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Die Volksschule Wonneberg in St. Leonhard soll ihren Strom bald aus einer eigenen Photovoltaikanlage beziehen. (Foto: M. Konnert)

Höhere Umlage für Schulverband Otting-Wonneberg

Waging am See – Für den Schulverband Otting-Wonneberg sind für 2023 im Verwaltungshaushalt 346.500 Euro (Vorjahr 258.900) eingeplant. Im Vermögenshaushalt sind es 68.100 Euro. Damit ergibt sich gegenüber dem Vorjahr im Verwaltungshaushalt eine drastische Steigerung um 87.600 Euro. Darüber wurde bei der Schulverbandsversammlung informiert. 


Grund sind vor allem die starken Preisanstiege für Energie, wo gegenüber 2022 rund 45.000 Euro mehr eingeplant wurden und die gestiegenen Pauschalen für die Schülerbeförderung, die mit 110.000 Euro gegenüber 85.000 Euro in diesem Jahr zu Buche schlagen. Zur Deckung der Ausgaben des Verwaltungshaushalts muss eine Verbandsumlage von 276.300 Euro (Vorjahr 178.700 Euro) erhoben werden, erläuterte Kämmerer Kraus in der Schulverbandsversammlung. Auf Grundlage der Schülerzahlen muss Wonneberg davon rund 157.000 Euro bezahlen, die Marktgemeinde Waging am See rund 119.000 Euro. Dies ergibt bei 116 Schülern im Schulverband eine Pro-Kopf-Umlage für den Verwaltungshaushalt von 2382,90 Euro. Dazu kommt die Verbandsumlage für den Vermögenshaushalt von rund 561 Euro pro Schüler. Bei den Personalausgaben in Höhe von rund 106.000 Euro ist der zu erwartende Anstieg von rund 6700 Euro größtenteils auf die zu erwartenden Tarifsteigerungen zurückzuführen. Die Personalausgaben betragen circa dreißig Prozent der Gesamtausgaben des Verwaltungshaushalts. Für die 2023 anstehenden Investitionen müssen keine Kredite aufgenommen werden.

Zustimmend zur Kenntnis genommen wurde von der Versammlung der Rechenschaftsbericht zum Haushaltsjahr 2021. Das Ergebnis des Verwaltungshaushalts betrug rund 248.000 Euro und lag damit ganz knapp über dem Ansatz. Die für das Haushaltsjahr 2021 festgesetzte Verbandsumlage von rund 166.000 Euro reichte für die Deckung der Ausgaben im Verwaltungshaushalt nicht aus, so dass eine atypische Zuführung von 1880 Euro aus den Rücklagen notwendig war. Im Vermögenshaushalt lag das Rechnungsergebnis bei rund 38.000 Euro und damit rund 6500 Euro unter den Ansatzerwartungen. Sämtliche Ausgaben konnten aus eigenen Mitteln gedeckt werden. Die Rücklagen betrugen zum Ende des Haushaltsjahrs 79.000 Euro. Der Schulverband ist schuldenfrei. Die Entlastung des Verbandsvorsitzenden erfolgte einstimmig.

Im Schulverband Otting-Wonneberg stehen im nächsten Jahr zwei größere Investitionen an. So soll für das Verbandsschulgebäude in St. Leonhard eine Photovoltaikanlage gekauft und installiert werden. Der erzeugte Strom soll für den Eigenverbrauch in der Schule genutzt werden. Die Kosten der PV-Anlage wurden mit rund 49.000 Euro beziffert.

Im Zuge des Ausbaus der digitalen Bildungsinfrastruktur werden für die Verbandsschule noch dreißig neue iPads angeschafft. Zusammen mit den bereits vorhandenen Geräten werden dann in jedem Verbandsschulgebäude dreißig Geräte für eine moderne, digitale Unterrichtsgestaltung zur Verfügung stehen. Der Vorsitzende des Schulverbands, der Wonneberger Bürgermeister Martin Fenninger, wurde ermächtigt, die entsprechenden Kaufverträge sowohl für die PV-Anlage als auch für die iPads abzuschließen. Gleiches gilt auch für die Installationsarbeiten.

Martin Fenninger informierte, dass im Schulgebäude St. Leonhard die zentrale Lüftungsanlage in Betrieb genommen wurde. In Otting wird zur Zeit an der Installation der dezentralen Lüfter gearbeitet. Für die Schule St. Leonhard werden neue Tische beschafft. Schulleiterin Maria Hipf berichtete über eine sehr gute Zusammenarbeit im Kollegium und mit dem Elternbeirat. Sie bedankte sich bei allen, vor allem auch bei der sehr engagierten Busaufsicht für die Hilfe. Die Kinder würden nach dem Wegfall der Coronaeinschränkungen richtig aufblühen.

kon

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