchtverein Waging am See

Waging am See – 80 Mitglieder hat der Bienenzuchtverein Waging am See derzeit, darunter 16 Frauen. Wie Vorsitzender Hans Wagenstetter bei der Jahreshauptversammlung des Vereins erklärte, hatte der Verein Stand Januar 2022 450 Völker. Fünf Neuimker seien gewonnen worden. Dem stehen vier Austritte aus Krankheitsgründen gegenüber. Interessierte Neuimker sollen sich bitte rechtzeitig melden.


Kassier Albert Wegscheider sprach von einem soliden Kassenstand. Wie er berichtete, verlief die Auswinterung allgemein gut, das Frühjahr dagegen eher schlechter, da fast kein Blütenhonig anfiel. Dafür gab es aber Waldhonig. Im letzten Jahr war die Schwarmstimmung sehr gering.

Es gab auch wieder Besuche bei anderen Vereinen und den bayerischen Imkertag. Mit 15 Personen ging es nach Freilassing zum Lehrbienenstand. Der sehr gelungene Ausflug endete mit einer schönen Brotzeit. Wagenstetter forderte die Imker auf, verschiedene Kurse zu besuchen, um den Wissensstand zu erweitern und zu halten. Kurse werden angeboten unter anderem in Freilassing und Umweltgarten Wiesmühl und Fridolfing.

Wünschenswert sei, auch den Stammtisch, der jeden ersten Sonntag im Monat um 18 Uhr stattfindet, zu besuchen. Diese finden im Vereinsheim des Schützenvereins an der Weixlerstraße statt. Ab Mai ist wieder geplant, den Stammtisch beim Bienenhaus im Kurpark abzuhalten.

Der Verein hat seit letztem Jahr eine Honigschleuder mit Zubehör. Diese kann sich jeder ausleihen, ebenso den Dampfwachsschmelzer und Melitherm. Honiggläser und Etiketten gibt es wie immer beim Vorstand.

Zum Thema Bienengesundheit berichtete Stefan Ammon, der Honigobmann von Bayern und Kreisvorsitzende des Landesverbands Bayerischer Imker im Landkreis Berchtesgadener Land, dass keine Fälle der amerikanischen Faulbrut bekannt sind. Bei der Varroa-Milbe sei es sehr unterschiedlich. Die einen Völker waren sehr stark belastet, die anderen waren weniger stark belastet. »Wichtig ist, dass nur zugelassene Varroa-Behandlungsmittel benutzt werden«, so Ammon. Jede Behandlung sei im Bestandsbuch nachzuweisen.

Die Kreisversammlung findet am 26. Februar um 13.30 Uhr beim Altwirt in Piding mit dem Fachvortrag von Dr. Nicole Höchel vom Institut für Bienenkunde und Imkerei in Veitshöchheim zum Thema Vespa Velutina (eine sehr große Bedrohung für die Imker, größer als der Borkenkäfer) statt.

Am Bienenhaus im Kurpark gibt es heuer wieder eine Informationsstunde. Wagenstetter lobte die Gemeinde für die jährliche Spende von 200 Euro. Kreisvorstand Stefan Ammon überreichte dann die Ehrenurkunden an Georg Kraller für 20 Jahre Mitgliedschaft in Silber sowie an Christian Egginger für 15 Jahre in Bronze.

Bienenfachwirtin Karin Kirmse aus Inzell berichtete dann über die »Wachsgewinnung und Verarbeitung«. Die Imker erhielten unter anderem einen detaillierten Einblick, wie wertvoll das gewonnene Wachs ist – dient es doch als Kinderstube für die Bienen und Schutz vor Austrocknung. Wichtig ist der offene Wachskreislauf unter Beachtung der Wabenhygiene, des Rotationsprinzips und das Aussortieren der alten dunklen Waben.

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