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In Gemeinschaft geht alles leichter

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Waging: Neues Funktionsgebäude der DJK Otting gesegnet
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Gemeindereferentin Waltraud Jetz-Deser weihte nach dem Gottesdienst das neue Funktionsgebäude der DJK Otting ein. (Foto: Eder)

Waging am See – Mit einem schön gestalteten Gottesdienst, der Weihe des neuen Funktionsgebäudes und einem anschließenden Picknick auf dem Fußballplatz ist bei der DJK Otting der »Sportlersonntag« in angenehmer Atmosphäre gefeiert worden.


Der Altar war auf der kleinen, in das Funktionsgebäude integrierten Tribüne aufgestellt worden, flankiert von den Fahnenabordnungen der Ortsvereine und von einer Abordnung der Musikkapelle Otting. Die zahlreichen Gottesdienstbesucher – darunter auch die beiden Bürgermeister Matthias Bader-huber und Martin Dandl - hatten auf Bänken, die auf dem Sportplatz aufgestellt waren, Platz genommen.

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Gemeindereferentin Waltraud Jetz-Deser stellte den Gottesdienst unter das Motto »Gemeinschaft«. Dies veranschaulichte sie am Beispiel eines Balls, den sie zuerst allein hochwarf und den sie sich danach zusammen mit der kleinen Franziska gegenseitig zuwarf.

»Einen Ball allein zu werfen wird auf die Dauer langweilig«, meinte sie dazu, »es braucht dazu mindestens einen anderen. Dann wird es erst richtig schön. Denn das Spiel verbindet die Menschen.« Dieses Bild dehnte sie dann auf das Leben insgesamt aus: »Das Leben ist auch ein Spiel, in dem wir nicht allein unterwegs sind. Besonders in der Coronazeit spüren wir, dass wir Gemeinschaft brauchen.«

Im Laufe des Wortgottesdienstes traten etliche Ottinger Sportler zum Altar und erzählten, wie sie die Coronazeit erlebt hatten beziehungsweise immer noch erleben. »Kein Training, keine Spiele, kein gemütliches Beisammensitzen danach« vermisste der eine. »Es fehlt mir richtig, dass man nicht mehr mit Spielern aus anderen Vereinen zusammenkommt«, klagte ein anderer. »Es fehlt mir der Ansporn im Team«, so eine Dritte, »um seine Kräfte mobilisieren zu können.«

»Viele Menschen haben wohl in der Coronazeit Sehnsucht verspürt«, fasste Waltraud Jetz-Deser zusammen, »man merkt das oft erst dann, wenn einem etwas abgeht.« Am Anfang der Corona-Pandemie habe es sicherlich dem einen oder anderen ganz gut getan, dass es weniger Termine gab, aber irgendwann habe dann das Zusammenkommen mit anderen Menschen gefehlt. Im Evangelium wurde die Geschichte von der »Speisung der Fünftausend« erzählt. Dieses Erlebnis eines gemeinsamen Essens könne man im anschließenden Picknick nachempfinden, wenn die gebratenen »Gickerl« verzehrt werden, lud sie zu einem Beisammenbleiben nach dem Gottesdienst ein: »Auch Jesus wusste, dass Leib und Seele zusammengehören.«

Die Fürbitten wurden mit verschiedenen Sportgeräten veranschaulicht: der Ball für Fairness im Spiel, walking sticks als Unterstützung für von Verletzungen geplagte Sportler, Tennisschläger als Symbol für Durchhaltevermögen, der Eisstock für an einem Strang ziehen. Die Kerze am Schluss symbolisierte das Gedenken an die Verstorbenen. Musikalisch umrahmt wurde der Gottesdienst von der Musikkapelle unter Leitung von Tobias Schreiber.

Danach wurde das neue Funktionsgebäude geweiht. Waltraud Jetz-Deser spendete dem Gebäude, das mit vieler Hände Arbeit, Kreativität, Geist und Kraft gebaut worden sei, den Segen. Und sie bat um Schutz für alle, die hier arbeiten und die mit dem hier untergestellten Bus unterwegs sind. Besonders gut gefiel ihr die kleine Tribüne: »Hier kann man gern wieder mal Gottesdienst feiern.«

DJK-Vorsitzender Sepp Frisch jun. freute sich über den guten Besuch des »Sportlersonntags« und schilderte kurz das Zustandekommen des Funktionsgebäudes, das den zu klein gewordenen und in die Jahre gekommenen Holzschuppen ersetzt. Dabei hob er seinen Vorgänger Georg Steinmaßl hervor, unter dessen Ägide der Bau entstanden war – unterstützt von über 1000 freiwilligen geleisteten Arbeits- und Maschinenstunden. Das Wichtigste daran sei die Busgarage, so Frisch, die damit endlich vor Ort sei, aber auch der Platz für die Rasenpflegemaschinen und das Bierzelt-Zubehör seien von großem Vorteil. Und nicht zuletzt werde die Tribüne gut angenommen.

Nach dem Gottesdienst und der Weihe stellten sich die meisten Besucher in einer – nach Corona-Bestimmungen wohlgeordneten – Reihe auf, um die vorbestellten Brathendln abzuholen. Viele nahmen sie sich nach Hause, eine ganze Reihe von Besuchern aber blieb noch eine Weile. Auch die Musikanten blieben noch und unterhielten die Besucher bei ihrem gemütlichen Picknick musikalisch. he

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